Radeon RX 9070 XT: 12VHPWR-Stecker schmilzt immer öfter
Nachdem im August erstmals eine Radeon RX 9070 XT gemeldet wurde, bei welcher der hochumstrittene 12VHPWR-Stecker während des Betriebs geschmolzen ist, nehmen die Berichte zu diesem Problem auf Reddit inzwischen zu.
Die Geschichte um die schmelzenden 12VHPWR-Stecker und -Adapter, welche auch in der 2. Generation ("12V-2×6") nicht vor diesem Problem gefeit sind, nimmt kein Ende und betrifft häufiger auch die Sapphire Nitro+ Radeon XT 9070 XT, welche als einziges Custom-Design neben der Asrock Radeon RX 9070 XT Taichi den hochumstrittenen Stromanschluss auf RDNA-4-Grafikkarten adaptiert hat.
Im Subreddit r/radeon wurde jetzt der insgesamt fünfte Zwischenfall mit einem geschmolzenen 12VHPWR-Stecker an einer Sapphire Nitro+ Radeon RX 9070 XT gemeldet, was zusammen mit der initial betroffenen Asrock Taichi OC in der Zwischenzeit insgesamt sechs betroffene Anwender auf Reddit macht.
Während Ed Crisler, Pressesprecher und PR-Manager von Sapphire, in einem Interview mit Hardware Unboxed zu Protokoll gegeben hatte, dass der Hersteller aus China das Problem auf die Adapterkabel, nicht aber den 12VHPWR-Anschluss seiner Grafikkarten, oder die Stromversorgung als solche zurückführen würde.
Oftmals treten die Ausfälle durch verbrannte 12VHPWR-Stecker erst nach einer gewissen Zeit und ohne Vorankündigung auf, so auch im aktuellen Fall auf Reddit.
Das System lief zu 100 Prozent für fast ein Jahr - und dann plötzlich zufällige Abstürze mit schwarzem Bildschirm.
BIOS aktualisiert, Windows neu installiert, nur Treiber und Steam installiert, alle BIOS‑Einstellungen auf Stock gesetzt, EXPO sowohl an als auch aus ausprobiert.
Alle Peripheriegeräte, jedes USB‑Gerät entfernt und trotzdem treten die Abstürze auf.
Ich habe das komplette System auseinandergebaut und - zu meiner Überraschung - Brandspuren am GPU‑Kabel entdeckt.
— r/radeon
Auch wenn sich die Ausfälle in Bezug auf die Radeon RX 9070 XT auf Reddit noch im einstelligen Bereich bewegen, so ist die unrühmliche Geschichte des umstrittenen 12VHPWR-Steckers damit dennoch um ein weitere Kapitel reicher.
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Quelle: r/radeon via VideoCardz

Schau dir einfach mal die Menge an verbugten Updates bei Windows 10 an dann bei Windows 11 wo es damit weiter geht und das is schon so seit Windows 10 unfertig released wurde. Die Menge war schon bei 10 signifikant höher als bei älteren Windows Versionen und nun schaue auf die Menge der Vorfälle beim 12VHPW 16Pin Anschluss, das geht so seit es die RTX 4000er Serie gibt und setzt sich bei der 5000er Serie fort trotz Stecker Update.
Nun setze das in Relation zu irgendwelchen Vorfällen bei 2000er, bei 3000er, bei 900er bei 700er, bei 600er, bei 500, bei 400er Serie.
In der Praxis werden Steckverbinder deshalb nicht über Ausfallquoten bewertet, sondern über Qualifikationskriterien wie zulässige Steckzyklen, Grenzwerte für Kontaktwiderstand nach Alterung, Temperaturwechsel und Vibration sowie über Fertigungs-AQLs. Für sicherheitsrelevante Anwendungen kommen zusätzliche Normen und strengere Prüfungen hinzu.
Auf den 12V-2×6 übertragen bedeutet das: Auch hier gibt es keine normierte Ausfallquote. Der Stecker ist nach IEC 61984 und den PCI-SIG-Vorgaben qualifiziert. Das eigentliche Risiko liegt weniger in einer statistischen FIT-Rate, sondern in der hohen Stromdichte und der Empfindlichkeit gegenüber unvollständigem Stecken, Toleranzen und erhöhtem Übergangswiderstand. Deshalb zielt die Überarbeitung von 12VHPWR zu 12V-2×6 vor allem auf bessere mechanische Führung und robustere Kontaktierung ab, nicht auf eine rechnerische Reduktion einer ohnehin nur modellhaften Ausfallrate. Aber das scheint immer noch nicht genug zu sein.
Und nun, rein spekulativ:
Selbst wenn man nur im mittleren Promilleberich wäre (ich darf zwar die RMA-Zahlen eines der AIC nicht konkret nennen, aber das ist ungefähr der Bereich), sind das bei den vielen Millionen an Karten noch eine recht hohe Anzahl an defekten Steckverbindern. Folgt man einem der großen Reparateure, dann entfallen auf einen defekten ATX 6+2 rund 400 der 12-pin Verbinder. Ergo ist die Fehlerquote rund 400 mal höher, in der Industrie eigentlich das totale Auschlusskriterium, für Konsumer scheint es leider reichen zu müssen. Allerdings sind andere Fehler, wie z.B. ausgefallene oder kurzschließende Kondesatoren und defekte VRM auf älteren Karten häufiger.
Man vergesse nich das es schon seit Einführung der 4000er Serie vorhanden is.
Wie gesagt Defekte gibts und gab es immer. Natürlich ist die Aufmerksamkeit bei einem neuen System / neuen Stecker unweit höher und das polarisiert dann besonders. Ansonsten ist es wie bei anderen Defekten auch - eine Randerscheinung. Von Millionen von Karten sind bei der 9070XT jetzt wie viele Schäden bekannt? Selbst mit Dunkelziffer wird man da nicht auf auf eine annähernd relevante Höhe kommen. Das gibt eine 9070XT bei 300W nicht her. Das Gesamtsystem (Stecker, Adapter, Netzteil etc.) ist in (fast) allen Fällen auch nicht bekannt und ob der Betroffene ein DAU ist auch nicht.
Zudem, wie bereits erwähnt, wenn es eine relevante Zahl wäre würden Sapphire und Asrock schon längst handeln, da Umtausch etc, und Imageverlust finanziell schaden. Passiert nicht, also ist die Menge an Schäden irrelevant.