Ryzen 7 5800X: Youtuber bringt instabile CPU mit einfachem Trick wieder zum Laufen

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Ryzen 7 5800X: Youtuber bringt instabile CPU mit einfachem Trick wieder zum Laufen
Quelle: AMD

Manchmal sind bei einer scheinbar defekten CPU mehr als nur ein paar Stifte verbogen: Ein Youtuber hat sich um einen instabilen Ryzen 7 5800X gekümmert und ihn durch geringe Taktänderung wieder zum Laufen gebracht.

Youtuber TechYesCity stieß online auf ein günstiges Angebot für eine scheinbar defekte Ryzen-7-CPU. Der Anbieter meinte, die CPU habe nach rund einem Jahr den Dienst quittiert und er habe vieles versucht, jedoch alles vergeblich, denn die CPU wolle einfach nicht mehr stabil laufen. TechYesCity erwarb den Prozessor, als der Preis auf 30 australische Dollar (ca. 20 US-Dollar) gesunken war, mit dem Versprechen, dafür zu zahlen, wenn er ihn wieder zum Laufen bringen könnte.

So konnte TechYesCity den instabilen Ryzen 7 5800X retten

Der Youtuber zeigt die Reanimation des Prozessors detailliert in einem Video. Da die Pins nicht deutlich verbogen waren, musste der Defekt an etwas anderem liegen. Er reinigte die Kontakte, begradigte wenige, nur leicht verbogene Pins und installierte die CPU auf einem Mainboard, um verschiedene Tests und damit ein Fehler-Ausschlussverfahren zu starten:

  1. Zuerst bootete er ins BIOS, sperrte die XMP-Profile und verharrte dort für gut eine Stunde. Da die CPU stabil lief, war es für ihn ein gutes Zeichen, dass die acht Kerne unbeschädigt sein mussten.
  2. Er startete mithilfe der Software OCCT drei Stunden lang einige Stresstests für die Hardware. Hierbei stürzte das System mit einem kritischen Fehler ab. Das wies ihn auf gravierende Stabilitätsprobleme bei der CPU hin.
  3. Danach machte er sich an das Heruntertakten der CPU direkt im BIOS, dies erledigte er mithilfe des Tools AMD PBQ. Er begann mit einer Reduzierung des Taktes um 300 MHz auf insgesamt 4,55 GHz. Ergebnis: Den nächsten einstündigen OCCT-Test bestand das System. Er schlussfolgerte, dass mindestens ein Kern bei höheren Taktraten für die Destabilisierung verantwortlich sein musste.
  4. TechYesCity testete den heruntergetakteten Chip mit mehreren Spielen, verglich die Leistung mit anderen CPUs und war überrascht, dass die Reduzierung des Taktes um 300 MHz beinahe keine Einbußen mit sich brachte. Ein Beispiel: Call of Duty: Black Ops 6 lief mit 1440p und extremen Grafikeinstellungen auf der niedriger getakteten CPU mit 152 Fps und auf einem stabilen 5700X mit 147 Fps.

Das Beispiel zeigt: Durch Reduzierung des Taktes kann eine scheinbar defekte CPU wieder zum Laufen gebracht werden. Dies verdeutlicht, dass selbst CPUs mit kleineren Mängeln, die von Herstellern möglicherweise als Ausschuss deklariert und günstiger verkauft werden, oft noch eine sehr gute Leistung bieten können, wenn man bereit ist, Kompromisse bei der maximalen Taktrate einzugehen.

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Quelle: TechYesCity, via Youtube

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    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von chill_eule Kokü-Junkie (m/w)
        Bis geklärt wurde, um welche CPU es sich nun genau handelt:

        *closed*
      • Von chill_eule Kokü-Junkie (m/w)
        Bis geklärt wurde, um welche CPU es sich nun genau handelt:

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