Speicherkrise: RAM-Preise könnten sich noch einmal verdoppeln
Während sich Speicherbausteine für DRAM wie DDR5- und DDR4-Arbeitsspeichermodule und GDDR7- und GDDR6-Grafikspeicher im Moment aufgrund der globalen Speicherkrise auf einem Rekordhoch bewegen, kommen neue Hiobsbotschaften aus Taiwan.
Während sich Speicherbausteine ("ICs") für DRAM wie DDR5- und DDR4-Speichermodule und Speicherkits sowie GDDR7- und GDDR6-Grafikspeicher im Moment aufgrund der durch die exorbitant hohen Speichernachfrage aus dem boomenden KI-Segment getriebenen globalen Speicherkrise auf einem Rekordhoch bewegen, kommen nun weitere Hiobsbotschaften aus Taiwan. Wie der für seine für gewöhnlich überaus verlässlichen Informationen bekannte @jukan05 berichtet, habe Windbond, seinerseits der größte Halbleiterproduzent im taiwanischen Raum, jetzt bekannt gegeben, dass die Preise noch einmal massiv steigen könnten.
Der Engpass bei der DRAM-Versorgung wird voraussichtlich anhalten, wobei für dieses Quartal ein Preissprung bei Speichermodulen von 90 bis 95 Prozent prognostiziert wird. Außerdem wird erwartet, dass das Ausmaß der Preissteigerungen für DRAM-Speicher im nächsten Quartal auf einem ähnlichen Niveau bleiben dürfte. — Jukan
Demnach befürchtet Windbond, welches seine DRAM-Bausteine unter eigenem Namen verkauft und nicht ausschließlich als Auftragsfertiger tätig ist, dass sich die Speicherpreise im zweiten Quartal 2026 noch einmal verdoppeln könnten. Die Preise für DDR5-Speicherkits könnten dann mehr als viermal so hoch sein, wie noch Ende vergangenen Jahres. Die populärsten DDR5-Pärchen kosten inzwischen ohnehin bereits durchschnittlich mehr als 450 Euro pro 32 GiByte DDR5-6000 CL30.
Das bedeutet, dass sich die Preise in diesem Quartal nicht nur fast verdoppeln - im zweiten Quartal könnten sich die Speicherpreise effektiv noch einmal verdoppeln. Dies impliziert, dass die Preise bis Ende Juni fast das Vierfache des Niveaus von Ende 2025 erreichen könnten. — Jukan
Während die Preise im Einzelhandel im Januar kurz durchschnaufen konnten und sich auf höchstem Niveau stabilisiert haben, dürften die nächsten Preissteigerungen bereits vor der Türe stehen. Aktuell herrscht die Ruhe vor dem Sturm.
Die neueste Prognose von TrendForce verdeutlicht, dass die OEMs regelrecht um jeden Speicherbaustein ("IC") kämpfen und dabei immer höhere Vertragspreise über sich ergehen lassen müssen, wenn sie überhaupt noch Speicherchips von Samsung, Micron und SK Hynix erhalten wollen. Die Aussichten sind dementsprechend verheerend für die OEMs und Konsumenten sowie das PC-Segment.
Der Anstieg der Vertragspreise für konventionelles DRAM im Vergleich zum Vorquartal wurde von einer früheren Schätzung von 55 bis 60 Prozent auf nun 90 bis 95 Prozent nach oben korrigiert.
Ebenso wird für NAND-Vertragspreise ein Anstieg von 55 bis 60 Prozent erwartet, statt der zuvor prognostizierten 33 bis 38 Prozent. — TrendForce
TrendForce geht aktuell davon aus, dass DRAM-, NAND- und HBM-Speicher und damit auch DDR5, DDR4, LPDDR5(X), LPDDR4(X) und SSDs noch einmal deutlich stärker im Preis steigen werden als ohnehin schon angenommen.
Quelle: TrendForce
Die steigenden DRAM-Preise wirken sich zudem auf GDDR6- und GDDR7-Speicher aus, sodass auch Grafikkarten immer teurer werden.
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Quelle: @jukan05

Aber der Gedanke das man nichts von dem wofür man bezahlt wirklich besitzt, nicht inmal die Hardware, würde mich halt abschrecken.
Bin da halt ggf noch Oldschool unterwegs. mag sein.
Aber letztlich ist es doch das was die Firmen genau von uns wollen. Bezahlen, ohne das wir wirklich etwas besitzen, sodass sie es uns jederzeit wieder wegnehmen können, und um uns so zu lenken.
Dann entscheiden die Firmen wann wir Zocken, wass wir Zocken, und wie wir Zocken.
Erstrebenswert ist das halt nicht.
Es gab hier auf PCGH vor ein paar Wochen mal einen Bericht zum Thema Speicherkriese in dem ein Interview mit SKHynix(?) zitiert wurde, wo die klar gesagt haben, das sie die Kapazität bzw Produktion erhöhen könnten, und das sogar recht schnell, es aber einfach nicht tun werden.
Die Logik hat eine schwäche, denn wenn die Hersteller ausbauen würden, ist bei der aktuellen Nachfrage fast garantiert das sie auch das Mehr an Produktion los bekommen würden. Und auch wenn der Preis etwas sinken würde, wäre durch die Menge an mehrabsatz der Gewinn annähernd der gleiche. Sogar im gegenteil, durch gesunkene Preise würde die Nachfrage wieder steigen.
nein, aber man muss auch kein A-Loch sein, und anderen die aktuell enorm das nachsehen haben, auf die Nase binden was man doch fürn cooler Typ ist. Freu dich gern, ich gönn es dir auch das du glück hattest noch zum richtigen Zeitpunkt zu kaufen. Aber bind es nicht allen auf die Nase die eh gerade gefrustet genug sind.
Wird Sie, und nein, wirklich Geld abwerfen tun sie nicht. Zumindest aktuell nicht. woher auch. Es wird aber bald so kommen, das KI mit Werbung und bezahlbaren "Empfehlungen" vollgestopft wird, und die KI Anbieter so anfangen kohle zu machen.
Aber bei 400 Euro für 2 Jahre... also mal im Ernst. da kannste dir auch Ram kaufen. 16GB müssten ja reichen wie du sagst.
Aber genau das ist doch das Ziel aller Hersteller. Weg von eigenem Besitz, hin zu lizenzen und Mietmich modellen.
Durch den hohen Marktpreis wird es aber auch wieder lukrativer werden für neue Marktteilnehmer als Anbieter im Markt aufzutreten. Da Speicher halt ein High End Produkt ist, wird es etwas dauern, bis neues Angebot entsteht. Aber es wird mit Sicherheit neue Kapazitäten und neue Anbieter geben und damit der Preis auch langfristig wieder sinken.
Den gleichen Blödsinn muss man sich mit der SPD/Linken und dem Wohnungsmarkt gerade wieder auf Plakaten antun. Es werden keine Wohnungen durch mehr Regulierung geschaffen und die Preise sinken auch nicht. Eine Besserung gibt es nur durch weniger Regulierung, mehr Markt und damit mehr Angebot.
Sorry für kleines Off-Topic und Plädoyer für mehr Vertrauen in Marktmechanismen!