Radeon RX 5700 mit XT-BIOS: Wie viel Mehrleistung lässt sich herausholen?
Mittels BIOS-Flash-Tool lässt sich unter anderem das VBIOS der Radeon RX 5700 XT auf die Radeon RX 5700 aufspielen. Im Test zeigt sich, dass die Modifikation zwar nicht die Anzahl der nutzbaren Stream-Prozessoren erhöht, dafür jedoch die Takt-Limitierungen aufgehoben werden. Wer darüber hinaus noch das Power-Limit anhebt, kriegt Leistung auf dem Niveau einer Referenz-RX 5700 XT.
Wie viel Mehrleistung lässt sich aus einer Radeon RX 5700 mittels BIOS-Flash herausholen? Dieser Frage ist Keith May von wccftech.com nachgegangen und hat kurzerhand das BIOS der RX 5700 XT auf die schwächere der beiden aktuellen Navi-Grafikkarten aufgespielt. In den letztlichen Benchmarks wurde die geflashte Referenz-Radeon RX 5700 der normalen Variante mit sowie ohne OC sowie auch der Radeon RX 5700 XT gegenübergestellt.
BIOS-Flash der Radeon RX 5700 hebt Takt-Limitierungen auf, erhöht aber nicht die Shader-Anzahl
Vor einem voreiligen Nacheifern sollte man sich darüber im Klaren sein, dass ein reibungsloser BIOS-Flash nicht garantiert ist und Risiken mit einem derartigen Eingriff verbunden sind. So kann es etwa zu einem Brick kommen, der die Grafikkarte dauerhaft unbenutzbar macht. Auch die Garantie erlischt. Unerfahrene Nutzer sollten daher von einem BIOS-Flash absehen.
Das nötige BIOS hat sich May zunächst mittels einer Radeon RX 5700 XT und GPU-Z beschafft. Auch im Download-Archiv von techpowerup.com, genauer in der VGA-BIOS Collection, findet sich ein entsprechendes Abbild. Anschließend griff der Wccftech-Autor zu ATIFlash (2.93), welches sich ebenfalls auf techpowerup.com findet, um das BIOS der Radeon RX 5700 XT auf seine Radeon RX 5700 aufzuspielen.
Nach erfolgreichem Flash ging es zunächst in den Radeon Wattman. Die vorigen Limitierungen waren aufgehoben, einen Anstieg der erkannten Stream-Prozessoren gab es jedoch nicht, sodass die Radeon RX 5700 weiterhin mit 2.304 Shader-Einheiten arbeitete, was letztlich eine Hardware-Limitierung bedeutet. Eine vollwertige Radeon RX 5700 XT lässt sich aus der Referenz-RX 5700 ohne XT-Suffix also nicht via BIOS-Flash machen.
Dafür liegen im Anschluss direkt die Referenz-Taktraten der Radeon RX 5700 XT an. Das bedeutet eine Basis-Frequenz von 1.605 MHz, eine Game-Clock von 1.755 MHz sowie einen Boost-Takt bis 1.905 MHz. Standardmäßig arbeitet die Referenz-Radeon RX 5700 mit 1.465 MHz im Basis-Takt, 1.625 MHz Game-Takt sowie Taktspitzen bis 1.725 MHz deutlich langsamer. Die Maximal-Frequenz der RX 5700 XT wird im Normalzustand jedoch nicht erreicht. Stattdessen ist bei 1.850 MHz zunächst Schluss. Erst nach Anhebung des Power-Limit um 20 Prozent war mit 1.950 MHz letztlich sogar mehr drin.
Erhöhtes Power-Limit sorgt für Kopf-an-Kopf-Rennen mit Stock-RX 5700 XT
Dafür geht es im Austausch bei Temperatur und Stromverbrauch jedoch deutlich nach oben. Wird das Power-Limit derart aufgebohrt, verschlingt das System mit der geflashten Radeon RX 5700 bis zu 390 Watt unter Last und damit 60 Watt mehr als jenes der mit der Referenz-Version der Radeon RX 5700 XT ohne zusätzliche Spielereien. Die Temperaturen bewegen sich derweil auf gleichem Niveau, sodass Hotspot-Temperaturen bis 108 Grad Celsius erreicht werden, während die Peak-Temperatur bei 87 Grad liegt, was jeweils ein Grad mehr bedeutet.
Leistungstechnisch kann die Radeon RX 5700 mit der RX 5700 XT sowie erhöhtem Power-Limit im Time Spy-Benchmark nicht ganz mithalten. 8.639 Punkte stehen hier 8.758 Punkten gegenüber. Deutlicher dahinter findet sich die lediglich geflashte Radeon RX 5700 mit 8.320 Punkten wieder, während der Abstand zur Radeon RX 5700 mit Overclock (1.850 MHz und +20 % Power-Limit) nur gering ausfällt (8.192 Punkte).
Auch lesenswert: Navi im Custom-Design: XFX 5700 XT Thicc 2 und Raw 2 Ultra kommen
Besser sieht es im Firestrike Extreme aus. Hier geht die geflashte Radeon RX 5700 inklusive angehobenen Power-Limit mit 12.383 Punkten knapp als Sieger hervor, während die RX 5700 XT insgesamt 12.329 Punkte einfährt. Einen knappen Vorsprung gegenüber der Radeon RX 5700 mit Overclock gibt es abermals für die lediglich mit RX 5700 XT-BIOS versehene RX 5700.
[PLUS] XXL-Test: Radeon RX 5700 (XT) vs. Geforce RTX 2060 / 2070 Super mit riesiger Aufrüstmatrix und Pro-Takt-Vergleich
mehr ...

Wenn man etwas für die Umwelt tun möchte, fährt man das alte Modell so lange wie möglich.
Dabei spreche ich nicht die vorzeitge Lebensverkürzung der Hardware an sondern, das der mehr Verbrauch unser Klima beeinflusst.
Ist ein OC in der heutigen Zeit wirklich noch sinnvoll?
Wir haben heute Top Hardware auf dem Markt vertreten, da sollte jeder Freak von Performance zugreifen und nicht im dem Geld geizen.
Dein "Tipp" ist also deutlich Umwelt-/und Klimaschädlicher, als vorhandene Hardware so lange wie möglich zu verwenden, denn neue GraKa werden nicht aus Luft produziert. Da kommen etliche Schad-/ und Giftstoffe zusammen.
Wenn man etwas für die Umwelt tun möchte, fährt man das alte Modell so lange wie möglich.
Ich hab hier noch ne ziemlich leise und sparsame 1060-wegen diesem schwedischen Mädel und so!
Die ist unhörbar, weil mein Kühlschrank Baujahr 1984 Alles übertönt.
Ich voll Der Öko?!
Gruß Yojinbo-RX 5700-Besitzer...wenn irgendwann bezahlbar!
Und dafür hast du dir noch zu so später Stunde einen Roman verfasst?
Die wahren Helden übertakten auch nicht nur.
Sondern Übertakten + Untervolten!
Mehr Performance / Geringere Geräusch Entwicklung / Weniger Abwärme und als Obolus oben drauf wenn man so veranlagt ist: Für die Liebe Umwelt auch noch eine Effizientere und schonendere Nutzung...
Was macht man hauptsächlich spätestens seit Vega Zeiten? Stimmt.. genau das