Der Fall Volari - Aufstieg und Niedergang von XGI (PCGH-Retro, 15. September)
Der Fall Volari - das geschah am 15. September. Jeden Tag wagt PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.
...2003: Mit großen Worten tritt die junge Firma XGI an: Bis zum Jahre 2007 wolle man weltweiter Marktführer auf dem Gebiet der Grafikchips sein und somit Nvidia und Ati hinter sich lassen. Das Unternehmen hatte sich erst vor wenigen Monaten aus der ehemaligen Grafiksparte des Chipherstellers SiS entwickelt und kurz darauf den traditionsreichen, aber im 3D-Zeitalter in die Bedeutungslosigkeit versunkenen Grafikchiphersteller Trident übernommen. Die ersten Produkte der Firma werden am 15. September 2003 angekündigt, die Grafikkarten der XGI-Volari-Serie. Gleich mehrere Modelle stehen zum Start bereit: Für das High-End-Segment tritt die DX9-fähige Volari V8 an, die auch als V8 Duo mit gleich zwei GPUs zu haben ist und auf dem SiS-Design Xabre II basiert, darunter rangiert die technisch verwandte Volari V5; den Einsteigermarkt bedient die V3, die nur Direct X 8.1 beherrscht und vom alten Trident-Team stammt. Doch sie alle überzeugen nicht: Die Performance ist mäßig, die Treiber sind unausgereift und vielerorts gibt es die Karten gar nicht erst zu kaufen. Die Volari-Reihe wird zum Flop, geplante Nachfolger kommen nicht mehr heraus; im März 2006 übernimmt Ati einen Teil von XGI, der Rest des Unternehmens konzentriert sich auf den Embedded-Markt. Vom Ziel der Marktführerschafft hat man sich längst verabschiedet.

Aber uff .. das is gefühlt schon echt lange her ..
Damals hätte ich noch gesagt: lieber SGI als XGI.
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