Mehr als 40 Jahre später: FPGA‑Nachbau bringt Apples historische Lisa zurück
Apples Lisa aus den 80er-Jahren war ihrer Zeit voraus, blieb trotzdem wirtschaftlich erfolglos. Jetzt erlebt der GUI-Rechner ein Comeback: Ein Entwickler hat das System mithilfe moderner FPGA-Technik neu aufgebaut.
Apple scheiterte mit Lisa einst spektakulär und schrieb trotzdem Computergeschichte: Der 1983 veröffentlichte Rechner gilt als erster kommerzieller Computer mit grafischer Benutzeroberfläche und Maussteuerung. Mehr als 40 Jahre später hat ein Technik-Enthusiast Apples Lisa mithilfe moderner FPGA-Hardware nahezu originalgetreu, mit einigen Verbesserungen, nachgebaut.
Hinter dem Projekt steckt Youtuber Alex Anderson-McLeod. Sein LisaFPGA setzt auf ein modernes Artix‑7‑FPGA. Statt alter Röhrenmonitore gibt es HDMI-Ausgabe, Diskettenimages laufen über SD-Karten und USB‑Anschlüsse ersetzen viele der historischen Schnittstellen. Gleichzeitig soll aber die Kompatibilität zur ursprünglichen Lisa-Architektur erhalten bleiben.
Moderne Technik trifft auf Apple-Geschichte
Die FPGA-Lisa soll deutlich schneller arbeiten können als das Original: Während Apples traditionsreiche Lisa lediglich mit einem Motorola-68.000-Prozessor bei 5 MHz lief, integriert der Nachbau mehrere zuschaltbare Beschleunigungsmodi. Laut einem Bericht von Tom's Hardware soll das System damit Geschwindigkeiten erreichen, die einem Takt von bis zu 75 MHz entsprechen. Auch serielle Anschlüsse und alte Laufwerke ließen sich weiter nutzen.
Open Source geplant
Aktuell befindet sich das Projekt bereits bei Version 2. Eine weitere Überarbeitung ist laut Entwickler schon in Planung. Die komplette Plattform soll später als Open-Source-Projekt auf Github veröffentlicht werden. Gleichzeitig denkt Anderson-McLeod offenbar darüber nach, die FPGA-Lisa in kleiner Stückzahl anzubieten. Vorgestellt werden soll das System unter anderem auf dem "Vintage Computer Festival Southwest". Trotz ihres kommerziellen Misserfolgs gilt die originale Lisa von Apple als wichtiger Meilenstein der Computergeschichte. Erst der deutlich günstigere Macintosh machte Apples GUI‑Konzept später massentauglich.
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Quelle: AlexElectronics auf Youtube via Tom's Hardware

Und immerhin gab es auch SCO Xenix für die Lisa!