Atari VCS: Retro-Gaming-Konsole ohne Hardware und Software?
Das beauftragte Unternehmen Tin Giant wird die Neuauflage der Atari VCS doch nicht entwickeln, weil unter anderem Zahlungen ausgeblieben sind. Der zuständige Projektleiter ist von Bord gegangen, der Marktstart immer noch für das kommende Jahr anvisiert. Alle bisher gezeigten Prototypen waren lediglich Mock-Ups.
Unter dem Auftrag von Atari sollte die Firma Tin Giant eigentlich die Retro-Gaming-Konsole Atari VCS entwickeln. Im Interview mit dem Magazin The Register hat Projektleiter Rob Wyatt verraten, dass er die Arbeiten an der Konsole eingestellt hat. Seit einem halben Jahr habe er kein Geld mehr von Atari bekommen. Noch im letzten Jahr konnte Atari via Crowdfunding gut drei Millionen US-Dollar einnehmen, um die Entwicklung sicherzustellen.
Vorbestellungen und eine Luftnummer?
Seit dem 30. Mai 2018 können Interessenten die Atari VCS zum Preis von 199 US-Dollar vorbestellen. Es war geplant, die Konsole im Frühjahr 2019 auszuliefern. Um die Retro-Konsole mit einem AMD Ryzen zu betreiben, hatte Atari angekündigt, den Marktstart auf 2020 zu verschieben. Wie im Interview deutlich wird, waren alle bisher gezeigten Prototypen lediglich Mock-Ups ohne funktionierende Hardware. Ob die Atari VCS noch tatsächlich das Licht der Welt erblickt, ist offen. Ohne Ingenieure, die sich um die Hardware kümmern, wird ein Marktstart jedoch schwierig werden. Atari selbst existiert bereits seit dem Jahr 1996 nicht mehr in der ursprünglichen Form. Nach Besitzerwechseln ist es nur noch ein kleines Unternehmen, welches lediglich die Rechte am Markennamen erworben hat und diesen weiter lizenziert. Seit dem Jahr 2018 betreibt man eine Kooperation mit Animoca Brands, einer Wagniskapitalgesellschaft aus Hongkong.
Das aktuelle Atari bezahlt keine Spieleentwickler, sodass es fragwürdig erscheint, wer denn überhaupt die Spiele für die Atari VCS liefern soll. Angekündigt ist, dass mehr als 100 klassische Spiele auf der Atari VCS spielbar sein sollen. Aktuell gibt es etwa 15.000 Vorbestellungen der Retro-Gaming-Konsole und somit eine kleine Nutzerbasis für die Retro-Konsole, die auf Linux als Betriebssystem setzt. Zurzeit spricht Atari von einem Marktstart im Jahr 2020.
Ebenfalls lesenswert: Atari VCS: Hardware-Update mit Ryzen statt Excavator [Update]
Fakten zur Atari VCS:
- Im Jahr 2017 wurden Pläne zu einer neuen Retro-Gaming-Konsole unter dem Namen Atari VCS bekannt. Das Crowdfunding-Kampagne verlief erfolgreich, sodass man gut drei Millionen US-Dollar einnehmen konnte.
- Ursprünglich sollte die Atari VCS bereits im Frühjahr 2019 ausgeliefert werden. Nach einem Wechsel bei der geplanten Hardware, verkündete Atari, dass man im Jahr 2020 die Atari VCS ausliefern möchte.
- Der Projektleiter für die Hardware hat aber mittlerweile die Arbeit eingestellt.
- Aktuell gibt es 15.000 Vorbestellung für die Atari VCS.
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Quellen: Atari, Indiegogo, The Register, Venturebeat, Wikipedia

Sonst lese ich im Internet nur die Süddeutsche Zeitung, die ist noch einmal informativer. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die absolute Mehrheit der Leser auf pcgh.de keine längeren und tieferen Texte versteht.
Zum Teil - und gefühlt vermehrt - werden wir Akademiker und andere Qualifizierte für dumm verkauft. Gemessen an diesem Trend ist dieser Artikel „überdurchschnittlich informativ“. Und deshalb der Falsche, wenn man hier Kritik anbringen möchte.
Ich hoffe, durch meine kurzen Sätze ist meine Botschaft klarer geworden, wenngleich ich nun etwas betrunken bin.
was ich mir von euch an journalistischer leistung bei einem solchen artikel wünschen würde:
1. wer/was genau ist atari jetzt?
2. welche rechtlichen folgen hat das ganze?
Menschliche Idiotie. Da fällt es schwer Mitleid mit den Geprellten zu haben, die sich das ganze Chaos jetzt hilflos geben müssen.
Vermute ich mal, sonst wäre so eine Konsole ja unsinnig.
Seit dem hat die Begeisterung NIE nach gelassen, ganz im Gegenteil ...
MfG, Föhn.
Mein erstes eigenes Spiel war Pac Man.