[PLUS] RAM: Die besten Chips finden und Subtimings optimieren
PCGH Plus: In manchen Situationen kann Speicher-Tuning die Bildrate deutlich erhöhen. Wir erklären Ihnen, wie Sie Kits mit potenten Chips aufspüren und wie das Optimieren von Subtimings ablaufen kann. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 06/2019.
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Den Flaschenhals weiten
Vorweg gleich einmal zum Elefanten im Porzellanladen: Für den durchschnittlichen Spieler kommt es vor allem auf die Grafikkarte, dann die Prozessorleistung und erst dann die Speichergeschwindigkeit an. Im Normalfall ist es daher sinnvoll, lieber mehr Geld und Zeit in die Grafikkarte und den Prozessor sowie deren Beschleunigung als in Luxus-RAM und Timing-Optimierungen zu stecken. Aber es gibt trotzdem genug Situationen, in denen die Geschwindigkeit des Arbeitsspeichers einen entscheidenden Beitrag leistet. Für Multiplayer-Shooter legen beispielsweise viele Spieler Wert auf durchgehend dreistellige Bildraten, gerade in Kombination mit Displays ab 144 Hz. Auch gemächlichere Singleplayer-Titel beinhalten immer wieder Situationen, die von der Grafikkarte bei maximalen Details gut bewältigt werden, aber ohne ein sehr schnelles Gespann aus CPU und RAM zum Ruckeln neigen, beispielsweise die mittelalterlichen Städte aus Kingdom Come: Deliverance.
RAM-Tuning lohnt sich also vor allem dann, wenn Grafikkarte und Prozessor bereits ausgereizt sind oder Sie die Auslastung dieser Komponenten gezielt reduzieren, um sozusagen mittels Speichertuning als Nachbrenner eine noch höhere Bildrate zu erzielen.
Chips identifizieren
Die Tuning-Eigenschaften von Arbeitsspeicher hängen wesentlich von den verbauten Speicherchips ab. Die Qualität von RAM-Controller, Mainboard und auch dem RAM-PCB können noch so gut sein, wenn die verbauten Chips keine hohen Taktraten oder niedrige Timings verkraften, dann sind Übertaktern die Hände gebunden. Der pragmatische Ansatz besteht darin, einfach zu einem RAM-Kit zu greifen, das fair bepreist ist und die Eckdaten aufweist, die man mindestens haben möchte. Zusätzlich vorhandene Tuning-Reserven sind in dem Fall lediglich ein kostenloses Extra. Wer sich allerdings bereits vor dem Kauf Gedanken über die verbauten Speicherchips macht, kann sich die Chance auf ein deutlich höheres Tuning-Potenzial sichern und damit oft einen besseren Gegenwert für sein Geld erhalten.
Auf allen bisher getesteten DDR4-RAM-Modulen fanden wir bisher Speicherchips von einer von vier Firmen, nämlich Micron, Samsung, SK Hynix und Spectek. Nanya und Winbond fertigen ebenfalls DDR4-Chips, auf Retail-Produkten scheinen diese aber nicht oder zumindest so selten zu landen, dass es noch kein derartiges in unser Testlabor geschafft hat. Da hinter Spectek der Fertiger Micron steckt, gibt es in der Praxis also eigentlich nur drei Quellen für DDR4-Bausteine.
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Folgende Themen finden Sie im Artikel:
- Chips identifizieren: Die Spezifikation
- Chips identifizieren: Herstellerangaben von Corsair, Kingston / HyperX und G.Skill
- Chips identifizieren per Software
- Chips identifizieren: Physischer Zugriff
- Optimierungsoptionen bei (Sub-)Timings & Takt
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