Nvidia wird 30, alles Gute: Die Evolution der Geforce-Grafik von 1999 bis heute -Teil 1
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Im Folgenden finden Sie eine Auflistung aller Geforce-Grafikkarten-Serien seit 1999 bis zum heutigen Zeitpunkt in chronologischer Reihenfolge. Als Vertreter-GPU wurde immer das Flaggschiff jeder Generation mit den wichtigsten technischen Daten gewählt, welches als erstes Modell im Zuge einer Geforce-Generation veröffentlicht wurde. Außerdem wird auf einige Innovationen eingegangen, die jede Generation/Architektur mit sich gebracht hatte. Ein zusammenfassendes Video mit einigen der genannten Tech-Demos finden Sie auf dieser Seite.
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Geforce 256
- Release: 11. Oktober 1999
Quelle: Hyins
Geforce 256
- Architektur: Celsius
- GPU: NV10
- Fertigung: 220 nm
- Transistoren: 17 Millionen
- Chipgröße: 111 mm²
- Leistungsaufnahme: k. A.
- Speicher: 32 MiByte SDR (später DDR)
- Takt: 120 MHz
Die Geforce 256 wurde von Nvidia als "weltweit erste GPU" vermarktet und hatte als besonderes Merkmal eine Transform-and-Lighting-Einheit, eine Art Koprozessor, mit der Aufgabe, Berechnungen an der Objektgeometrie von der CPU auf den Grafikprozessor zu verlagern. Im Gegensatz zum NV5 von RIVA bietet die GPU der Geforce 256 die doppelte Anzahl der Render-Pipelines.
Geforce2 GTS
- Release: 26. April 2000
Quelle: PCGH
Geforce2 GTS
- Architektur: Celsius
- GPU: NV15
- Fertigung: 150 nm
- Transistoren: 25 Millionen
- Chipgröße: 81 mm²
- Leistungsaufnahme: k. A.
- Speicher: 32 MiByte DDR
- Takt: 200 MHz
Erstmals wurde mit dieser GPU Echtzeit-Beleuchtung und Beleuchtung pro Pixel in Tech-Demos demonstriert, während gleichzeitig eine signifikant höhere Anzahl an Dreiecken verwendet wurde. Auch legte Nvidia dar, wie sich u. a. mit Cube Environment Mapping realistisches Wetter rendern lässt. Für den Grafikspeicher wurde fortan der Standard Double Data Rate (DDR) verwendet.
Geforce3
- Release: 27. Februar 2001
Quelle: PC Games Hardware
Geforce3
- Architektur: Kelvin
- GPU: NV20
- Fertigung: 150 nm
- Transistoren: 57 Millionen
- Chipgröße: 128 mm²
- Leistungsaufnahme: k. A.
- Speicher: 64 MiByte DDR
- Takt: 200 MHz
Die GPU lieferte Schatteneffekte, die realistische reflektierende Texturen erzeugten, was als komplexe Facial Geometry galt. Erweitert wurde die Architektur mit programmierbaren Pixel- und Vertex-Shadern, Multisample-Anti-Aliasing und verbesserter Gesamteffizienz des Rendering-Prozesses.
Geforce4 Ti 4600
- Release: 6. Februar 2002
Quelle: Hyins
Geforce4 Ti 4600
- Architektur: Kelvin
- GPU: NV25
- Fertigung: 150 nm
- Transistoren: 63 Millionen
- Chipgröße: 142 mm²
- Leistungsaufnahme: k. A.
- Speicher: 128 MiByte DDR
- Takt: 300 MHz
Die Tech-Demo zu diesem Grafikchip zeigte das Rendern von volumetrischem Fell in Echtzeit an einem vollkommen animierten Charaktermodell und zum ersten Mal Hardware-beschleunigtes Anti-Aliasing (Kantenglättung). In dieser GPU-Generation nutzte Nvidia für seine Modelle das MX-Suffix für Mainstream- und Ti für High-End-Modelle.
Geforce FX 5800 Ultra
- Release: 6. März 2003
Quelle: PC Games Hardware
Geforce FX 5800 Ultra
- Architektur: Rankine
- GPU: NV30
- Fertigung: 130 nm
- Transistoren: 125 Millionen
- Chipgröße: 200 mm²
- Leistungsaufnahme: k. A.
- Speicher: 128 MiByte GDDR2
- Takt: 500 MHz
In den Tech-Demos versuchte Nvidia, eine verschwommene Schärfentiefe aufzuzeigen, andere Beleuchtungseffekte, die die GPU hervorbrachte, waren für die damalige Zeit durchaus ansehnlich. Bei dieser Reihe verzichtete Nvidia aus Marketinggründen interessanterweise auf die Nummer 5 im Namen. Die Transistorenanzahl wurde nebenbei verdoppelt, während das Shadermodell 2.0 mit DirectX 9 unterstützt wurde.
Geforce 6800 Ultra
- Release: 14. April 2004
Quelle: PCGH
Geforce 6800 Ultra
- Architektur: Curie
- GPU: NV40
- Fertigung: 130 nm
- Transistoren: 222 Millionen
- Chipgröße: 287 mm²
- Leistungsaufnahme: k. A.
- Speicher: 256 MiByte GDDR3
- Takt: 400 MHz
Die GPU, erstmals mit Shadermodell 3.0 nach DirectX 9.0c, führte in der damals gezeigten Clear-Sailing-Tech-Demo komplexe Vertex- und Fragment-Shader aus, die zuvor noch nie dagewesene Effekte erzeugt haben sollen. Neu waren auch Nvidias PureVideo Postprocessing für Videos sowie das Scalable Link Interface (SLI) für die Zusammenschaltung mehrerer Grafikkarten.
Geforce 7800 GTX
- Release: 22. Juni 2005
Quelle: PC Games Hardware Geforce 7800 GTX
- Architektur: Curie
- GPU: G70
- Fertigung: 110 nm
- Transistoren: 302 Millionen
- Chipgröße: 333 mm²
- Leistungsaufnahme: 86 W
- Speicher: 256 MiByte GDDR3
- Takt: 430 MHz
Zum Zeitpunkt der Präsentation galt die Geforce 7800 GTX als schnellste Grafikkarte am Markt und war früh flächendeckend verfügbar, was ihr gute Bewertungen in der Fachpresse bescherte. Es gab allerdings auch Kritik, etwa an teilweise auftretendem Texturflimmern, hervorgerufen durch die anisotrope Filterung. Es war die letzte High-End-Grafikkarte mit einem Single-Slot-Kühler sowie die Serie mit 20 Modellen einer der umfangreichsten von Nvidia.
Geforce 8800 GTX
- Release: 8. November 2006
Quelle: PC Games Hardware
Geforce 8800 GTX
- Architektur: Tesla
- GPU: G80
- Fertigung: 90 nm
- Transistoren: 681 Millionen
- Chipgröße: 484 mm²
- Leistungsaufnahme: 155 W
- Speicher: 768 MiByte GDDR3
- Takt: 575 MHz
Die Geforce-8-Serie setzte als erste Generation auf das Shadermodell 4.0 mit Pixel-, Geometrie und Vertex-Shader nach DirectX 10. Erstmals wurden 500 Millionen Transistoren überschritten. Die neue Tesla-Architektur repräsentiert zudem Nvidias erste Unified-Shader-Architektur.
Geforce 9800 GTX
- Release: 1. April 2008
Quelle: PC Games Hardware Geforce 9800 GTX
- Architektur: Tesla
- GPU: G92
- Fertigung: 65 nm
- Transistoren: 754 Millionen
- Chipgröße: 324 mm²
- Leistungsaufnahme: 140 W
- Speicher: 512 MiByte GDDR3
- Takt: 675 MHz
Dank geringem Speicherdurchsatz und -größe blieb die 9800 GTX bei speicherintensiven Anwendungen hinter der 8800 GTX zurück. Zudem wurde die Geforce-9-Serie für den OEM-Markt auch als Geforce 100 vermarktet. Die Tesla-Architektur wurde überarbeitet und bot neben Unterstützung für PCI-E-2.0 auch verbesserte Farb- und Z-Komprimierung. OpenGL 3.3, CUDA und PhysX erfuhren ebenfalls Unterstützung.
Geforce GTX 280
- Release: 16. Juni 2008
Quelle: PC Games Hardware
Geforce GTX 280
- Architektur: Tesla 2.0
- GPU: GT200
- Fertigung: 65 nm
- Transistoren: 1,4 Milliarden
- Chipgröße: 576 mm²
- Leistungsaufnahme: 236 W
- Speicher: 1.024 MiByte GDDR3
- Takt: 602 MHz
Die Geforce-200er-Serie hat zwei Meilensteine erreicht. Zum einen kam Nvidia bei der Fertigung des Chips auf über eine Milliarde Transistoren auf einer deutlich größeren Fläche als beim Vorgänger und erreichte erstmals bei einer Einführung einen Gigabyte an Grafikspeicher. Die eigentlich vorangegangene Geforce-100er-Serie erschien ausschließlich für den OEM-Markt und wird hier daher nicht behandelt.
Geforce GTX 480
-
Quelle: PC Games Hardware
Geforce GTX 480
Release: 27. März 2010 - Architektur: Fermi
- GPU: GF100
- Fertigung: 40 nm
- Transistoren: 3,04 Milliarden
- Chipgröße: 526 mm²
- Leistungsaufnahme: 250 W
- Speicher: 1,5 GiByte GDDR5
- Takt: 700 MHz
Die GPU unterstützt das Shadermodell 5.0 nach DirectX 11 und flächendeckend wurde GDDR5-Speicher verbaut. Einen besonderen Bekanntheitsgrad soll die GPU durch die hohen Temperaturen von bis 97 Grad Celsius erreicht haben. Außerdem wurde das erste Mal Tessellation verwendet, um komplexe Szenen und Charaktere mit einem hohen Anteil an Dreiecken zu erschaffen.

Aber da Nvidia durch ihre absurd gierige Preisgestaltung derzeit dem PC-Gaming als Eigenbereich meines Erachtens sehr schadet, werde ich das definitiv nicht tun. Ich kenne immer mehr PC-Gamer, die aufgrund der hohen Preise zur Konsole gewechselt sind oder dies zumindest ernsthaft in Betracht ziehen.
Aus unternehmerischer Sicht alles richtig gemacht.
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Technisch gibt es auch wenig zu beanstanden.
Etwas mehr ernsthafte Konkurrenz auf Augenhöhe würde den technischen Fortschritt noch etwas beschleunigen.
Evtl. das Melken ein "wenig" reduzieren.
Danke für die schöne Zeit!