PCGH-Retro: Vorhang auf für den Pentium II
Jeden Tag wagt PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers. Heute: Was geschah am 7. Mai?
Quelle: (Bild: electronetwork.org)
Der Pentium II im Slot 1 samt Kühlkörper - lange blieb uns dieses System nicht erhalten. Dennoch setzte auch AMD für die ersten Athlon-Modelle auf ein ähnliches Konzept namens Slot A. (Bild: electronetwork.org)
...1997: Den 586er-Prozessor werbewirksam "Pentium" zu nennen hatte sich für Intel ausgezahlt - die Marke ist so bekannt wie keine zweite in der Computerwelt. Grund genug, beim Nachfolger dabei zu bleiben: Der neue Prozessor, den Intel an diesem 7. Mai vorstellt, heißt schlicht Pentium II. Der Klamath-Kern basiert technisch weitgehend auf dem Pentium Pro, beherrscht im Gegensatz zu diesem aber die MMX-Befehle und holt sich den L2-Cache vom Mainboard direkt auf die Platine. Diese wiederum steckt in einem klobigen Gehäuse namens SECC und das Ganze findet nicht auf einem Sockel, sondern in einem Slot Platz, den Intel einfach Slot 1 nennt - ein System, das allerdings mit späteren Pentium-III-Modellen wieder zugunsten eines konventionellen Sockels abgeschafft wird. Die ersten Pentium-II-Modelle laufen mit 233 bis 300 MHz und einem FSB-Takt von 66 MHz, was vorerst genug ist, um sich vom Vorgänger und AMDs K6-Prozessoren abzusetzen. Und so wird auch der PII zum Erfolg - und Intel wird auch weitere Prozessorgenerationen mit dem klangvollen "Pentium"-Namen schmücken.
