PCGH-Plus Label [PLUS] Tuning für Ryzen: Spielen ohne Grafikkarte

PCGH PLUS: Die im Frühjahr 2018 erschienenen Raven-Ridge-APUs Ryzen 3 2200G und Ryzen 5 2400G bieten eine ordentliche Prozessor- und Grafikleistung zum kleinen Preis. Wir testen, wie sich die Performance durch Tuning weiter steigern lässt. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 09/2018.

0
Special Stephan Wilke Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
 Tuning für Ryzen: Spielen ohne Grafikkarte
Quelle: Pixabay

Bei Preisen zwischen 80 und 140 Euro sind die Sockel-AM4-Chips ideal für alle Anwender, die zum kleinen Preis einen spieletauglichen PC aufbauen möchten.

Das finden Sie im Artikel: • Tuning-Tipps für Ryzen 3 220G und Ryzen 5 2400G
• Overclocking: GPU, CPU, RAM, auch in Kombination
• Spiele-Benchmarks mit SW Battlefront 2, Kingdom Come: Deliverance, Hellblade, Spellforce 3, Quake Champions (niedrige und mittlere Details)
• Dedizierte Speichermenge für GPU ändern
• Auswirkungen auf die Bildqualit
• RAM: Anwendungs-Benchmarks
• Veränderungen der Leistungsaufnahme
• Tuning-Effekt aller Maßnahmen

An die Rechenleistung eines konventionellen Gaming-Rechners mit dedizierter Grafikkarte kommen die Sockel-AM4-Chips allerdings nicht heran. Bei aktuellen Spielen sind daher meistens Kompromisse bezüglich der Bildrate und -qualität erforderlich. Anstatt sich nun einfach mit weniger Grafikdetails oder weniger Fps anzufreunden, gibt es noch eine andere Lösung: Sowohl im Ryzen 5 2400G als auch dem Ryzen 3 2200G stecken Tuning-Reserven, die Übertakter ausloten können. Aufgrund der integrierten Grafikeinheit gibt es bei den APUs besonders viele Stellschrauben, an denen es sich zu drehen lohnt: Neben der Taktfrequenz der vier Prozessorkerne ist das natürlich die Taktrate der Grafikeinheit, aber auch der Arbeitsspeicher. Da nämlich sowohl die integrierte Radeon Vega 11 als auch Vega 8 mangels eigenem Grafik-RAM den Arbeitsspeicher nutzen, hat er - anders als bei Spiele-PCs mit einer dedizierten Grafikkarte - auch im GPU-Limit einen recht großen Einfluss auf die Framerate. Wir testen im Folgenden, wie gut sich die beiden Raven-Ridge-APUs übertakten lassen und welche Leistungsvorteile die verschiedenen Maßnahmen einzeln und in der Summe bewirken.

Ryzen-Prozessorkerne übertakten

Unsere beiden Raven-Ridge-APUs betreiben wir mit dem 2 × 8 GiByte fassenden RAM-Kit G.Skill Trident Z RGB (F4-3200C14D-16GTZRX) und einer Fractal Design Celsius S36 auf einem Asus Prime X470-Pro. Diese Komponenten sind bewusst etwas überdimensioniert gewählt, um die Limits der beiden AMD-Chips gut austesten zu können. * Limit für Single-Rank, DDR4-2666 für Dual-Rank<br>
** Nicht im Einzelverkauf für Endkunden erhältlich * Limit für Single-Rank, DDR4-2666 für Dual-Rank
** Nicht im Einzelverkauf für Endkunden erhältlich

Fünf Spiele, zwei Stufen

Die Praxisleistung überprüfen wir mit fünf Spielen, namentlich Star Wars: Battlefront 2, Kingdom Come: Deliverance, Hellblade: Senua's Sacrifice, Spellforce 3 und Quake Champions. Dabei handelt es sich ganz bewusst um aktuelle und fordernde Titel, welche jedes Quäntchen Rechenleistung benötigen, die unsere Tuning-Maßnahmen bringen sollen. Alle Titel testen wir in zwei Detailstufen, üblicherweise die Voreinstellungen für niedrige und mittlere Details. Lediglich bei Spellforce 3 machen wir mangels Preset eine Ausnahme, testen mit allen Einstellungen auf Minimum und justieren dann folgende Einstellungen:

  • World detail level: Low
  • Texture quality: 3/8
  • Environment map quality: 2/6
  • Terrain quality: 2/5
  • Water reflection quality: 2/6
  • Global shadow resolution: 2/5
  • Point light shadow resolution: 2/5

Als Auflösung nutzen wir Full HD, bei Kingdom Come: Deliverance und Hellblade: Senua's Sacrifice begnügen wir uns allerdings mit 1.600 × 900 Bildpunkten. Ansonsten fällt die Framerate mit dem Ryzen 3 2200G (ohne Tuning-Maßnahmen) mit mittleren Details auf rund 15 Fps ab - das dürfte selbst für leidensfähige Spieler zu stark ruckeln. Mit der reduzierten Pixelmenge wirkt das Bild zwar etwas unruhiger und weniger scharf, dafür fällt die Spielbarkeit deutlich besser aus.

PC Games Hardware PLUS
Jetzt für 0,99 € kaufen
oder Werbefreiheit und Zugriff auf alle PLUS-Artikel (Monatsabo)
Für 4,80 EUR PLUS-Abo abschließen Bitte loggen Sie sich in Ihren PCGH-Community-Account ein, um diesen Artikel kaufen zu können. Alle Angebote für PLUS (Monatsabo, Jahresabo, Upgrades für Werbefrei) finden Sie auf unserer Supporter-Seite
Das finden Sie im Artikel:
  • Tuning-Tipps für Ryzen 3 220G und Ryzen 5 2400G
  • Overclocking: GPU, CPU, RAM, auch in Kombination
  • Spiele-Benchmarks mit SW Battlefront 2, Kingdom Come: Deliverance, Hellblade, Spellforce 3, Quake Champions (niedrige und mittlere Details)
  • Dedizierte Speichermenge für GPU ändern
  • Auswirkungen auf die Bildqualit
  • RAM: Anwendungs-Benchmarks
  • Veränderungen der Leistungsaufnahme
  • Tuning-Effekt aller Maßnahmen
INFO: Sie können PCGH-PLUS-Artikel einzeln kaufen oder ein PLUS-Abo erwerben.
Als PCGH-Digital-Abonnent erhalten Sie kostenfrei Zugriff auf alle PLUS-Artikel.

0
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk