PCGH-Plus Label [PLUS] Doppel-Tuning: Radeon RX 9070 und 9070 XT - mehr Fps, weniger Lärm!

PCGH Plus: Darauf haben Sie (hoffentlich) gewartet: ein Tuning-Guide für die Radeon RX 9070 und 9070 XT. Zwei Exemplare der Extraklasse zeigen, was in RDNA 4 an Mehr-Performance steckt! Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 06/2025 und wurde von Ralf S. Khan verfasst.

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 Doppel-Tuning: Radeon RX 9070 und 9070 XT - mehr Fps, weniger Lärm!
Quelle: Asrock, Gigabyte

Rote Rebellen getuned

Ganz ehrlich: Hätten Sie im Januar oder Februar damit gerechnet, dass die neuen Radeon-Modelle den Grafikkartenmarkt aufmischen könnten? Nach AMDs verschlafener CES-Präsentation und dem endlosen Hickhack mit Launch-Termin und Verkaufsfreigabe? Einen Monat später sind RX 9070 und 9070 XT in aller Munde und auf dem Weg in fast ebenso viele PC-Systeme. Und was mussten die Neuen, kaum trocken hinter den Ohren, nicht schon an Duellen ausfechten! RX 9070 gegen RTX 5070: Check. 9070 XT gegen 5070 Ti: Check - na ja, fast. 9070 XT gegen 5080: das traut sich nur PCGH in Person von Grafikkartenchef Raffael Vötter. AMDs Coup ist jedenfalls geglückt, Nvidia wirkt leicht düpiert. Ein frischer Wind weht durch die obere Mittelklasse, mit vernünftigen Preisen, ordentlicher Verfügbarkeit und überraschend guter Leistung. Wie man die weiter verbessert, möchten wir zeigen. Gepflegtes RDNA-4-Tuning mit konkreten Tipps erwartet Sie hier - ohne Nvidia-Battle, versprochen.

Tuning mit RDNA 4

Zum Einstieg die erste Überraschung: Overclocking bringt nichts bei Navi 48. Das Hochziehen des GPU-Frequenzreglers, generationenlang und herstellerübergreifend erster Impuls jedes Grafikkarten-Tuners, erzeugt keine Mehrleistung. Denn angehoben wird nur die zulässige Höchstfrequenz der GPU. Die beträgt bei den RX 9070 XT bereits ab Werk großzügige 3.450 MHz, 3.400 MHz sind es bei den 9070. Das ist mehr, als die Chips unter voller Rechenlast erreichen. Erhöhen Sie die "Maximale Frequenzabweichung", wie AMDs Adrenalin-Software die Funktion nennt, etwa um 150 MHz, darf Ihre RX 9070 XT theoretisch einen Takt von 3.600 MHz anlegen. Das ist weit entfernt von den Möglichkeiten jedes Navi-48-Chips, Ihre Eingabe wird verpuffen. Auf diese Weise Performance erzwingen zu wollen, kann sogar kontraproduktiv sein. Denn in Situationen mit wechselnden Lastzuständen, etwa beim "Raustabben" aus einem Game oder dem Wechsel ins Spielmenü, können GPU-Takt und -Spannung fluktuieren. Springt die Frequenz dabei auf einen höheren Wert als stabil bereitgestellt kann, droht ein Spielabsturz oder Treiber-Reset. Erster Grundsatz daher: Finger weg vom Taktregler. Ausnahmen bestätigen die Regel, mehr dazu später.

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Folgende Themen finden Sie im Artikel: 

  • Grundlagen: Tuning mit RDNA 4
  • Neu bei Radeon? Checkliste!
  • Modding: Stand der Dinge
  • Spiele-Benchmarks
  • Navi 48 und die Curve
  • VRAM-OC
  • Gleiche Leistungsaufnahme bei 9070 (XT)
  • 3DMark-Benchmarks
  • Speicher übertakten - aber richtig!
  • Schlussbemerkung: Tuning für 9070 (XT)
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