Bravera SC5: Erster SSD-Controller mit PCIe 5.0 von Marvell
Der Chiphersteller Marvell hat vor kurzem einen neuen PCIe-5.0-Controller für SSDs angekündigt. Dieser trägt den Namen Bravera SC5 und soll hauptsächlich Anwendung für Server-SSDs finden, die für Cloud-Rechenzentren und Storage-Servern benutzt werden.
Marvell hat am 27. Mai für kommende Desktop-PCs und Server mit PCIe 5.0 ihren ersten kompatiblen SSD-Controller vorgestellt, den Bravera SC5, der sowohl PCIe 5.0 als auch NVMe 1.4b unterstützen soll. PCIe 5.0 ist der Nachfolger von PCIe 4.0 und soll bis zu 32 Millionen Transfers pro Sekunde (32 GT/s) erlauben, was das Doppelte ist im Vergleich zum Vorgänger PCIe 4.0. Pro Lane können so 3,9 GB/s übertragen werden, bei vier Lanes sogar 15 GB/s.
Marvells Bravera SC5
PCIe 5.0 macht es möglich, schnellere SSDs an Geräte anzubinden, was sich Marvell zunutze gemacht hat. Der Hersteller verspricht, dass der Controller-Chip Bravera SC5 durch PCIe 5.0 x4 beim Lesen Daten mit einer Rate von bis zu 14 GB/s übertragen kann und über 2 Millionen IOPS beim Datenzugriff ermöglicht.
Der Bravera SC5 soll dank dieser Leistung vor allem Anwendung für SSDs finden, die in Bereichen genutzt werden, in denen massive Mengen an Daten möglichst schnell übertragen werden müssen, beispielsweise bei Cloud-Datenzentren und Storage-Servern. In zwei Versionen wird der SSD-Controller erhältlich sein: Zum einen ist das die Version MV-SC1333 mit 16 NAND-Channels und die Version MV-SC1331 mit 8 NAND-Channels, die bei M.2-SSDs höchstens vorliegen. Außerdem verfüge er laut Hersteller über mehrere Funktionen, wie ZNS (Zoned Names Space), SEF (Software Enabled Flash) und Dual Port NVMe.
Quelle: Marvell
Die Funktionen des Bravera SC5.
Zudem sei er kompatibel mit allen Flash-Typen, darunter SLC, MLC, TLC sowie QLC, und besitze zehn eingebettete Prozessorkerne, darunter ARM Cortex-R8 und Cortex-R7. Je nach Version betrage die benötigte Leistung des Controllers 8,7 bis 9,8 Watt, wozu die Leistungsaufnahme des DDR4-SDRAM-Cache und der NAND-Flash-Chips gezählt werden muss. Der SSD-Controller soll in der Ausführung 20 x 20 mm erscheinen und die Nutzung von entweder DDR4- oder LPDDR4x-DRAM erlauben.
Quelle: Marvell

Von daher war das Stromproblem aus Spielersicht lange vor den Massenspeichern gelöst, denn genug Platz für alle Spiele & Co war erst in den fortgeschritteten 0er Jahren in Flash finanzierbar. Und bis dahin waren die Grafikkarten so stromhungrig geworden, dass man die zuvor für Festplatten-Dämmgehäuse nötige Wasserkühlung seitdem für die GPU braucht.
Wer auf passive Systeme steht, der lebt da heute im Paradies, billige SSDs und die ohnehin leisen HDDs werden automatisch abgeschaltet. Davon konnte man vor 25 Jahren nur träumen. Richtig gute Passivnetzteile gibt es seit 2011 (hab das erste X460-FL gekauft), die Kühler sind so eine Sache, wobei sich da in den letzten 10 Jahren einiges getan hat. Nur Grakas sind das Sorgenkind Nr 1.
Also gibt es ende diesen Jahres die ersten PCI5 SSD's mit 14GB/s
USB-Sticks, CF-Flash-Karten, SD-Karten und viele mehr sind nicht gerade jung und basieren allesamt auch auf Flash-Speicher. Im Kern ähneln sie SSDs enorm.
Thema Interface: Die PCI-SIG holt das nach, was sie nach PCIe 3.0 verschlafen hat. Das macht sie vorbildlich, aber sie holt es eben nur nach.
Die Stagnation bei HDDs war und ist einfach enorm. Es ist diese enorme Stagnation, die den Fortschritt bei Flash-SSDs groß erscheinen lässt.
HDDs mit USB-C auf beiden Seiten sind immer noch Mangelware
HDDs mit mehreren Schreibköpfen sind immer noch gerade erst im Kommen
HDDs mit MAMR/ HAMR sind immer noch Zukunftsmusik
SMR hat nicht zu einer Revolution im Kapazitäts-Preis-Gefüge geführt
Im 2,5-Zoll-Segment fällt der Kapazitätsfortschritt zu gering aus
Die Mini-Kapazitäten leben immer noch
3DXpoint im Consumer-Markt haben Intel und Micron gehörig vergeigt. Eigentlich hätten sie die Chance gehabt, die ersten Gamer-SSDs zu liefern. Doch statt dessen gab es ein halbgares Consumer-Launchprodukt zu überzogenen Preisen. Der Rest, der gerade noch abgefrühstückt wird, ist Produkt gewordener Unsinn.
Das selbst verursachte Scheitern im Consumermarkt hat der ganzen Technologie geschadet.
Ja, ich fand den Wechsel HDD → SSD persönlich auch einfach nur phantastisch. Und vor allen Dingen der Blick zurück ist es, der mich jedes Mal erneut schaudern lässt.