AMD-Chipsatztreiber mit Spiele-Optimierungen für Ryzen 7000X3D
Die AMD-Chipsatztreiber kommen mit Spiele-Optimierungen für Ryzen 7000X3D. Das sickerte über Folien durch. Hintergrund ist das heterogene Design der Modelle Ryzen 9 7950X und 7900X.
Vergangene Woche gab es bereits Hinweise darauf, dass die Chipsatztreiber von AMD wieder wichtiger werden und nun sind weitere Informationen durchgesickert. Neben BIOS-Updates soll das heterogene Design samt V-Cache in den Ryzen 7000X3D mit regelmäßigen Treiber-Updates unterstützt werden. AMD spricht explizit von Optimierungen für Spiele.
Die neuen Treiber für die Ryzen-Prozessoren werden dynamisch festlegen können, ob Anwendungen besser auf dem CCD mit dem V-Cache berechnet werden oder auf dem CCD ohne Zusatzcache, aber mit mehr Takt. Auf der geleakten Folie wird erklärt, dass die Lastverteilung dynamisch und in Echtzeit vom Treiber organisiert wird, aber wahlweise im BIOS auch manuell und zulasten der Dynamik festgelegt werden kann. So sollen Windows und letztlich die Anwendung immer den für die Aufgabe optimalen Kerne angeboten bekommen.
Quelle: AMD, via Videocardz
Quelle: AMD, via Videocardz
Es wird zudem bestätigt, dass der PPM Provisioning File Driver mitgeliefert wird, der sich an Spieler richten soll. Er parkt einen CCX für Spiele und aktiviert den zweiten nur, sollte mehr Rechenleistung ohne V-Cache benötigt werden. Das Parken soll die Latenzen verbessern. AMD schreibt, dass "fast immer" die Kerne mit V-Cache die bessere Wahl für Spiele sind, schließt aber nicht aus, dass auch die Kerne mit mehr Takt verwendet werden. Sollte ein Spiel zudem davon profitieren, dass beide Recheneinheiten laufen, werden auch beide genutzt. Wie das entschieden wird, erklärt die Folie nicht. Es ist lediglich die Rede von einem dynamischen Ablauf und dem Erkennen der Thread-Auslastung.
Beide Maßnahmen sollen die Leistung je nach Arbeitslast erhöhen, aber der Hauptzweck dieser Technologien ist die Steigerung der Spieleleistung. Logischerweise sind die Funktionen nur auf dem Ryzen 9 7950X und 7900X verfügbar, da diese beiden Modelle über das heterogene Design verfügen, das den V-Cache auf einem Compute Complex sitzen hat, während der andere Complex ohne auskommt und dafür schneller taktet. Der Ryzen 7 7800X3D hat nur einen CCD/CCX und profitiert damit nicht. Und zur Sicherheit: Im Zen-4-Design bei Raphael entspricht ein CCX einem CCD.
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Laut Gerüchteküche fällt das Test-Embargo für den Ryzen 9 7950X und 7900X am 27. Februar 2023; der Verkauf startet einen Tag danach. US-Preise waren auch schon bekannt: Ryzen 9 7900X3D und Ryzen 9 7950X3D kosten 599 und 699 USD plus VAT, der Ryzen 7 7800X3D wird 449 USD plus VAT kosten und damit genau so viel wie der Ryzen 7 5800X3D. Ein französischer Händler hatte den Ryzen 9 7950X für 800 Euro gelistet.
Quelle: Videocardz

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