[PLUS] Kühlungstuning für Asus Radeon RX 9070 & Co. mit Phasenwechselmaterial und Thermal Putty
PCGH Plus: Maximale Kühlleistung durch innovative Materialien: Wir optimieren exemplarisch das Kühlsystem einer RDNA-4-Karte von Asus für eine effizientere Wärmeableitung mit Phasenwechselmaterial und Thermal Putty. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 10/2025.
Geht's (noch) besser?
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Nicht zuletzt Nvidias Ampere-Generation hat für Bewegung auf dem Markt der alternativen Wärmeleitmaterialien gesorgt. Die teils sehr hohen Speichertemperaturen der Geforce RTX 3090, die auf eine ungünstige Pad-Auslegung zurückzuführen waren, riefen bastel- und zugleich zahlungswillige Anwender auf den Plan. Das Ergebnis ist ein zwischenzeitlich recht breites Angebot an Hochleistungs-Wärmeleitpads und Innovationen wie die knetartigen Gap-Filler, besser bekannt als Thermal Putty. In diesem Umbaubericht möchten wir eine Einschätzung abgeben, inwiefern sich der Einsatz heute auf einer Karte aus der oberen Mittelklasse lohnt und welche Vorteile sich daraus konkret ergeben. Dazu machen wir etwas vermeintlich Unsinniges und zerlegen nach Eingangsmessungen eine fabrikneue Karte: Wir entfernen die serienmäßigen Wärmeleitmittel und ersetzen selbige durch leistungsfähige Nachrüstprodukte des Herstellers Thermal Grizzly.
Asus nutzt auch auf der UVP-Karte ein Phasenwechselpad für die GPU und bindet neben den Speichermodulen auch die primären Spannungswandler an.
Die Temperatur der vom Grafikkartenkühler angesaugten Luft ermitteln und überwachen wir mittels eines Temperatursensors im Ansaugbereich des mittigen Lüfters.
Testkandidat: Eine getunte UVP-Karte
Die Wahl fällt auf eine AMD-GPU der aktuellen Generation. Für unsere Analysen meiden wir dabei bewusst High-End-Modelle, die mit entsprechendem Preisschild von Haus aus bereits ein hochwertiges Thermalsystem nutzen, und wählen stattdessen eine vermeintlich einfache Karte. Mit der Asus Prime Radeon RX 9070 OC Edition greifen wir dabei zu einem Modell zum Einstiegspreis in die RDNA-4-Welt. Dass Asus hier aber keinesfalls eine Sparkarte aufgelegt hat, wird schnell klar. Die Prime-9070 nutzt, mit Ausnahme einiger Komponenten für die RGB-Beleuchtung, ein zu den teureren TUF-Modellen identisches PCB. Sie fällt aber rund 300 Gramm leichter aus, was maßgeblich auf Einsparungen am Luftkühler zurückzuführen ist. Zu nennen sind weniger Heatpipes und in den Abmessungen kleiner ausgeführte Kühlfinnen. Um diese noch stärker zu fordern und das Testszenario somit zu verschärfen, flashen wir das BIOS der größeren Prime-9070-XT-Schwester auf unsere Non-XT-Karte. Dadurch werden zwar keine zusätzlichen Shader-Einheiten freigeschaltet, jedoch werden Limitierungen in der Leistungsaufnahme aufgehoben.
Die Testkarte darf ohne weitere Anpassungen 320 Watt abrufen, was eine zusätzliche Herausforderung für die Wärmeleitmittel darstellt. Wie die BIOS-Modifikation im Detail funktioniert, haben wir in der PCGH-Ausgabe 06/2025 ausführlich beschrieben.
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Kühlungstuning für Grafikkarten
PCGH Plus: Innovative Wärmeleitmaterialien wie Phasenwechselpads und Thermal Putty versprechen mehr Kühlleistung für aktuelle Grafikkarten. Wir prüfen am Beispiel einer Radeon RX 9070, ob sich der Austausch serienmäßiger Wärmeleitmittel lohnt – inklusive BIOS-Tuning für höhere Leistungsaufnahme.
Im Detail zeigen wir die Umbau- und Applikationsschritte, geben Praxistipps zur Handhabung von Putty und Phasesheet und vergleichen Temperaturen sowie Boosttakte vor und nach dem Eingriff. Ergänzend liefern wir Thermografie-Analysen, Langzeiteffekte durch Burn-In sowie eine Kosten-Nutzen-Abschätzung. So erfahren Sie, ob der Umbau echte Vorteile bringt oder ob hochwertige Standardlösungen bereits ausreichen.
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