Die PC-Ära geht zu Ende, glaubt IBM

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Die Geburt des PCs, das geschah am 12. August vor 30 Jahren. IBM führt das Modell 5150 ein, den ersten Personal Computer. Heute glaubt IBM jedoch nicht mehr daran, dass die PC-Ära vorbei ist.

Seine Technik ist nicht neu, sein Konzept auch nicht. Und doch wird jenes Produkt, das am 12. August 1981 auf den Markt kommt, zur erfolgreichsten Computerplattform der Geschichte: IBM führt das Modell 5150 ein, den ersten Personal Computer. Bis zu diesem Tag ist IBM vor allem für Büromaschinen und Großrechenanlagen bekannt, den Markt für "kleinere" Computer hat der Riese bislang weitgehend ignoriert und Konkurrenten wie Apple, Commodore oder Atari überlassen. Doch die "persönlichen" Rechner sind mittlerweile ein Trend, den man auch bei IBM nicht übersieht; mit dem Modell 5100 und dem System/23 hatte man erstmals einen Fuß in diesen wachsenden Markt der Mikrocomputer gesetzt, doch waren diese nicht für Privatkunden bestimmt. Anders der 5150, der neben Büros auch private Haushalte erobern soll - und das gelingt: Statt der geplanten 500.000 werden in den ersten drei Jahren zwei Millionen Stück abgesetzt und die bald aufkommenden Nachbauten vergrößern den Markt weiter, sodass der "IBM-kompatible" PC zur dominierenden Plattform wird.

Dabei sind diese Rechner nicht gerade fortschrittlich; statt wie sonst selbstentwickelte Komponenten und ein eigenes Betriebssystem zu verwenden, kaufte IBM für das Modell 5150 erstmals Teile bei anderen Herstellern ein, um den ambitionierten Entwicklungszeitplan einzuhalten - dank Intel-Prozessor 8088 mit 4,77 MHz und dem Microsoft-Betriebssystem MS-DOS war der PC nach nur einem Jahr marktreif. Doch diese Zulieferer sind es, die am stärksten vom Erfolg profitieren, denn sie arbeiten auch mit der Konkurrenz zusammen, die millionenfach PC-Klone verkauft; IBM selbst hingegen verliert bald die Kontrolle über die eigene Plattform und verkauft die verlustreiche PC-Sparte im Jahr 2005 an den chinesischen Hersteller Lenovo. Die PC-Architektur jedoch wächst und gedeiht weiter - auch ohne ihren Erfinder.

Heute sieht das anders aus: Einer der Mitentwickler der Modell 5150, Dr. Mark Dean, hat diese Aussage im Hinblick auf die sich ändernden Ansprüche an einen Computer getätigt. Smartphones und Tablets basieren zwar auf der gleichen Technik wie ein PC, die Eingabemethoden haben sich jedoch drastisch geändert. Die meisten Anwender würden Informationen heutzutage mit Touchscreens und Sprachbefehlen abrufen - dem entgegen steht die klassische PC-Eingabe via Maus und Tastatur. Der IBM-Entwickler betont jedoch, dass keine spezielle Geräteklasse wie eben Smartphones oder PCs am Ende der PC-Ära schuld seien, sondern die Innovationen in neue Geräte einfließen; PCs seien für diese Änderungen nicht geeignet.

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