Samsung 990 Pro: Nutzer berichten von rapide sinkender Lebensdauer bei der SSD [Update: Sinneswandel bei Samsung]
Jetzt aktualisiert: Seit einiger Zeit sorgt die 2-TByte-Variante von Samsungs SSD-Flaggschiff 990 Pro für Unzufriedenheit bei einigen Besitzern. Nach nur wenigen Tagen fiel die Lebensdauer der SSD laut Nutzerberichten unter 95 Prozent. Samsungs Support soll nach Kontaktierung eines Besitzers allerdings keine Probleme festgestellt haben, was für Unruhe sorgt.
Original-Artikel vom 23. Januar 2023: Allem Anschein nach macht die 990-Pro-SSD mit einer Kapazität von 2 Terabyte Probleme, was ihre Lebensdauer angeht. Seit Längerem berichten einige Nutzer davon, dass die SSD spürbar an Lebensdauer einbüßt, und das nach nur kurzer Zeit und geringem Betrieb, obwohl Samsungs Pro-SSD-Modelle sich eigentlich für eine gute Qualität und lange Lebensdauer auszeichnen sollen. Doch was ist passiert?
Samsung 990 Pro sorgt bei einigen Besitzern für Unruhe
Unter anderem auf das Problem aufmerksam gemacht hat ein Autor der Webseite Neowin, der zuvor Anfang des Jahres auf Reddit davon berichtete. So wechselte dieser laut eigener Aussage von einer 970 Evo Plus auf eine 990 Pro 2 TByte. Erstere soll nach über einem Jahr noch eine Lebensdauer von 99 Prozent angezeigt haben. Ganz anders die 990 Pro, deren Gesamtzustand ("Health Status") nach nur wenigen Tagen auf 99 Prozent abgesunken sein soll, wie die SSD-Tools Samsung Magician und Crystaldiskinfo ermittelt hatten. Danach fiel der Wert auf 98 Prozent, nachdem ein paar Zehntel eines Gigabytes gelesen worden sein sollen. Wenige Tage später waren es dann nur noch 94 Prozent, wie ein Screenshot von Crytsaldiskinfo beweisen soll.
Quelle: Robbie Khan/Neowin
Samsung 990 Pro 2 TB bei Crystaldiskinfo.
Ähnliche Meldungen anderer Besitzer der 990 Pro 2 TByte bezüglich ihrer Erfahrungen mit der fallenden Lebensdauer sind im Overclock-Forum nachzulesen sowie als Antwort auf den Reddit-Thread des Neowin-Autors. Wie dieser erklärt, werde die 990 pro dank eines zwei Jahre alten NVMe-Treibers noch nicht im vollen Maße unterstützt. Daneben gebe es auch noch keine Firmware-Updates, die sich der Problematik annehmen könnten. Der Neowin-Autor wollte sich jedenfalls nicht mit der sinkenden Lebensdauer seiner SSD zufriedengeben und kontaktierte Samsungs Support und durchlief den RMA-Prozess.
Daraufhin meldete sich Samsung und teilte dem Autor mit, dass eine sinkende Lebensdauer von wenigen Prozenten normal sei und schickte dieselbe SSD daher formatiert und auf Werkseinstellungen zurückgesetzt wieder an den Absender zurück, da Samsung keine Fehler feststellen konnte. Allerdings stamme der zur Verfügung gestellte Crystaldiskinfo-Screenshot mit dem Gesamtzustand von 94 Prozent von der zurückgeschickten SSD, weshalb der Neowin-Autor davon ausgeht, dass die 990 Pro nicht von Samsung auf Werkseinstellungen zurückgesetzt wurde, da die Lebensdauer dann wieder bei 100 Prozent liegen müsste.
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Im dazugehörigen Reddit-Thread zeigt sich ein Nutzer etwa von Samsungs Qualität enttäuscht, ein anderer empfiehlt dem Autor, noch ein paar Wochen zu warten und noch einmal nach dem Zustand zu schauen. Möglicherweise handelt es sich bei dem Problem aber auch um einen Anzeigefehler, welcher mit einem Firmware-Update aus der Welt geschafft werden könnte.
Neue Berichte und Samsung ist plötzlich bereit, dem Problem nachzugehen
Update vom 25. Januar 2023: Immer mehr Besitzer berichten von ihren stark abgenutzten 990-Pro-2-TB-SSDs. Auf Twitter zeigte ein Nutzer, dass seine SSD nach geschriebenen Daten von 2 Terabyte nur noch eine Lebensdauer von 64 Prozent aufweist. Auch bei Reddit gibt es neue Berichte zum SSD-Problem. Interessanterweise soll die RMA-Abteilung von Samsung einen Sinneswandel durchlaufen haben, wie der Neowin-Autor nun schreibt. Diese soll sich nun dazu bereit erklärt haben, die SSD einerseits zu ersetzen und andererseits zu versuchen, das Problem zu replizieren. Warum Samsung diese Optionen nicht offerierte, als das Problem noch nicht publik gewesen ist, könne sich der Autor allerdings nicht erklären.

Alles abstreiten und verharmlosen bis es nicht mehr anders geht.
Schlechte Presse ist nicht gut für den Nettogewinn, also darf es nicht zu einem Problem werden.
Hat man unter anderem kürzlich bei AMDs Kühlerproblem gesehen, zuerst war es normal und kein Grund zur sorge und die Reparatur wurde abgelehnt, erst als das ganze durch die Medien ging und es nicht mehr anders ging hat man regiert.
Bei Consumer-SSDs hat man noch nie DWPD angegeben, sondern TBW. Ja, man kann umrechnen, und trotzdem lag die garantierte TBW meist bei ca. 600TBW pro 1TB bei TLC-Modellen und bei 1200TBW pro 1TB Kapazität bei MLC, alles höher als 0,7 DWPD wäre also absolute Ausnahme (und für 99% der Consumer sowieso irrelevant).
Na, vielleicht hast du ja Glück und es liegt nur daran das Falsch ausgelesen wird.
Eine SSD die unter Volllast ne' Lebensdauer von 50Std. hat, ist für mich jedenfalls nicht zwingend
ein Auslöser von Begeisterungsstürmen...
Insbesondere da Samsung seine TLC's jetzt als "3-Bit MLC" bezeichnet. Sehr erhellend. Aber na ja...
Aber was für Konsumenten irrelevant ist oder nicht, würde ich dann doch den Konsumenten überlassen.
Die sinkende Haltbarkeit von Consumer SSD's sieht nicht jeder so unkritisch wie du.
Ich meine auch wenns nurn Software problem ist und man Ausfälle niemals vorhersehen kann dennoch bin ich froh über meine Entscheidung.
Also meine Crucial MX100 256GiB (8 Jahre Systemplatte), hat nach 14388 Stunden und 14TiB Host 97% wo sie vor kurzem erst von 100% hin gesprungen ist. Die etwas jüngere MX500 hat nach 7800Stunden auch 99%
die anderen 4 SSDs sind natürlich noch bei 100%
Vor einer Weile lag die im Schnitt bei Samsung Consumer-SSD's noch bei ~0,8-1,3 DWPD.
Und selbst bei Samsungs Enterprise und Server SSD's kommt man heute nur selten über 3,0 DWPD.
Is ne' Weile hin zu dem was Intel mit den Consumer Optane Modellen der 905p Reihe
zu bieten hatt(e) ~10,0 DWPD. Sicher sind die merklich teurer,
aber das waren NAND-Flash SSD's früher auch.
Da muss man sich einfach mal Gesamtschreibleistung (lifetime writes) und die
durchschnittliche, bzw. maximale Schreibleistung anschauen.
Ein bischen Mathe macht dann den Rest.