Ryzen 1800X, 1700X und 1700: Neues Euro-Preisgefüge etabliert sich
Schon letzte Woche berichteten wir darüber, dass sich die Preise der neuen Ryzen-R7-CPUs 1800X, 1700X und 1700 von ihren Startpreisen weg nach unten bewegen. Diese Anpassungen der Straßenpreise haben sich nun bei vielen Shops durchgesetzt, es gibt aber auch Ausnahmen.
Schon in der vergangenen Woche war absehbar, dass sich das ursprünglich ausgerufene Euro-Preisniveau für die bisher verfügbaren Ryzen-7-Prozessoren 1800X, 1700X und 1700 noch einmal nach unten verändert. Allerdings waren es letzte Woche nur wenige Shops, welche die Straßenpreissenkung mitgingen und ganz abgeschlossen schien die erste Stufe der Anpassung auch noch nicht zu sein. Nun, einige Tage später, ist klar, dass sich das neue Preisgefüge weitgehend etabliert hat. Wir fassen deshalb die Preissituation für Deutschland zusammen.
Vorneweg: Im amerikanischen Einzelhandel (exemplarisch: Newegg) sind weiter die Preise aus der offiziellen AMD-Preisliste gültig, die traditionell nur in US-Dollar ausgewiesen wird. Die Preissenkungen sind also nur im Euroraum wirksam. Außerdem zeigt der Dollar im Moment eine leichte Schwäche, der Euro wird im Verhältnis entsprechend etwas besser notiert.
Die absolut geringste Änderung gibt es beim Preis des R7 1700, der von 359 auf nun 345 bzw. 349 Euro gesunken ist. Fast alle namhaften Händler sind den Preis mitgegangen, neben Mindfactory
auch Caseking und Amazon. Die absolut und relativ größte Änderung gibt es beim großen Bruder R7 1700X, der nun bei immer mehr Händlern sogar für 395 Euro verfügbar ist (vorher: 439 Euro). Das sind immerhin 9 Prozent weniger. Beim Top-Modell R7 1800X hingegen kann man aktuell rund 20 Euro gegenüber den Einstiegspreisen sparen. Hier sind aktuell aber nur wenige Händler mitgezogen. Eine Tabelle veranschaulicht die Preisänderungen:
| Preis (US-D) | Preis (Euro) 22.02. | Preis (Euro) 20.03. | Änderung (Euro absolut) | Änderung (Euro relativ) | |
|---|---|---|---|---|---|
| R7 1800X | 499,- | 559,- | 539,- | -20,- | -3 Prozent |
| R7 1700X | 399,- | 439,- | 395,- | -45,- | -10 Prozent |
| R7 1700 | 329,- | 359,- | 345,- | -15,- | -4 Prozent |
Gründe, warum die Preise für Ryzen-CPUs sinken, konnten uns weder AMD, noch befragte Einzelhändler liefern. Ryzen-CPUs verkaufen sich weiter gut, es gibt auch keine geänderte Preisempfehlung. Da lohnt sich ein Blick auf Intel, denn vielleicht gehen auch hier Preise herunter? Immerhin hatte sich AMD bei seinen Preisempfehlungen sehr stark an Intel orientiert und teilweise deckungsgleiche Euro-Preise aufgerufen: So kostete der R7 1700X fast exakt so viel wie der i7-6800K und der R7 1700 sogar auf den Euro genau dasselbe wie der Core i7-7700k. Doch bei Intel gibt es bisher keine Preisänderungen: Weiter ist die USD-Preisliste vom 3. Januar 2017 gültig und auch bei unserem Preisvergleichspartner Geizhals gibt es keine Preisänderungen bei Intel-CPUs seit Jahresbeginn. Lediglich der Core i7-6850K ist etwas günstiger geworden, dieser rangiert mit seinem Europreis von ca. 580 Euro aber schon unter der offiziellen US-Dollar-Empfehlung von 617 US-Dollar. Für AMD-Fans bedeutet das, dass die Ryzen-7-CPUs ein (noch) besseres Preis-Leistungs-Verhältnis haben. Der schnellste S1151-Prozessor i7-7700k liegt mit seinen 360 Euro preislich nun genau zwischen R7 1700X und R7 1700.

Das wird dann wohl die Millennium-Ausgabe, die man sich schon aus historischen Gründen (für später) sichern will. 2017, das Jahr des Erwachens der IT-Branche (aus dem Zombie-Modus).
Da hat der gute Mann aber richtig auf die kac... Ehe Tasten gehauen. Freue mich auf den Test.
Danke dafür