[26/11/2021] AMDs Ryzen 7000 ... hat meine ursprünglichen Erwartungen erfüllt. Zwar war ich ob der drastisch angehobenen Verlustleistung zwischenzeitlich misstrauisch, so nach dem Motto „haben die das gegen Intel wirklich nötig?“. Aber die Antwort lautet ganz offensichtlich „Nur um mit dem Ryzen 5 einen Core i9 zu ärgern“. Meiner Meinung nach hätte man sich genau das zwar gerne sparen und die Früchte von rund ein bis zwei Jahren Fertigungsvorsprung direkt in mehr Effizienz investieren können, während man >140 W den Übertaktern (und Intel-@-Stock-Nutzern) überlässt. Aber Strom (für Ryzen 9, Core i9, RTX 4000 und Klimaanlage) kommt mit etwas Glück auch 2023 noch aus der Steckdose; mit sowas muss also kein Hersteller sparsam umgehen. Bereits 2022 ärgerlich ist, dass auch meine Erwartungen an die Mainboard-Preise übererfüllt werden: 320 Euro für ein Mittelklasse-X670E, das nicht einmal die PCI-E-5.0-Fähigkeiten ausreizt? Fast 400 Euro für das teuerste X670-ohne-E? Da dürften sich auch die nicht gerade mit Ausstattungsmasse protzenden B650E-Modelle größtenteils über 200 Euro einsortieren. Erinnert sich noch jemand an die Zeiten, als man für Durchschnittsanwender angemessene Mainboards in guter Qualität mit aktuellen Schnittstellen für 100 Euro bekommen hat und für 150 Euro selbst anspruchsvolle Übertakter versorgt waren, denen heute 600 Euro und mehr abverlangt werden? Mein Kalender behauptet, das wäre erst 7-8 Jahre her und auch die Zahl der Gehaltserhöhungen passt du dieser Schätzung, aber bei den Hardware-Herstellern sind seitdem wohl 7-8 Jahrzehnte Inflation durchs Sortiment gezogen. (Torsten Vogel)