Neue Ryzen-Notebooks von Dell und HP - Auswahl im Vergleich zu Intel weiter gering
Sowohl HP als auch Dell haben eine Reihe neuer Notebooks veröffentlicht beziehungsweise in Arbeit, die von einer Ryzen-APU angetrieben werden. Trotzdem nimmt sich die Zahl der erhältlichen Ryzen-Notebooks noch vergleichsweise klein aus. Intels Gegenstück kommt ungleich häufiger zum Einsatz.
Dell hatte erst kürzlich verkündet, dass man trotz Ryzen kein neues AMD-Intel-Duopol erwartet. Trotzdem haben die Amerikaner nun vier neue Laptops mit Ryzen-Prozessor veröffentlicht. Sie werden als Inspiron 17 5000 geführt und basieren allesamt auf der gleichen Basis. Interessenten können dabei zwischen einem Ryzen 3 2200U und Ryzen 5 2500 U wählen, wobei die Modelle jeweils in ihrer RAM- und Speicherausstattung variieren.
Ansonsten bieten die Klapprechner allesamt einen 17,3-Zoll-Schirm mit Full HD-Auflösung, zweimal USB 3.1 (Gen1), je einmal USB 2.0 und HDMI 1.4b sowie einen SD-Kartenleser.
Das Einsteigermodell mit dem Ryzen 3 2200U fährt 8 GiByte DDR4-2400 und eine 1 Terabyte große Festplatte mit 5.400 Umdrehungen pro Minute auf. Der Kostenpunkt beläuft sich auf 679,99 US-Dollar. Die gleiche APU paart Dell auch mit 12 GiByte RAM (4+8) und identischer Festplatte für 729,99 US-Dollar.
Den Ryzen 5 2500 U wiederum gibt es für 899 und 999 US-Dollar. Bei Versionen bieten 16 GiByte DDR4-2400 und eine zwei Terabyte große Festplatte (5.400 U/min). Beide Rechner unterschieden sich lediglich hinsichtlich der Garantieausstattung. Wer eine SSD sucht, muss sich jedoch anderweitig umsehen.
Auch HP hat Ryzen offenbar für sich entdeckt. Gefunden wurden die Modelle von Reddit-Nutzer Wiidesire, der HPs Support-Datenbank mit ihren tausenden Einträgen durchforstet hat. Insgesamt machte er 68 Versionen aus, die auf drei Modellen der EliteBook-700-G5-Familie basieren.
Die zahllosen Versionen erklären sich dadurch, dass man die Laptops offenbar relativ frei konfigurieren kann. So lassen sich alle drei jeweils mit einem Ryzen 3 2300U, Ryzen 5 2500U und Ryzen 7 2700U bestücken, auch beim RAM haben die Nutzer die Wahl und können zwischen vier, acht und 16 GiByte wählen. Die SSD-Kapazität ist jedoch modellabhängig. Das HP 735 G5 mit 13 Zoll großem Schirm kann man laut Datenbank mit 120, 256 und 512 Gigabyte kombinieren, das mit einem 14-Zoll-Monitor bestückte HP 745 G5 lässt 128, 256 und 512 GByte zu - das HP 755 G5 (15 Zoll) immerhin noch 256 und 512 GB.
Ausführliche Details zu den Notebooks liegen nicht vor, da HP sie noch nicht offiziell angekündigt, geschweige denn veröffentlicht hat.
Auch wenn Raven Ridge nun langsam Fahrt aufzunehmen scheint, ist eine breitere Veröffentlichung mehr als überfällig. So listet unser Preisvergleich aktuell nur 15 entsprechende Laptops. Intels Gegenstück, Kaby Lake-R, wiederum ist schon 576-mal vertreten. AMD wird sich also ranhalten müssen, wenn sie ein größeres Stück als bisher vom Kuchen abhaben wollen. Technisch sind die Chips jedenfalls konkurrenzfähig.
Quelle: Dell, Techpowerup, Reddit

Wäre wohl interessant zu erfahren was für die Hersteller dabei herausspringt, zumal sie mit den Quali-Mängeln bei AMD Produkten ja auch ihren eigenen Namen beschmutzen.
Außerder hat AMD schon sehr lange viele Anhänger und ich würde behaupten dass das für einige schon ein Kaufgrund ist. Daher gibt es ja quasi eine Marktlücke in dem Segment.
Das Thunderbolt wäre eben schön wenn man tatsächlich mal ne exterene GPU dranhängen will und das könnte man sicher auch über extra-Chips verbauen.
Ich selbst hatte den ASUS ROG auch ne ganze Weile auf dem Schirm, aber auch bei dem fehlen einige recht interessante Features (in meinem Fall z.B. TB). Außerdem ist auch dieser nicht so recht mit einem INTEL Pendant gleichzusetzen.
BTT: Ich hoffe es entschließen sich noch weitere Hersteller AMD ins Portfolio aufzunehmen und ich würde mir wünschen dass auch mal (mind.) ein Barebone-Hersteller wie Clevo mit einsteigt.
Fehlendes Thunderbolt ist klar, aber schlechtere Ausstattung bei RAM, HDD/SSD, Netzwerkchips, Akku, TDP... lassen Vorsatz vermuten. Leider kann AMD so gut wie nichts dagegen tun, dafür ist ihre Marktposition zu schwach.
Auch HDMI 2.0 sollte so langsam mal Mode werden. Und wie sieht's aus mit USB 3.1 Gen 2 (USB-C)?
Na wenn man da keine Lunte riecht
Fehlt nur noch dass es Full-HD TN Panels sind