Intel stellt OC-Versicherung Performance Tuning Protection Program ein

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Intel stellt OC-Versicherung Performance Tuning Protection Program ein (1)
Quelle: PC Games Hardware

Intel stellt das Performance Tuning Protection Program ein. Über dies konnten Übertakter die Garantie für ihre CPU weiter wahrnehmen, sollte der Fall eintreten, dass der Prozessor den Dienst quittiert.

Mit Wirkung zum 1. März stellt Intel für Neukunden das Performance Tuning Protection Program ein. Dabei handelte es sich um eine Initiative, die den Garantieschutz gegen eine Gebühr auch auf Prozessoren erweitert, die von Nutzer übertaktet wurden. Sollte beim Übertakten etwas schiefgehen, ersetzte Intel den Chip einmalig. Letzteres ist notwendig, um Missbrauch zu vermeiden. Man konnte bei Intel CPUs versichern, die weit über vierstellige Summen kosten und manchmal übernahmen auch freundliche Händler die Kosten für den Kunden.

Damit ist nun Schluss. Bestandskunden haben weiter Anspruch auf ihre Versicherung, aber es gibt keine neuen Abschlüsse mehr. Laut Intel ist die Nachfrage deutlich gesunken; aber auch der Markt hat sich stark gewandelt. Das Performance Tuning Protection Program wurde erstmals 2012 mit Sandy Bridge angeboten. Prozessoren wie der Core i5-2500K oder die Core i7-Modelle 2600K und 2700K genießen bis heute einen guten Ruf und sind für ihrer OC-Möglichkeiten bekannt. Bald 10 Jahre später sieht die Welt anders aus - Prozessoren sind schon ab Werk stark selektiert und bei Modellen, die schon werkseitig mit um 5 GHz unterwegs sind, ist mit Haushaltsmitteln oft auch nicht mehr nennenswert viel zu holen.

Interessant ist am Rande, dass die OC-Versicherung für den Xeon W-3175X Premium weiterläuft und das sogar ohne Zusatzkosten, was Intel bei rund 3.000 Euro Anschaffungspreis einerseits verschmerzen kann, andererseits grämen den Sachbearbeiter und den Buchhalter solche Fälle wohl besonders.

An den Garantiebestimmungen von Intel ändert sich derweil nichts. Standardmäßig hat der Kunde keinen Anspruch auf die Garantie, wenn er den Prozessor außerhalb der Spezifikationen betrieben hat. Das gilt auch für das hauseigene Übertaktungswerkzeug Extreme Tuning Utility (XTU). Und wohl auch für modifizierte PL1/2/TAU-Werte im BIOS, selbst wenn sie vom Board-Hersteller ab Werk großzügig ausgelegt sind. In der Theorie sollten Bastler also sicherstellen, dass sie ihre CPU innerhalb der Spezifikationen betreiben, wenn auf sie den Garantieanspruch bestehen. Das mag etwas absurd sein, aber das sind auch die Hinweise auf Garantieverlust auf offiziellen Werbematerialien, die explizit neue OC-Möglichkeiten unterstreichen.

Quelle: Intel

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    • Kommentare (21)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von JanJake BIOS-Overclocker(in)
        Wusste davon, aber wer brauch das?

        Wer eine CPU durch OC kaputt bekommt hat andere Sorgen als seine CPU.

        OC ist eh nicht mehr das was es mal war. Es waren schöne Zeiten als man für 200€ eine CPU kaufte und mit OC dann mehr Leistung als die schnellste hatte.

        Man stelle sich heute mal vor, man kauft einen 5800X und ist mit OC über einem 3990X. Undenkbar heute alles.

        Genauso den Müll mit K CPUs den Intel eingeführt hat! Nur damit man mehr Geld scheffeln kann und die Leute denken das eine CPU für OC ist. Dabei ist es vom Chip 1 zu 1 die gleiche CPU. Einen Pentium E2160 konnte man von 1,8Ghz auf über 4Ghz Takten und war schneller als ein E8400. Vom Preis her waren es ~60€ vs 200€+.
      • Von JanJake BIOS-Overclocker(in)
        Wusste davon, aber wer brauch das?

        Wer eine CPU durch OC kaputt bekommt hat andere Sorgen als seine CPU.

        OC ist eh nicht mehr das was es mal war. Es waren schöne Zeiten als man für 200€ eine CPU kaufte und mit OC dann mehr Leistung als die schnellste hatte.

        Man stelle sich heute mal vor, man kauft einen 5800X und ist mit OC über einem 3990X. Undenkbar heute alles.

        Genauso den Müll mit K CPUs den Intel eingeführt hat! Nur damit man mehr Geld scheffeln kann und die Leute denken das eine CPU für OC ist. Dabei ist es vom Chip 1 zu 1 die gleiche CPU. Einen Pentium E2160 konnte man von 1,8Ghz auf über 4Ghz Takten und war schneller als ein E8400. Vom Preis her waren es ~60€ vs 200€+.
      • Von True Monkey Kokü-Junkie (m/w)
        Ja der Sinn von OC ist schon lange verloren gegangen.

        Brachliegende Möglichkeiten einer vermeintlich kleineren billigeren CPU nutzen um die Leistung einer teureren so zu erreichen.
        Die Krönung war dann aus dem Top Modell noch mehr raus zu holen wie überhaupt gedacht war

        Spätestens mit freien Multi und massig teuren Zusatzfunktionen auf den Boards ist die Sache eigentlich schon gestorben gewesen.
        Man hat angefangen Kohle daraus zu scheffeln ......teure Tools, Versicherungen , vorselektierte CPUs zu überzogenen Preisen usw die Liste ist inzwischen riesig

        Und nu .....kein Mensch braucht mehr seine CPU übertakten da Mehrleistung gar nicht benötigt wird und bevor man 400€ investiert um takten zu können bzw das Board kann man gleich das nächst höhere Modell kaufen um die Kohle zu sparen.

        OC macht keinen Sinn so
        verrückte Welt
      • Von T-MAXX Volt-Modder(in)
        Ich denke mal das in der heutigen Zeit die Hardware schnell genug ohne OC ist und OCs kaum noch Sinn machen. Sicher wird der eine oder andere sagen, ja es macht mir persönlich Sinn, aber die Hardware muss ja nicht unbedingt an die Grenzen getrieben werden.

        Heute Abend zocke ich zum ersten Mal Far Cry New Dawn und gestern beim Einstellen konnte ich wieder alles auf Ultra Sets stellen bei 2k.
        Dies alles schafft mein PC ohne OC mit Q9650, 8 GB DDR2 und Titan 6 GB System immer noch erstaunlicherweise perfekt. Ich komme zwar nur auf max 50 FpS, aber es ruckelt und zuckelt nichts.
      • Von gerX7a BIOS-Overclocker(in)
        Ist halt wie bei allen Versicherungen; das ist auch nur ein Produkt, das zum Geldverdienen gedacht ist. Ein Autoversicherer versichert ja nicht aus reiner Nächstenliebe, sondern weil am Ende des Tages ein ordentliches Plus für den Versicherer nach allen notwendigen Begleichungen der Schadensfälle verbleibt. Ist dem nicht mehr so, werden die Vertragskonditionen angepasst/eingeschränkt oder das Produkt wird gar eingestampft.
        Bei PTPP kann man spekulieren ... entweder kaum genutzt, wie von True Monkey impliziert, und das würde ich auch annehmen (sprich der erforderliche Verwaltungs/Abwicklungsaufwand wird sich nicht lohnen für die geringen Zusatzeinnnahmen) oder aber hier haben es einzelne trotz der weitläufig übertaktbaren CPUs geschafft es zu übertreiben und zu viele CPUs geschrottet.
        Ohne konkrete Einsichten in Intels Projektzahlen oder einen Insider wird man diese Frage jedoch nie beantworten können und kann nur den Entfall dieses Produktes zur Kenntnis nehmen, offensichtlich für die Community aber auch kein nennenswerter Verlust und nur deshalb eine News wert, weil es hier um Intel geht.
      • Von MTMnet Software-Overclocker(in)
        Es ist mir erst aufgefallen das es sowas gibt, als ich den "Intel Performance Maximizer" von der Intel Seite heruntergeladen habe.
        Da wird (wurde ?) es stark beworben .
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