Retro-Wunder: Ingenieur schrumpft Atari auf Briefmarkengröße
Einem polnischen Ingenieur ist gelungen, was in den 1970ern und 1980ern noch als Science-Fiction gegolten hätte. Mit dem "AtarinoPico" schrumpfte er einen 8-Bit-Heimcomputer zu einem Atari-FPGA, welches die Größe einer Briefmarke besitzt.
Dem polnischen Ingenieur Piotr "Osa" Ostapowicz ist jetzt gelungen, was in den 1970ern und 1980ern noch als Science-Fiction gegolten hätte. Mit dem "AtarinoPico", einem Atari-FPGA ("Field Programmable Gate Array"), schrumpfte der Entwickler einen 8-Bit-Heimcomputer auf Briefmarkengröße. Der Systemprozessor samt Grafikchips, Soundhardware und Speicherregler passen auf ein winziges Modul, dessen PCB lediglich 20 × 15 mm misst und die Atari XL/XE-Architektur zu 100 Prozent vorlagengerecht nachbilden kann. Eine Emulation findet nicht statt.
Quelle: Piotr "Osa" Ostapowicz
Während der MOS Technology 6502, welcher in den 1979 erschienenen Atari 400 und 800 als Hauptprozessor diente, ursprünglich mit 1,79 MHz auskommen musste, bildet der integrierter Schaltkreis ("IC") für Digitaltechnik, das sogenannte FPGA, den Chip originalgetreu nach, kann jedoch auf bis zu 31 MHz zurückgreifen. Dank seines leistungsstarken Grafik-Koprozessors werden neben VGA mit 60 Hz auch hochauflösende Bildausgaben in 4K/UHD über HDMI ermöglicht.
Was der Miniatur-Atari, der neben dem 6502C-Prozessor, auch einen ANTIC, GTIA, POKEY, den Speicher, Video- und Audioregler auf einer logischen Ebene mit physischer Genauigkeit nachbildet und mit einen speziell für den "AtarinoPico" entwickelten TMDS-Encoder kombiniert, zu leisten imstande ist, zeigt die folgende Demo.
Das Atari-FPGA kann nicht nur sämtliche Originalsoftware ausführen, sondern ist auch mit den originalen Peripheriegeräten kompatibel. Das System ist modular und sehr anpassungsfähig: Es lässt sich in kundenspezifische Tastaturen, miniaturisierte Gehäuse und PCBs integrieren und optional mit Wi-Fi und LAN erweitern.
Die Entwicklung des Projekts geht weiter, wobei Piotr Ostapowicz momentan die POKEY-Soundchip-Emulation verfeinert, um dem asynchronen Verhalten des Originals zu entsprechen. Er arbeitet auch an der Vereinfachung der Entwicklerwerkzeuge für Anwender, wobei die Umgebung bereits jetzt mit CC65 und Visual Studio Code kompatibel ist. Der Atari-FPGA soll schon bald verfügbar gemacht werden.
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Quelle: Ars Technica


Jezt !

Jezt gerne noch Amiga und C64 und das dann irgendwie zusammen....
Haben will!
Liebe Grüße
Sven
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