385 Terabyte gerettet: Riesiges Retro-Archiv dank Community vollständig gesichert
Ein riesiges Retrospiele-Archiv stand kurz vor dem Aus und konnte in letzter Minute von der Community gesichert werden. Die Plattform Myrient beheimatete fast 400 TB Spielmaterial. Nun seien alle Inhalte erfolgreich gesichert worden.
Ein rund 385 TB großes Spielearchiv wurde vollständig gesichert und validiert - und das in erstaunlich kurzer Zeit. Hintergrund war die drohende Abschaltung der Plattform Myrient, die aufgrund steigender Kosten für Infrastruktur und Betrieb unter Druck geraten war. Die Plattform existierte bereits seit den späten 2010er-Jahren und sollte Ende März abgestellt werden. Auslöser waren unter anderem die stark gestiegenen Preise für RAM, SSDs und Festplatten durch die stetig wachsende Nachfrage nach Speicherlösungen aus dem KI-Sektor.
Community rettet digitales Kulturgut
Um einen möglichen Datenverlust zu verhindern, organisierten sich zahlreiche Unterstützer weltweit und begannen, die Inhalte systematisch herunterzuladen und zu überprüfen. Nun sei das gesamte Archiv erfolgreich gesichert worden, während parallel bereits neue Verteilungswege vorbereitet werden sollen. Das Archiv umfasst zahlreiche Titel aus verschiedenen Epochen, darunter Spiele und Programme für Systeme wie MS-DOS oder den Atari ST. In der koordinierten Aktion "Save Myrient" wurden nicht nur die Daten kopiert, sondern auch deren Integrität geprüft. Damit soll es sich um eine der größten bekannten Sicherungsaktionen im Bereich Retro-Software handeln.
KI-Boom als indirekter Auslöser
Um die langfristige Verfügbarkeit zu gewährleisten, sollen sogenannte Torrents erstellt worden sein, die eine dezentrale Verteilung ermöglichen. Mit diesem Ansatz soll das Archiv nicht mehr von einer einzelnen Plattform abhängig sein. Titel wie Doom, Prince of Persia oder Commander Keen, die Myrient beheimatete, sind heute kaum noch offiziell verfügbar und würden ohne solche Initiativen schlicht verschwinden. Dies ist ein weiteres bedauerliches Beispiel dafür, welche negativen Auswirkungen die steigenden Hardwarepreise für Privatkunden und kleine Unternehmen haben.
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Quelle: via Tom's Hardware

Das Bild zeigt ganz klar: Giana Sisters
@PCGH: Manche Dateien kommen mir viel zu riesig vor, nicht das sich hinter dem ein oder anderen ein Virus oder ähnliches versteckt
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