3× Radeon RX 9070
In diesem Artikel
Radeon RX 9070 Custom-Modelle im Test
Die kleine Schwester: Niedrigere Leistungsaufnahme, niedrigerer Takt, aber vor allem niedrigere Lärmbelastung. Mit einem maximalen Energieverbrauch von 245 Watt wurde der non-XT-Variante über 60 Watt weniger spendiert. Auch verfügen - bis auf einen Sonderfall bei der XFX-Karte, doch dazu später mehr - alle Modelle über lediglich ein einzelnes BIOS. Bei allen Karten lässt sich das Powerlimit um 10 Prozent erhöhen.
Wie sich herausstellt, benötigt auch keines der Modelle zwingend eine zusätzliche Firmware, denn alle Custom-Karten sind erstaunlich leise und kühl. Das lauteste Modell in Form der Asrock Steel Legend kommt auf lediglich 0,6 Sone. Während XFX diesen Wert mit der Quicksilver um 0,1 Sone unterbieten kann, schafft es Sapphire mit der Pulse - die wohlgemerkt lediglich über zwei Lüfter verfügt - kaum hörbare 0,2 Sone zu erreichen. Dank der relativ niedrigen Leistungsaufnahme von nur 220 Watt bleibt die Karte dennoch angemessen gekühlt, auch wenn die 245-Watt-Karten der Konkurrenz dank der höher und lauter drehenden Gebläse etwas bessere GPU-, VRAM- und Spannungswandler-Temperaturen erreichen. Die Taktrate spiegelt Kühlung und Leistungsaufnahme. Asrocks Steel Legend erreicht 2.360 MHz, XFXs Quicksilver ordnet sich dahinter ein und das leistungsreduzierte Zwei-Lüfter-Design von Sapphire bildet mit 2.195 MHz das zu erwartende Schlusslicht.
| RX-9070-Customs (P- | S-BIOS) | Sapphire Pulse Radeon RX 9070 Gaming | XFX Quicksilver Radeon RX 9070 OC Gaming Edition | Asrock Radeon RX 9070 Steel Legend OC |
|---|---|---|---|
| GPU-Lautstärke | 0,2 Sone | 0,5 | 0,5 Sone | 0,6 Sone |
| GPU-Temperatur | 57 °C | 57 | 57,5 °C | 53 °C |
| VRAM-Temperatur | 88 °C | 84 | 84 °C | 82 °C |
| Hot Spot Temp: | 70 °C | 71 | 71 °C | 80 °C |
| VR SoC Temp: | 62 °C | 60 | 60 °C | 57 °C |
| VR VDDC Temp: | 74 °C | 68 | 68 °C | 63 °C |
| Total Boardpower: | 220 W | 245 | 245 W | 245 W |
| Total Graphicspower: | 177 W | 197 | 202 W | 222 W |
| GPU-Takt: | 2.195 MHz | 2.325 | 2.325 MHz | 2.360 MHz |
| VRAM-Takt: (×8 = MT/s) | 2.505 MHz | 2.505 | 2.505 MHz | 2.505 MHz |
| Lüfter RPM | 1.000 U/min | 935 | 930 U/min | 1.330 U/min |
| Powerlimit erhöhbar | 110 % (-30 +10) | 110 % (-30 +10) | 110 % (-30 +10) |
| Lautstärke Spulenfiepen | 0,1 Sone | 0,1 | 0,1 Sone | 0,1 Sone |
| Gewicht | 1.009 g | 1.527 g | 1.143 g |
| Abmessungen (L × B × H), ohne Slot/PCIe | 282 × 120 × 52 mm | 347 × 118 × 68 mm | 295 × 118 × 57,5 mm |
| Lüfterbestückung/Lüfterdurchmesser | 2× 99,5 mm | 3× 95,5 mm | 3× 88 mm |
| Stromstecker | 2× 8-Pol | 2× 8-Pol | 2× 8-Pol |
Sapphire Pulse Radeon RX 9070 Gaming
Details und Design
Mit lediglich zwei Lüftern ist die Pulse die kompakteste Karte im Test. Mit einer Größe von lediglich 282 × 120 × 52 mm erinnert das Modell an vergangene Zeiten. RGB-Beleuchtung gibt es keine, die Karte ist angenehm schlicht. Leistungsaufnahme und Takt zeigen sich im Test als relativ niedrig. Die voreingestellten 220 Watt erlauben der Pulse einen GPU-Takt von 2.195 MHz. Die zwei 99,5-mm-Lüfter können das Modell erstaunlich gut kühlen, die GPU-Temperatur ist mit 57 Grad Celsius kühl, der VRAM wird mit 88 Grad Celsius jedoch etwas wärmer. Besonders hervorheben kann sich das Design jedoch mit einer extrem niedrigen Lärmkulisse von 0,2 Sone. Für alle Silent- und Effizienzfetischisten die richtige Karte.
XFX Quicksilver Radeon RX 9070 OC Gaming Edition
Details und Design
Mit der Quicksilver bringt XFX das größte Modell der RX-9070-Custom-Karten. Der Kühler lässt sich nicht von dem der großen Schwester aus der XT-Kategorie unterscheiden, lediglich die wechselbaren Lüfter wurden durch fest montierte Modelle getauscht. Für die Größe von 347 × 118 × 68 mm liefert die Quicksilver jedoch nicht zwangsläufig das beste Lautheits-zu-Temperatur-Verhältnis. Die voreingestellten 245 Watt Boardpower bringen den Chip auf circa 57 und den Speicher auf 84 Grad Celsius, der Kühler hält mit 0,5 Sone Lärmabgabe relativ leise dagegen. Die Quicksilver verfügt eigentlich - wie auch die große 9070-XT-Schwester - über ein Dual-BIOS. Wir konnten jedoch keinerlei Differenzen zwischen den beiden Voreinstellungen ausmachen und so kamen im Test nahezu dieselben Ergebnisse heraus; minimale Differenzen führen wir auf Messungenauigkeiten zurück. Auch bei dieser Karte ist manuelles Optimieren sinnvoll, die Taktrate ist im Auslieferungszustand mit 2.325 MHz dagegen schon relativ hoch.
Asrock Radeon RX 9070 Steel Legend OC
Details und Design
Mit drei schick beleuchteten RGB-Lüftern und weißer Aufmachung ist die Steel Legend das Einhorn im Testfeld. Doch nicht nur optisch weiß das Modell zu überzeugen. Die Größe ist mit 295 × 118 × 57,5 mm noch überschaubar und das Powerlimit mit 245 Watt hoch. Mit 0,6 Sone ist das die Karte zwar die lauteste im 9070-Feld, jedoch auch die mit Abstand kühlste. Der Chip wird auf 53 Grad Celsius heruntergekühlt, während der Speicher mit 82 Grad Celsius im Vergleich zur Konkurrenz auch relativ kühl bleibt. Dank hohem Powerlimit und kühlem Chip steigt der Takt auf 2.360 MHz, Bestwert in diesem Test für eine Non-XT-Variante. Wer weiter händisch optimiert, kann die Steel Legend noch deutlich leiser bekommen, Potenzial hat das Modell massig.
Stecker: Unterschiedliche Herangehensweisen
Anders als die neuste Nvidia-Generation werden bei AMD noch "gute alte" 8-Pol-Stromstecker verbaut. Zumindest bei einigen der Karten, denn zwei Radeon-RX-9070-XT-Modelle von Sapphire und Asrock werden mit dem dramabehafteten 12+4-Pol-Anschluss geliefert. Zumindest ist ein Abknicken des Kabels bei den AMD-Karten sehr unwahrscheinlich, denn alle verbauten Buchsen wurden großzügig nach innen versetzt, sodass es keine Kollisionsgefahr mit beispielsweise dem Seitenfenster geben kann.
Quelle: PCGH
Alle hier getesteten Modelle der Radeon RX 9070 verfügen über 8-Pol-Stromstecker. Der umstrittene 12+4-Pol-Anschluss ist lediglich bei einigen RX-9070-XT-Customs zu finden.
Die Probleme, die jüngst Nvidia in das Bewusstsein rückte, könnten jedoch auch bei Radeon-GPUs auftreten, auch wenn potenzielle Auswirkungen deutlich unwahrscheinlicher sein dürften. Eine theoretisch unterschiedliche Verteilung des Stroms auf einzelne Leistungen, wie sie bei einer RTX 5090 für kokelnde Stecker verantwortlich gemacht wurde, könnte ebenfalls auftreten. So konnten wir eine der 12+4-Pol-Stecker-Karten, die Asrock Taichi RX 9070 XT unserem "Durchgeschnittene-Kabel-Test" unterziehen und wie auch die Grafikkarten der Konkurrenz störte sich das Modell nicht daran, lediglich über zwei, statt sechs Leitungen Strom zu beziehen. Dies kann auch hier die einzelnen Leitungen erhitzen und stärker belasten.
Schmelzende Kabel und Stecker sind dennoch sehr viel unwahrscheinlicher, denn bei Nvidias RTX 5090 konnten Kontaktverluste dafür sorgen, dass bis zu 600 Watt auf die verbleibenden Leitungen verteilt wurden oder gar auf ein einzelnes Kabel. Mit maximal 340 Watt Leistungsaufnahme fließt deutlich weniger Energie, und ein Ausfallen einzelner Kabel sollte nicht so schnell zu einem Schaden führen.

kommt darauf, ob Du nur kleine Brötchen backen willst oder Enthusiast bist
dann kannste auch ne Swift kaufen, wenn Du ohne OCen@Air bleibst
Bei der 7900xtx war die Liquid-Taichi das Flaggschiff!
(für Xtrem-OCer)
also habe in einer kurzen Session in Superposition "4k Optimized" folgende Werte
Meine Karte ist die ASUS Prime Radeon RX 9070 OC Edition
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Temperaturwerte(max):
GPU: 54°C
HotSpot: 71°C
VRAM: 86°C
Lüfter: 37% - 1130rpm
Nächster Mini-Test:
In CoD, 1440p, ca 14gb VRAM Auslastung, max. Details, sind -120mV auch stabil, was zu Taktraten von circa 3080MHz führt. Temperaturen sind gleich wie oben angegeben. FpS schwanken natürlich stark von 180-265.
Falls jmd Bock hat parallel 9070er(non-XT) auszuloten
Erstmal Danke für den Test!
Wäre es möglich in Zukunft bei Custom Designs auchmal einen Lautheitsnormierten Test zu machen wie bei den Lüftern?
Gerade das ist interessant:
Was leistet ein Kühler bei gleicher Lautstärke gegenüber anderen?
Ich meine, ist ja toll dass die XFX so super Temps hat, dafür ist sie super laut. Die Nitro+ dagegen das Gegenteil, sehr leise und deutlich wärmer. Wenn beide auf die selbe Lautstärke justiert werden, wie verhält es sich dann mit Edge, Hotspot und VRAM? Vor allem bei verschiedenen Lautstärken?
Dies ist eben insbesondere interessant, da wir hier eben ein Enthusiasten Forum sind, in der viele die Lüfterkurve sowieso anpassen.
Dann kann man besser nach einem starken Kühler ausschau halten