Geplante Verschärfung des Jugendschutzgesetzes liegt auf Eis
Bundesfamilienministerien Ursula von der Leyen bestätigte gegenüber der Bild-Zeitung, dass die geplante Verschärfung des aktuellen Jugendschutzgesetztes zunächst vom Tisch sei. Ganz gestorben ist das Thema verschärfter Jugendschutz jedoch noch nicht, da Frau von der Leyen das Gesetzt in seiner derzeitigen Form für "zu lasch" hält und im November daher erneute Beratungen dazu stattfinden sollen.
Grund für die unerwartete Wende ist offenbar der momentan heftig diskutierte Vorschlag Kinder als Testkäufer für nicht jugendfreie Produkte, was auch Computer- und Videospiele mit einschließt. Dieser stößt bei einigen Politikern und Einrichtungen wie dem Deutschen Kinderschutzbund derzeit jedoch auf wenig Gegenliebe. Zum Beispiel bezeichnete die jugendpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Miriam Gruss, das Vorhaben als "blinden Aktionismus".
