Radeon RX 7900 XTX: AMD lehnt RMA wegen 110° Hotspot-Temperatur ab - diese sei normal
Auf Reddit gibt es Berichte, laut denen AMD RMA-Anfragen wegen einer hohen Hotspot-Temperatur von 110° ablehnt. Demnach ist das Erreichen des Maximalwerts normal. Gelöst werden kann das Problem dabei angeblich mit einer Neumontage des Kühlers.
Mit ihrer TDP von 355 Watt stellt AMDs neue Radeon RX 7900 XTX hohe Anforderungen an entsprechende Kühler. Trotzdem ließ sich das Modell in ersten Tests noch recht gut kühlen, ohne allzu hohe Temperaturen zu erreichen. Kurz vor Weihnachten kamen aber erste Berichte auf, laut denen bei manchen Referenzkarten zwar die Durchschnittstemperatur der GPU im üblichen Rahmen liegt, die Hotspot-Temperatur aber den Höchstwert von 110° Celsius erreicht. Damit ist die GPU bereits in einem Bereich, in dem sie aus Selbstschutz ihre Leistung drosselt - mit entsprechenden Nachteilen für den Nutzer.
Hohe Hotspot-Temperatur kein RMA-Grund
AMD hat bereits angekündigt, dass dieses Problem untersucht werden soll. Als mögliche Ursache gelten bislang insbesondere die aufgebrachte Wärmeleitpaste und der Anpressdruck, die beide einen starken Einfluss auf den Wärmeübergang zum Kühler haben können. Zudem gibt es erste Untersuchungen, beispielsweise von der8auer, dass eine simple Neumontage mit neuer Wärmeleitpaste das Problem bereits löst.
Natürlich sollte eine solche Neumontage aber nicht notwendig sein. Und so kamen die ersten Nutzer auf die Idee, ihre Grafikkarten wegen der erhöhten Hotspot-Temperatur als Garantiefall zu melden. AMDs RMA-Abteilung sieht in der maximalen Chiptemperatur von 110° Celsius aber offenbar kein Problem: Der Reddit-Nutzer nero1338 berichtet, dass seine RMA abgelehnt wurde. Laut AMD seien derartige Temperaturen "normal". Der Nutzer Prismo56 berichtet hingegen, dass er die Grafikkarte laut AMD zwar zurücksenden darf - aber nur mit der unmöglichen Bedingung, dass sich diese in der noch ungeöffneten Box befindet.
Später wurde zwar zumindest nero1338 ein Einsenden der Grafikkarte gestattet, durch derartige Berichte macht sich aber stellenweise Unmut in der Community breit. Betroffene Nutzer wünschen sich aus nachvollziehbaren Gründen einen Ersatz, bei dem das Problem nicht auftritt. Für AMD ist ein derartigen Vorgehen aber nicht neu, und auch Nvidia handelt vergleichbare Fälle so. Beide Unternehmen sehen im Erreichen der jeweiligen Maximaltemperatur kein Problem, sodass entsprechende RMAs oft abgelehnt werden.
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Wer selbst betroffen ist, kann alternativ noch eine RMA über den Händler beantragen, oder abwarten, ob AMD die Einstellung zu dem Thema noch ändert. Alternativ bleibt als letzte Lösung eine schlichte Neumontage des Kühlers, die das Problem offenbar bereits löst. Für Neukunden, die Angst vor dem Problem haben, ist die Lösung hingegen noch einfacher: Bislang betreffen alle Berichte über eine erhöhte Hotspot-Temperatur AMDs Referenzdesign. Wer ein Custom-Design kauft, der muss sich also offenbar keine Sorgen machen.
Quelle: Wccftech

AMD scheint sich auch dieses Mal ganz explizit dagegen entschieden zu haben, deutsche Influencer-Kanäle mit Samples zu versorgen. Zumindest hat das Roman in seinem ersten Video dazu erwähnt. Sehe das erst einmal gar nicht als Problem an, reinen Influencern alla HardwareDealz und Co. Grafikkarten vorzuenthalten.