Radeon RX 7000: Erster Patch für VCN 4.0 erschienen, RDNA3 ohne AV1-Encoding?
Ein Patch für AMDs Linux-Grafiktreiber verrät erste Details zur beschleunigten Codec-Umwandlung der neuen RX-7000-Grafikkarten. Zumindest bislang fehlt der dafür verantwortlichen VCN-4.0-Einheit aber eine Unterstützung für beschleunigtes AV1-Encoding.
Der Release von AMDs neuen RX-7000-Grafikkarten kommt langsam näher, und so dürften in den nächsten Wochen und Monaten nicht nur zunehmend Leistungsprognosen, sondern auch vorbereitende Software-Patches erscheinen. Passend dazu reichte kürzlich ein AMD-Mitarbeiter einen Patch für AMDs Linux-Treiber AMDGPU ein, der erste Details über die Beschleunigungseinheiten der RX-7000-Grafikkarten verrät.
RDNA3 mit VCN 4.0
Der in AMD-Grafikkarten verbaute Hardware-Beschleuniger wird als Video Core Next (VCN) bezeichnet. Die aktuellen RX-6000-Grafikkarten setzen dabei auf VCN 3.0, und die APUs Rembrandt auf VCN 3.1. Mit den RX-7000-Grafikkarten und der RDNA-3-Architektur soll sich das ändern, dann kommt laut dem Patch VCN 4.0 zum Einsatz. Zudem ist dort nicht mehr die Rede von Video Core Next, sondern von Video Codec Next. Ob es sich dabei um einen Fehler oder um eine offizielle Namensänderung handelt, bleibt abzuwarten.
Zusätzlich werfen auch die bislang unterstützten Codecs Fragen auf. Der Twitter-Nutzer @Kepler_L2 hat sich den mit dem Patch eingereichten Quellcode angesehen und dabei keine Hinweise auf ein beschleunigtes Encoding des AV1-Formats entdeckt. Laut Phoronix wird bislang lediglich ein Encoding der Formate HEVC (H.265) und AVC (H.264) und ein Decoding der Formate AVC, HEVC, JPEG, VP9 und AV1 erwähnt. Das beschleunigte Video-Encoding soll dabei maximal in 4K-Auflösung möglich sein, wohingegen das Decoding, zumindest in AV1, auch in 8K noch funktionieren soll.
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Falls diese Liste final ist, würde sich AMD beim Codec-Support einen Patzer leisten - schließlich dürfte AV1 in Zukunft zunehmend populärer werden. Beispielsweise haben sowohl Youtube als auch Netflix angekündigt, dass in Zukunft verstärkt AV1 zum Einsatz kommen soll.
Für die Wiedergabe entsprechender Inhalte hätte das Fehlen des Encoders zwar keine Auswirkung, doch für das Konvertieren in das AV1-Format müssten so die Shader die Berechnungen übernehmen. Das wiederum wäre energieintensiver und zeitaufwendiger. Es bleibt daher zu hoffen, dass der entsprechende Support schlicht noch nicht implementiert wurde, und dass die neuen RX-7000-Grafikkarten das beschleunigte AV1-Encoding am Ende doch unterstützen werden.
Quelle: Freedesktop via Videocardz
Schlauer ist man also nicht und im Prinzip muss man auch nicht jeden Fitzel als News verwursten. Gerade, wenn die Vergangenheit einen bereits anderes gelehrt hat.
...was dann ja auch gar kein Problem ist da AV1-Decoding ja drin ist.
AV1 encodes auf der GPU werden noch einige Jahre Nische bleiben. Auf Streamingplattformen ist man ja heute schon froh den viele viele Jahre alten HEVC nutzen zu können und nicht noch nen Fallback auf AVC nutzen zu müssen weil der Client eine Kartoffel als Abspielgerät benutzt.
Für alle anderen Encodes die nicht streaming sind und daher eher Anspruch auf Bildquali haben sind insbesondere die ersten Iterationen neuer Hardwareencoder auf GPUs üblicherweise unbenutzbar da grottig schlecht ( Speed >>> Quality in dem Bereich), sprich da braucht mans auch nicht und encoded auf der CPU.
Kurz - AV1 nicht in Hardware encodieren zu können halte ich persönlich noch für einige Zeit für keinen relevanten Nachteil (und es zu können für keinen wirklichen Vorteil).