Ryzen 9 7950X3D: IGP wohl doch nicht schneller [Update]

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Ryzen 9 7950X3D: IGP dank V-Cache um den Faktor 4 schneller
Quelle: PCGH

Die RDNA-2-IGP im Ryzen 9 7950X3D ist laut PC Mag in einem Messszenario über fünf Spiele um den Faktor 4 schneller als die im Ryzen 9 7950X ohne V-Cache. Das ist deutlich, macht die Spiele zwar nicht nennenswert angenehmer zu spielen, zeigt aber, was geht.

Original-Artikel: Der Ryzen 9 7950X3D von AMD hat zwar eine RDNA-2-IGP, aber die hat nur zwei CUs und entsprechend kann man keine Wunder erwarten. PCMag hat sich dem Thema dennoch angenommen und kommt zum Schluss, dass die 2-CU-IGP zwar keine Bäume ausreißt, der V-Cache der Ryzen 7000X3D aber etwas wert ist. Und zwar bis zu dem ca. Vierfachen der Leistung im Vergleich zu einem Ryzen 9 7950X.

Zwei Compute Units, das sind in der AMD-Welt 128 Shader und die werden mit 2,2 GHz Spitze getaktet. Abgesehen von der mageren Shader-Leistung, die immerhin die Rohleistung einer Switch erreicht, stellt sich aber auch immer das Problem der verhältnismäßig langsamem Zugriffe in den Hauptspeicher des Rechners, wenn man das mit einer dedizierten Grafikkarte vergleicht. Da hilft jedes Bisschen und in dem Fall eben 64 MiB V-Cache.

Gemessen wurden fünf Spiele in 720p und 1080p - die Ergebnisse sind ähnlich: Um den Faktor 4 ist der Ryzen 9 7950X3D gegenüber dem Ryzen 9 7950X schneller. Wirklich spielbar würde man die meisten Ergebnisse nicht nennen. Immerhin kommt F1 22 auf 33 und 62 Fps. Total War Three Kingdoms in 720p mit 34 Fps könnte man wohl auch als technisch spielbar bezeichnen, aber ob man das wirklich will?

Spannend wäre es daher, wenn AMD die V-Cache-Technik für APUs adaptiert, wo potentere IGPs zum Einsatz kommen und die das gleiche Problem haben, dass sie auf eher langsamen Hauptspeicher zurückgreifen müssen. Auch da gilt: Jedes bisschen hilft. Ganz überraschend kommt die Erkenntnis auch nicht: Manch einer erinnert sich an Broadwell, wo Intel einen L4-Cache anbot und das erwies sich sowohl in CPU-Berechnungen als auch in IGP-Ergebnissen als recht effektiv.

Quelle: PCMag


Konträre Meinungen zum Nutzwert

Update: Computerbase konnte derweil in durchgeführten Messungen keinen echten Mehrwert durch den V-Cache feststellen. Vermessen wurden neben synthetischen Benchmarks auch Cyberpunk 2077, Shadows of the Tomb Raider und Age of Empires 4. In allen drei Titel liegt der Unterschied nahe oder in der Messungenauigkeit. Es bestehen also berechtigte Zweifel, ob die IGP im Falle der neuen Ryzen nun wirklich vom V-Cache profitiert.

Quelle: Computerbase

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    • Kommentare (27)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von perupp BIOS-Overclocker(in)
        Wäre schön wenn PCGH hardware nicht dauernd falsche Gerüchte verbreitet
      • Von perupp BIOS-Overclocker(in)
        Wäre schön wenn PCGH hardware nicht dauernd falsche Gerüchte verbreitet
      • Von soulstyle Lötkolbengott/-göttin
        Gibt es denn irgendwelche Spiele explizit davon profitieren bis auf FPS, so das man sagt, man hat nur mit diesem Prozzi dieses Spielerlebniss?
      • Von Nathenhale Volt-Modder(in)
        Hier stand mist.
        Linmoum hat recht.
        Tja , erst lesen dann posten wäre mal sinnvoll gewesen.
      • Von Locuza Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von DaStash
        Das kommt deshalb nicht seid Jahren, weil AMD nicht ihre GPU Sparte canibalisieren möchte. Eine andere Erklärung gibt es nicht. Bei Konsolen geht es ja auch mit ordentlich mehr CUs.^^

        Ich fände das auch super, ich brauche keine super highend GPUs, zum Preis von mehreren Komplett PCs aber auf dem PC wird diese Entwicklung leider nicht unterstützt.

        MfG
        Da gibt es schon viele Erklärungen dazu, wieso man diesen Weg nicht geht.
        BxBender hat ein paar genannt, verbunden sind damit Entwicklungskosten, die sehr hohen Bandbreitenanforderungen, fehlende Modularität, Wirtschaftlichkeit im aktuellen Marktbereich und im Detail noch einige andere.

        Zitat von Nathenhale
        Einmal googlen war zu viel verlangt oder ?
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Natürlich hat die IGPU zugriff auf den Cache.
        Und Natürlich steigert dieser die Leistung.
        Ist ja nicht anders als bei Radeon 6000-7000 mit ihren Smart Cache oder wie der heißt.
        Zitat von DaStash
        Da sieht man mal wie wichtig es ist im Internet nicht jedem Kommentar hinterherzulaufen, nur weil einer rhetorisch geschickt irgend etwas behauptet. Danke für die Klarstellung deinerseits.

        Leider sind zu viele User, allgemein, zu wenig bewandert und glauben diesen ganzen "Spezialisten" zu viel und zu schnell. Sieht man ja bei den ganze Queris und CO.^^

        MfG
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] hat Recht.
        Die iGPU hat bei AMD weder bei monolithischen APU-Designs, noch bei der Ryzen-Serie mit IO-Die direkten Zugriff auf den L3 Cache im CPU-Complex.
        Es werden dort regulär keine GPU-Daten gecached.
        Nachdem L2$ auf der iGPU-Seite wird auf den DRAM zugegriffen.

        Anders ist die Situation bei Intel, dort ist das Cache-System so aufgebaut, dass der L3$ (aus Sicht der CPU) auch für andere Klientel bereitstehen kann, wie z.B. der iGPU.
        Man kann das auch durch ein Latenztest sehen, bei AMDs Geräten springt die Latenz hoch, wenn die GPU L2$-Kapazität ausgereizt ist.

        Eine sehr gute Übersicht findet man bei diesem technischen Artikel auf Englisch:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Smart Cache ist ein Intel Marketing-Begriff für das dynamische Cache-Sharing des Last-Level-Caches.
        Bei der Radeon 6000-7000 Series wird das Marketingwort "Infinity Cache" verwendet, was nichts anderes ist, als eine weitere globale Cache-Stufe in der GPU-Cache-Hierarchie.

        AMD gibt im Software-Optimization-Guide für Ryzen übrigens an, dass der LLC-Zugriff von einem CCX auf einen anderen ähnlich schlechte Latenzen hat, wie der Zugriff zum DRAM:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]

        Der Zugriff über das Infinity-Fabric, mit den entsprechenden Durchläufen bei den Kohärenzmechanismen, ist lahm.
        Entsprechend könnte man sich logisch fragen, wieso das bei der iGPU anders ablaufen sollte und für einen massiven Boost sorgen?
        Ganz im Gegenteil hätte es dem Tester auffallen müssen, dass die extrem schwachen non-3D iGPU-Zahlen nicht stimmig wirken.
        Da ist Intels ebenfalls schwachbrüstige Xe iGPU Faktor 3-6 schneller, als die RDNA2 iGPU im IOD.
        Schaut man sich synthetische Benchmarks von anderen Quellen an, liegt der Intel-Vorteil im Durchschnitt bei ~25%:
        https://www.computerbase....
        https://www.hardwareluxx....
        Über eine breite Anzahl von Spielen, ist der Vorteil vermutlich kleiner.

        CB hat nun selber iGPU-Zahlen vorgelegt und wenig überraschend keinen Unterschied bei der iGPU-Performance feststellen können:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Oldi46 Komplett-PC-Aufrüster(in)
        WOOOOW. Eine IGPU mit 12 CU mit V-Cache? ein Träumchen. Wie da wohl der Leistungssprung wäre mit und Ohne ?
      Direkt zum Diskussionsende
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