Leak zu AMD Ryzen 7000: Koexistenz mit Ryzen 5000, X3D-Varianten bestätigt [Gerücht]

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AMD Ryzen 7000: Koexistenz mit Ryzen 5000, X3D-Varianten bestätigt
Quelle: PCGH

Laut einer geleakten Roadmap sollen die Ryzen-7000-CPUs noch mindestens bis Ende 2023 durch ihre Vorgängergeneration ergänzt werden. Zudem will AMD die neuen Prozessoren offenbar wieder um Varianten mit X3D-Cache ergänzen.

Mit den Ryzen-7000-Prozessoren hat AMD eigentlich gerade erst eine neue CPU-Generation vorgestellt, die deutlich schneller und moderner ist als die bisherigen Ryzen-5000-CPUs. Das alte Portfolio soll aber offenbar nur teilweise durch die neuen Modelle abgelöst werden: Laut einer geleakten Roadmap plant AMD eine lange Koexistenz der beiden CPU-Familien. Außerdem wurden kommende Varianten mit X3D-Cache erneut bestätigt.

Langer Wechsel und X3D-Bestätigung

Als Grundlage für diese Annahme dienen Fotos, die offenbar von einer AMD-Präsentation stammen. Zuerst hat der Twitter-Nutzer @beson60843128 eine schräge Aufnahme von AMDs Roadmap veröffentlicht. Anschließend legte der Twitter-Nutzer @sebuahsarang ein Foto derselben Roadmap nach, das diese aus einem besseren Blickwinkel zeigt.

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Laut der abgebildeten Präsentationsfolie will AMD mit den Ryzen-7000-Prozessoren vorerst nur das obere Segment im Desktop-Markt besetzen. Die Ryzen-5000-Prozessoren sollen demnach noch mindestens bis Ende 2023 angeboten werden. Ob es damit auch zukünftige Produkt-Updates für die alte Zen-3-Familie geben wird, ist aber unklar. Zumindest am unteren Ende wäre hier noch Luft: Ryzen-3-Modelle gibt es bislang nur aus der Ryzen-3000-Generation.

Mindestens genauso lange will AMD die alte Generation offenbar im APU-Segment beibehalten. Laut der Roadmap soll es hier erst Ende 2023 einen Nachfolger geben, der dann vermutlich als Ryzen 7000 mit Zen 4 und RDNA2- oder RDNA3-GPU auf den Markt kommen dürfte. Gleichzeitig wird dann außerdem ein Nachfolger für die zuletzt recht stiefmütterlich behandelte HEDT-Plattform erwartet. Bis dahin müssen dort die Threadripper-5000-CPUs Stellung halten.
Auch spannend: Ryzen 7000 versus Ryzen 5000: Die Straßenpreise im Realitäts-Check [Update mit ersten Zahlen]

Bis AMD die neue Zen-4-Architektur überall etabliert, wird es laut der Roadmap also noch einige Zeit dauern. Positiv gesehen bedeutet das aber natürlich auch, dass die bisherige AM4-Plattform noch lange unterstützt wird. Mit Hinblick auf High-End-Nutzer ist für die lange Lebensdauer der Ryzen-7000-CPUs außerdem noch eine Neuerung geplant: Auf der Roadmap werden für die Zukunft auch explizit Ryzen-7000-Prozessoren mit X3D-Cache erwähnt. Einen konkreten Termin hat AMD hier zwar nicht parat, doch ist damit zumindest klar, dass AMD weiterhin an der X3D-Technik arbeitet und einen Einsatz plant. Das dürfte in Zukunft für neue Modelle sorgen, die insbesondere in Spielen an Leistung zulegen dürften.

Quelle: via Videocardz

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    • Kommentare (31)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Homerclon
        Nicht das ich damit rechnen würde, aber würde sich der Aufwand bei einem Shrink auf N6 nicht in Grenzen halten? Das soll doch "nur" ein optimierter N7-Prozess sein, zu dem iirc auch mal geworben wurde, das eine Adaption von bestehenden N7-Designs schnell zu machen sei.
        Dementsprechend wenig bringt N6 aber auch gegenüber N7. Wenn man es nutzt, um die Chips physisch kleiner zu machen, braucht man aber trotzdem ein neues Package, neue Masken für jeden einzelnen Bearbeitungsschritt und man zahlt dann halt auch N6-Preise.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Homerclon
        Nicht das ich damit rechnen würde, aber würde sich der Aufwand bei einem Shrink auf N6 nicht in Grenzen halten? Das soll doch "nur" ein optimierter N7-Prozess sein, zu dem iirc auch mal geworben wurde, das eine Adaption von bestehenden N7-Designs schnell zu machen sei.
        Dementsprechend wenig bringt N6 aber auch gegenüber N7. Wenn man es nutzt, um die Chips physisch kleiner zu machen, braucht man aber trotzdem ein neues Package, neue Masken für jeden einzelnen Bearbeitungsschritt und man zahlt dann halt auch N6-Preise.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Shinna
        ...
        wurde schon weiter oben geklärt
      • Von Homerclon Volt-Modder(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Mit einem Shrink würde ich da keineswegs rechnen, denn der kostet Entwicklungsaufwand
        Nicht das ich damit rechnen würde, aber würde sich der Aufwand bei einem Shrink auf N6 nicht in Grenzen halten? Das soll doch "nur" ein optimierter N7-Prozess sein, zu dem iirc auch mal geworben wurde, das eine Adaption von bestehenden N7-Designs schnell zu machen sei.
      • Von Shinna Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Rollora
        Erstens wegen der DIY Leuten
        Ne die machen kaum die Stückzahlen. Den riesen Vorteil haben die ganz großen SI wie Dell, HP oder Lenovo. Die können wir für Kisten enorme Stückzahlen bei den Mainboards ordern. Kriegen dadurch noch größere Rabatte und können die Dinge eben jahrelang verbauen. Alles was es braucht ist ein anderes BIOS/AGESA. Und da wollte man Marktanteile machen. Der Durchschnitts-Chinese, der sich einen PC zu Hause hinstellt, baut nicht DIY. Wenn den Drölf Millionen Gaming Häusern reden wir besser erst nicht.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von elmobank
        Also für den Sockel AM4 erwarte ich jetzt nichts größeres als den 5800X3D, man sollte ja nicht vergessen, dass die auch ihre neuen Prozessoren verkaufen wollen.

        Interessant und vorstellbar wäre evtl. eine kleinere Fertigung der bestehenden Prozessoren, damit ließe sich auch etwas Geld in der Fertigung sparen - aber so wirklich glaub ich auch daran nicht.

        Ich würde eher davon ausgehen, dass AMD sich bewusst ist, dass die X670 (E) Boards einfach an der breiten Masse vorbei entwickelt wurden und man dort eher auf die kleineren B-Boards setzen wird um die Masse zu erreichen - die wenigsten wollen halt >500€ für ein Board ausgeben. Ebenso ist DDR5 immer noch relativ teuer im Gegensatz zu DDR4 - also lieber die Kunden alle noch weiter versorgen (siehe Sony mit den Titeln für die PS4 und PS5).

        Und Spieletechnisch ist und bleibt der 5800X3D aktuell das Effizienzmonster, da wird aktuell kein Weg dran vorbei führen und sich jede CPU die Zähne ausbeißen xD
        Die wirklich breite Masse kauft bei <150 Euro und davon dürfte auch der B650E ein gutes Stück entfernt sein. AMD wird einige Preissenkungsrunden brauchen, bis die neue Generation den gesamten Markt bedienen kann – aber schon bei Ryzen 5000 haben sie sich dafür ewig Zeit gelassen. Von daher hat der AM4 noch ein langes Leben vor sich, aber halt nur mit den bereits heute verfügbaren Prozessoren. Mit einem Shrink würde ich da keineswegs rechnen, denn der kostet Entwicklungsaufwand und TSMCs N5 ist aktuell noch sehr gefragt; trotz der kleineren Größe dürften CPUs gleicher Leistung damit teurer als im bestehenden N7 sein.

        Zitat von CD LABS: Radon Project
        AMD wusste nie wohin die Reise gehen sollte. Ein All-In wäre im Nachhinein besser gewesen: Alle Hardwarefeatures von EPYC bringen, aber nur mit einem DIMM pro Channel. Das ergibt dann nämlich gut brauchbare Consumerboards. Fokus auf (Speicher-) übertaktung sorgt dann für die klare Differenzierung.
        (dann hätte es kein Sockeltheater geben müssen und alles hätte souveräner ausgesehen)
        Die Reduzierung der Speicherkanäle war, mit Blick auf den Mainboard-Aufwand, sinnvoll und ging bei Threadripper 1000 auch auf. Man hätte aber halt bei diesem Konzept bleiben sollen und nicht die großen 2000er nachschieben sollen und vor allem hätte man sich weitere Sockel sparen müssen: Threadripper 3000 in den TR4, Threadripper Pro (als simplen Rebrand von Single-CPU-Epycs, nicht als zusätzliche Produktlinie) in den SP3.

        Auf der anderen Seite muss man sagen: Solange es die Mainboard-Hersteller mitmachen, warum nicht? Die Mehrkosten für AMD lagen praktisch bei null und die Verwirrung beim Endkunden stört bei Produkten, die sowieso nur in Nischenmärkten verkauft wurden, nicht weiter. Die sollen vor allem als Halo-Produkte glänzen.

        Zitat von Rollora
        Lange sind in dem Fall 5 Jahre: 2017 bis 2022. Wenngleich die letzte "neue" Gen ca 2020 kam
        Wenn man wie AMD zählt und beim AM3 von "Support" bis 2017 sprechen will (obwohl bereits im Winter 2013/2014 die Weiterentwicklung gestoppt wurde), dann kann man dem AM4 sogar 6, in Zukunft 7 Jahre attestieren. Bristol Ridge kam schließlich schon 2016. Aber nach dieser Logik wäre die aufrüstfreundlichste Plattform der Sockel 2066, denn der hat in seinem fünfjährigen Bestehen nicht ein einziges mal ein Aufrüsthindernis gehabt und wird weiterhin supported!
        Okay, er hat im gleichen Zeitraum auch keinen einzigen Aufrüstgrund geliefert und der Support beschränkt sich auf Weiterverkauf alten Schrotts – aber hey: Kein Nachfolger!
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