Erste NVMe-SSDs von Seagate: Barracuda und Firecuda 510 angekündigt
Seagate hat zur CES in Las Vegas mehrere SSDs vorgestellt. Darunter erstmals auch zwei PCI-Express-Modelle im M.2-Formfaktor mit NVME-Protokoll, welche die Bezeichnungen Barracuda 510 und Firecuda 510 tragen sollen. Außerdem kündigt der Hersteller mit der Ironwolf 110 seine erste NAS-SSD im altbekannten SATA-Formfaktor an. Bislang ist Seagate vielmehr als einer der letzten Hersteller von Magnetfestplatten bekannt.
Was SSD betrifft, so hat sich das Unternehmen bislang nur mit einem SATA-Modell auf den Markt gewagt. Das soll sich in diesem Jahr mit unterschiedlichen Neuerscheinungen ändern.
Seagate Firecuda 510 SSD: Spitzenleistung für (Gaming-)Enthusiasten
Mit 3.400 MB/s ist die neue Firecuda, wie die meisten aktuellen NVME-SSDs, im sequenziellen Lesen am PCI-Express-Limit. Die 3.150 MB/s bzw. 600K IOPS schreibend aber würde selbst die aktuellen Top-Modelle von Samsung, 970 Evo und Pro, übertreffen. Bislang schafft das nur der Controller Phison E12, der in einer Corsair MP510 zu finden ist. Wie diese ist auch die Firecuda 510 doppelseitig mit Chips bestückt. Die SSD soll im März in Kapazitäten von 1 TB und 2 TB erscheinen.
| Datenblatt: Seagate Firecuda 510 SSD | |
|---|---|
| Kapazität | 1.000 GB, 2.000 GB |
| Formfaktor | M.2 2280-S2 |
| Schnittstelle, Protokoll | PCI Express 3.0 x4, NVME |
| Seq. Lesen (MB/s, 128 KB) | 3.400 |
| Seq. Schreiben (MB/s, 128 KB) | 3.150 |
| Zufälliges Lesen (IOPS, FOB 4K QD256) | 620K |
| Zufälliges Schreiben(IOPS, FOB 4K QD256) | 600K |
| Max. Stromverbrauch | 5,4 Watt |
| Garantie (Jahre/Schreibgrenze) | 5 Jahre, 912/1.812 TB |
| Erscheinungstermin | März 2019 |
Seagate Barracuda 510 SSD: Schneller Allrounder
Die Barracuda 510 soll es nur in zwei Kapazitäten geben: 256 GB und 512 GB. Im sequenziellen Lesen kann die einseitig bestückte M.2-SSD mit 3.400 MB/s bzw. 600K IOPS mit der Oberklasse mithalten. Im Schreiben erreicht sie laut Datenblatt maximal 2.100 MB/s, die für NVME-SSDs eher durchschnittlich sind. Diese Daten sowie die schnellere Firecuda 510 sprechen dafür, dass die Barracuda eher mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis statt Spitzenleistung punkten soll. Darüber hinaus ist die SSD auch mit einem dynamischen SLC-Cache sowie fünf Jahren Garantie zeitgemäß ausgestattet.
| Datenblatt: Seagate Barracuda 510 SSD | |
|---|---|
| Kapazität | 256/512 |
| Formfaktor | M.2 2280-S2 |
| Schnittstelle, Protokoll | PCI Express 3.0 x4, NVME |
| Seq. Lesen (MB/s, 128 KB) | 3.400 |
| Seq. Schreiben (MB/s, 128 KB) | 2.100 |
| Zufälliges Lesen (IOPS, FOB 4K QD256) | 340K |
| Zufälliges Schreiben(IOPS, FOB 4K QD256) | 500K |
| Max. Stromverbrauch | 5 Watt |
| Garantie (Jahre/Schreibgrenze) | 5 Jahre, 140/280 TB |
| Erscheinungstermin | März 2019 |
Weder Controller noch Flash-Chips der NVME-SSD sind bislang bekannt. Die im letzten Jahr veröffentlichte Barracuda-SSD im 2,5-Zoll-Format ist mit TLC-Flash von Sandisk/Toshiba bestückt. Die Vermutung liegt daher nahe, dass die beiden neuen NVME-SSDs die gleichen Speicherchips verbaut haben. Beide SSDs sollen im März dieses Jahres auf den Markt kommen, Preise sind noch nicht bekannt.
Seagate Ironwolf 110 SSD: Die erste NAS-SSD
Mittlerweile rutscht der Speicherpreis derart in den Keller, dass sich Seagate mit einer NAS-SSD auf den Markt wagt. Der Netzwerkspeicher ist bisher die letzte Daseinsberechtigung der guten alten Magnetfestplatte. Die Ironwolf 110 SSD ist eine SATA-SSD im 2,5-Zoll-Formfaktor mit Datenraten bis 560 MB/s, die wie gleichnamige HDDs für den Dauerbetrieb ausgelegt sein soll. Neben Datenzentren soll sie auch den sogenannten Prosumer oder Kreative ansprechen. Zwischen 240 GB und 3,84 TB soll es eine breite Modellpalette aus unterschiedlichen Kapazitäten geben. Die SSD verfügt außerdem über Eigenschaften wie Power Loss Data Protection (PLDP) und einen nicht näher spezifizierten Cache. Neben der Fünf-Jahres-Garantie gibt es zwei Jahre zusätzlich Hilfe zur Datenwiederherstellung beim Totalausfall. Preise und Erscheinungstermin sind ebenfalls noch nicht bekannt.
| Datenblatt: Seagate Ironwolf 100 NAS SSD | |
|---|---|
| Kapazität (GB) | 240, 480, 960, 1920, 3840 |
| Formfaktor | 2,5 Zoll, 7 mm |
| Schnittstelle, Protokoll | SATA 6 Gb/s |
| Seq. Lesen (MB/s, 128 KB) | 560 |
| Seq. Schreiben (MB/s, 128 KB) | 535 |
| Zufälliges Lesen (IOPS, FOB 4K QD256) | 90K |
| Zufälliges Schreiben(IOPS, FOB 4K QD256) | 20K |
| Max. Stromverbrauch | 8 Watt |
| Garantie (Jahre/Schreibgrenze in TB) | 5 Jahre/438, 875, 1750, 3500, 7000 |


Heftig, was Seagate da hinblättert
Aber kann es sein, dass die Angaben der TBW (TB) in der Grafik des Artikels zu den beiden Firecuda 510 SSDs falsch sind? Das Datenblatt spricht von 1300 respektive 2600 für beide Modelle. Die Angaben zum Stromverbrauch stimmen ebenfalls nicht überein. Korrigiert mich, wenn ich das falsch sehe