Was passierte heute im Jahre ...?
Jeden Tag wagt PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers. Heute: Was geschah am 29. April?
Quelle: Bild: homepage.mac.com
Der C64 mit Monitor und Laufwerk, auch als "Brotkasten" bekannt (Bild: homepage.mac.com)
...1994: Jeder kennt den C64: Der erfolgreichste Heimrechner der Computergeschichte wurde weit über 20 Millionen Mal verkauft, so mancher hat erste Computererfahrungen mit dem "Brotkasten" gesammelt. Und jeder kennt den Amiga 500, in den späten Achtzigern die ultimative Spielemaschine. Commodore, der Hersteller dieser beiden Klassiker, dominierte jahrelang den Markt für Heimcomputer wie kein anderer.
Commodore wurde 1954 von Jack Tramiel gegründet und stellte zunächst Schreibmaschinen her, schwenkte jedoch bald auf Addiermaschinen, dann auf Taschenrechner und schließlich auf Heimcomputer um. Nach dem Erfolg mit den günstigen Modellen VC20 und C64 versuchte sich Commodore auch an IBM-kompatiblen PCs - langfristig jedoch nicht sehr erfolgreich. Chaotisches Management, einige gefloppte Produkte und der alles verdrängende PC trieben die Firma schließlich in den Ruin, der an diesem Tag besiegelt wird: Am 29. April 1994 meldet Commodore Insolvenz an. Der Name lebt weiter, geht durch die Hände von Escom und anderer Firmen, um schließlich als Marke für teure Spieler-PCs aufzuerstehen - doch mit der alten Firma Commodore, dem C64-Erfinder, hat dieses neue Unternehmen nicht mehr viel gemein.
