[PLUS] AMD Ryzen 5700X, 5600 und 5500 im erweiterten Test
PCGH Plus: Ein halbes Jahr ist es bis Zen 4 noch hin und AMD hat neben dem Ryzen 7 5800X3D drei weitere spannende Prozessoren auf den Markt gebracht. Wir testen Ryzen 7 5700X, Ryzen 5 5600 und 5500. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 06/2022.
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Besser spät als nie
Gegen Ende einer CPU-Generation haben AMD und Intel keinen großen Spielraum, um die Kunden weiter bei der Stange zu halten. Eine neue Architektur benötigt nun mal ihre Zeit, was also tun? Wenn die Fertigung es zulässt, spricht nichts dagegen, neue Prozessoren zu entwickeln, welche das Portfolio sinnvoll ergänzen. Das haben Intel (Core i9-12900KS) und AMD getan, letztere bringen sogar gleich sieben neue Ryzen-Prozessoren heraus. Den Test des 5800X3D finden Sie ebenfalls in dieser Ausgabe. Im Folgenden beschäftigen wir uns mit den kleineren und vor allem günstigeren Zen-3-Ausbaustufen. AMD rundet damit endlich das Portfolio nach unten ab, ein Gebiet, dass Intel seit Comet Lake allein beliefert hat. Ja, auch AMD hatte zwei vielversprechende Quadcore-Prozessoren in petto, namentlich Ryzen 3 3100 und 3300X. Allerdings sah es mit der Verfügbarkeit kurze Zeit nach Launch schon schlecht aus und spätestens nach einem Jahr sind die beiden Budget-Prozessoren vom Markt verschwunden.
Übersicht
Neben dem neuen B2-Stepping, das AMD etwa Anfang des Jahres ausgerollt hat und den hauseigenen Prozessoren damit etwas mehr Spielraum in Sachen Optimierung bringt, belieferten die Ryzen-Erfinder den Markt Anfang April auch mit neuen Prozessoren. Etwas hinter der Zeit erscheinen dabei Ryzen 4100, 4500 und 4600G. Letzterer ist dabei gar nicht so neu, sondern entspricht eins zu eins der OEM-APU 4600G/4650G(E) - mit dem Unterschied, dass Sie die APU jetzt auch einzeln in einer Box erwerben können. Die anderen beiden Modelle setzen dagegen auf die gleiche Renoir-APU-Basis, jedoch mit deaktivierter IGP. Sie verfügen somit zwar über Zen-2-Kerne, diese sind allerdings monolithisch und nicht in einem Chiplet angeordnet, wie die CPUs regulär ab einem Ryzen 5 3600, was nur halb so viel L3-Cache und somit rund 20 Prozent geringere Bildraten in Spielen bedeutet. Mit der Verfügbarkeit dieser drei Prozessoren sieht es nicht gut aus, zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels ist kein einziges Exemplar lieferbar und wir können leider auf keine Test-Samples zurückgreifen. Man merkt hier ganz deutlich, dass AMD den Fokus schon längere Zeit auf Zen 3 legt, was sicherlich auch an der Zen-2-Hardware liegt, die in der PS5 sowie Xbox Series X und S verbaut werden.
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- AMD Ryzen 7 5700X
- AMD Ryzen 5 5600
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