Gamercard: Neffe von Clive Sinclair bringt kompakte Retro-Konsole auf den Markt
Grant Sinclair, der Neffe des Computer-Pioniers Sir Clive Sinclair, bringt mit der Gamercard eine eigene, besonders flache Retro-Konsole auf den Markt. Mit dem Erbe der damaligen Technik hat diese aber nichts zu tun.
Retro-Spiele und Retro-Konsolen erfreuen sich seit Langem großer Beliebtheit. Passend dazu drängen immer wieder neue Produkte auf den Markt, die entweder alte Geräte nachbilden oder sich an einem neuen Ansatz versuchen, um Retro-Titel zu den Nutzern zu bringen. Zu letzteren zählt die am Mittwoch angekündigte Gamercard. Dabei handelt es sich um einen kompakten Handheld von Grant Sinclair, der sich vor allem für das Spiel von Retro-Titeln eignen soll.
Flach und programmierbar
Der Name Sinclair ist dabei kein Zufall. Grant Sinclair hebt in der Ankündigung explizit hervor, dass er der Neffe von Sir Clive Sinclair ist, der mit seinem Unternehmen für die Entwicklung legendärer Computer wie des ZX Spectrum verantwortlich war. Mit der damaligen Technik hat die Gamercard aber nichts gemeinsam. Stattdessen handelt es sich um vergleichsweise neue Hardware: Die Rede ist von einem Raspberry Pi Zero mit 128 GiB Speicher und einem 1.600 mAh-Akku. Gespielt wird an einem 4"-Display mit IPS-Panel hinter Saphirglas, das 720×720 Pixel mit 60 Fps darstellen kann.
Quelle: Grant Sinclair
Verschiedene Ansichten der Grant Sinclair Gamercard.
Grant Sinclair spricht zwar davon, dass die Gamercard die Größe einer Geschenkkarte haben soll. Mit 128 x 88 mm Grundfläche ist die Retro-Konsole aber doch etwas ausladender. Immerhin: Die geringe Dicke von 6,5 mm und das Gewicht von nur 100 g machen das Gerät tatsächlich recht kompakt. Möglich wird das unter anderem durch ein fehlendes Gehäuse - die Platine bildet die Außenwand.
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Das Gerät wird angeblich wie ein normales Raspberry Pi programmierbar sein, es dürfte sich damit als Emulator für zahlreiche Retro-Spiele eignen. Mit Bloo Kid 2 und Astroblaze DX sind zudem zwei kostenpflichtige Spiele enthalten, die ursprünglich für die Nintendo Switch entwickelt wurden. Gespielt wird dabei über zwei D-Pads hinter Silikonabdeckungen. Der geringen Bauhöhe kommt das zwar zugute, je nach Umsetzung könnte aber das Spielgefühl unter der fehlenden Erhebung der einzelnen Tasten leiden. Zudem müssen interessierte Kunden für die Gamercard recht tief in die Tasche greifen: Sie wird für 125 britische Pfund - umgerechnet rund 145 Euro - angeboten.
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Quelle: Grant Sinclair (Produktseite, Ankündigung auf Linkedin) via Tom's Hardware
