[04/04/2025] Retro-Konsolen finde ich … eigentlich ganz cool. Wer schwelgt schon nicht gern in Nostalgie? Allerdings hat die eben auch so ihre Tücken und daran ist bei mir bislang noch jede Retro-Konsole gescheitert: Man hat die Spiele häufig anders – besser, hübscher, unterhaltsamer und zumeist vor allen Dingen besser bedienbar – in Erinnerung. Dann daddelt man vielleicht ein wenig, ist aber doch irgendwie "low-key" enttäuscht. Und dann landet das Ding über kurz oder lang doch wieder in der Ecke, liegt unnütz in der Gegend rum und verstaubt.
Außerdem gibt es ja auch noch Emulatoren. Wenn ich wirklich mal ein altes Spiel zocken möchte, weiche ich im Regelfall darauf aus. Abseits des OG Gameboys und ein paar weiteren Handhelds habe ich außerdem in meiner Jugend kaum Konsole gezockt – sondern "Heimcomputer". Erst C64, dann ein wenig Amiga, darauf Anfang der 1990er PC. Meine "Jugendspielkonsole" ist also vielmehr der PC und das DOS-Command-Prompt. Und die Games zocke ich noch heute auf dem PC. Selbst alle meine damaligen Freunde (sind sie im Übrigen heute noch) hatten PCs. Ich habe nur sehr selten mal irgendwo bei Bekannten oder Kumpels am NES, Megadrive oder SNES gedaddelt. Was soll ich also mit einer Retro-Konsole? Ich installiere einfach DosBox oder nutze ScummVM und Co. (Philipp Reuther)