Mindfactory: AMD Radeon RX 9070 GRE ein echter Ladenhüter
AMD hat die Radeon RX 9070 GRE Anfang Juni für 549 US-Dollar weltweit in den Handel gebracht, doch in Deutschland bleiben die Käufer aus. Bei Mindfactory erreichen mehrere gelistete Modelle bis heute keine zählbaren Verkäufe.
Die ursprünglich für China aufgelegte Grafikkarte erreicht den deutschen Markt mehr als ein Jahr nach ihrem dortigen Debüt, mitten in der anhaltenden Speicherkrise. Mit ihrem nochmals stärker beschnittenen RDNA-4-Grafikprozessor ("Navi 48 XL") sollte sie eigentlich die Lücke zwischen der Radeon RX 9060 XT und Radeon RX 9070 schließen. Doch diese Theorie geht in der Praxis einfach nicht auf, wie erste Verkaufszahlen aus dem deutschen Einzelhandel nun deutlich machen.
Radeon RX 9070 GRE findet in Deutschland kaum Abnehmer
Der Grund für die Zurückhaltung der Spieler beim Kauf der Radeon RX 9070 GRE liegt weniger in der Technik als im Preis begründet. AMD ordnet die Grafikkarte offiziell unterhalb der Radeon RX 9070 ein, im Regal steht sie jedoch auf demselben Preisniveau. Wer 550 Euro und mehr ausgibt, der greift zur RX 9070.
Preisabstand zur Radeon RX 9070 schrumpft auf wenige Euro
Die Radeon RX 9070 GRE startete in Deutschland bei 559 Euro und notiert derzeit im PCGH-Preisvergleich bei mindestens 555 Euro, während die deutlich schnellere Radeon RX 9070 bereits ab rund 548 Euro zu haben ist.+
Damit kostet die langsamere RDNA-4-Grafikkarte im günstigsten Fall mehr als das nächsthöhere Modell, welches 16 statt 12 GiB GDDR6-Grafikspeicher und ein 256 Bit statt 192 Bit breites Interface mitbringt. Spieler sollten bei einem vergleichbaren Preis immer zur RX 9070 greifen, und das tun sie auch, wie die Verkaufszahlen belegen.
AMDs offizieller MSRP ("Manufacturer's Suggested Retail Price") von 549 US-Dollar vor Steuern entspricht nach aktueller Umrechnung und Mehrwertsteuer ungefähr dem deutschen Straßenpreis der Radeon RX 9070. Damit fehlt der Radeon RX 9070 GRE das einzige tragende Kaufargument, der klare Preisvorteil.
Mindfactory verzeichnet keine zählbaren Verkäufe
Beim deutschen Einzelhändler Mindfactory haben sechs gelistete Custom-Designs der Radeon RX 9070 GRE bisher keinen sichtbaren Verkaufszähler erreicht. Der Shop weist die Stückzahlen erst ab mehr als fünf verkauften Einheiten aus. Zum Vergleich brachte es die seinerzeit ähnlich spät offiziell gestartete Radeon RX 7900 GRE zu ihrem Marktstart immerhin auf 10 bis 20 Exemplare, beliebte Custom-Designs erreichten früher am Starttag auch gerne einmal mehrere hundert Stück.
In den jüngsten Mindfactory-Zahlen für den Monat Mai taucht die Grafikkarte auch überhaupt nicht auf, während die Radeon RX 9070 XT und Radeon RX 9060 XT die Liste anführen. In einem nicht zählbaren Bereich zu starten, ist für eine solche Mittelklasse-Grafikkarte ein deutliches Signal.
Radeon RX 9070 GRE mit Navi 48 XL bietet 48 CUs und 12 GiB
Die Radeon RX 9070 GRE setzt auf 48 Compute Units, 12 GiB GDDR6-Grafikspeicher mit 18 GT/s an einem 192 Bit breiten Interface und einer Leistungsaufnahme ("TDP") von 220 Watt. Beim zum Einsatz kommenden RDNA-4-Grafikprozessor handelt es sich um eine nochmals stärker beschnittene Variante des Navi 48 XL, welcher lediglich über 3.072 der möglichen 4.096 FP32-Shadereinheiten verfügen kann.
Im PCGH-Test schlug die Radeon RX 9070 GRE in WQHD die Geforce RTX 5060 Ti mit 16 GiB um 29 Prozent, blieb der Geforce RTX 5070 aber um sechs Prozent beim Rasterizing und 17 Prozent beim Raytracing unterlegen.
Speicherkrise erschwert den Start zusätzlich
Die anhaltende Speicherkrise treibt die Preise für DRAM wie GDDR6 und GDDR7 immer weiter in die Höhe und drückt das gesamte DIY-Segment seit Monaten. AMD reagierte bei der Radeon RX 9070 GRE mit einem reduziertem Speicherausbau und verbaut statt 16 nur 12 GiB, um an den knappen Komponenten zu sparen. Den möglichen Preisvorteil geben aber weder AMD noch der Handel weiter.
In einem Markt, in dem die Grafikkartenverkäufe bei Mindfactory gegenüber Ende 2025 auf unter ein Drittel gefallen sind, trifft ein so eng kalkuliertes Zwischenmodell auf besonders wenig Kaufbereitschaft. International fällt das Urteil ähnlich aus, wie der ausführliche Bericht von 3DCenter.org zusammenträgt.
Fazit: Erst ein spürbarer Preisabstand zur deutlich schnelleren Radeon RX 9070 würde der Radeon RX 9070 GRE überhaupt eine Daseinsberechtigung verschaffen.
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Quelle: Mindfactory via 3DCenter.org

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Fürs gaming und modding kauft man für ein paar euro mehr die stärkere 7900xt.
Für lokale ki muss man eh zu nvidia greifen wegen cuda.
Von anfang an hatte die karte keinen sinn ergeben. In meinen augen.
Die alte Amd 7900Xt ist in ihrer aktuellen Preisklasse den neuen 9070 Preisleistungs technisch überlegen .
Wer alles haben will greift eh zu Nvidia .
Bräuchte ich jetzt Hardware, würde ich verzweifeln. Der ganze Markt ist doch völlig kaputt.
Die Tochter wollte was haben, wenn sie aus der Grundschule raus ist. Bin mal gespannt, wo wir dann stehen. Haben zum Glück noch 2 Jahre Zeit.
Kann doch nicht sein, dass wir für gaming Rechner in Monatsgehältern rechnen.
550€ für ne beschnittene 9070. Junge...
Fürs gaming und modding kauft man für ein paar euro mehr die stärkere 7900xt.
Für lokale ki muss man eh zu nvidia greifen wegen cuda.
Von anfang an hatte die karte keinen sinn ergeben. In meinen augen.
Weniger Leistung, weniger Speicher, gleicher oder gar höherer Preis. Und das nicht nur bei uns, denn davon hatte ich schon bei diversen anderen Kanälen (z.B. GN) gehört.