Qimonda plant Produktionsstopp, Investor aus China prüft Möglichkeiten
Der deutsche Halbleiterspezialist Qimonda steht am Scheideweg: Ende März droht die Liquidation des Unternehmend, wenn kein Investor gefunden wird. Ein Interessent aus China hat sich gemeldet, doch die Bedingungen sind schwierig.
Quelle: Qimonda
Qimonda-Werk Portugal
Quelle: Qimonda
Qimonda plant Produktionsstopp, Investor aus China prüft Möglichkeiten
Neues vom insolventen DRAM-Hersteller Qimonda: Zum 1. April 2009 will man die Fertigung einstellen, sollte sich bis dahin kein Investor gefunden haben. Damit soll verhindert werden, dass durch die laufende Produktion weiter Schulden angehäuft werden. Hintergrund: Bis Ende März beziehen die Angestellten Insolvenzgeld, welches ab 1. April wieder vom Unternehmen gezahlt werden müsste.
Ein Kernteam soll sich um den Stand-By-Modus der Fabrik kümmern, damit kurzfristig zur normalen Produktion zurückgekehrt werden kann. Allen anderen Angestellten soll der Wechsel in eine Transfergesellschaft angeboten werden.
Ein Hauch Hoffnung weht dennoch über das Werksgelände: Der chinesische Investor Inspur soll Interesse angemeldet haben. Doch die Bedingungen scheinen schwierig. Mit 50 Prozent will der staatliche Softwarehersteller einsteigen, 15 Prozent sollen die Gläubiger halten, die restlichen Anteile das Land Sachsen und der Staat Portugal. Portugal und die Gläubiger wären bereit, doch Sachsen lehnt einen Einstieg ab.
Sollte keine Einigung erzielt werden, muss aktuell mit dem schlimmsten gerechnet werden. Die Liquidation des Unternehmens und eine Zerschlagung liegen nicht in allzu weiter Ferne.
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Die Sache mit der Chipindustrie in Deutschland liegt meist deutlich komplizierter als die meisten denken! Durch die massive finanzielle Unterstützung der Hersteller im fernen Osten durch deren Herkunftsstaaten können die Preise extrem gedrückt werden (merkt man ja am aktuellen RAM-Preis). Zu diesen Preisen ist definitiv keine kostendeckende Produktion möglich auch wenn die Arbeiter für lau arbeiten würden. Zur Zeit gibt es meines Wissens keinen oder kaum einen Hersteller in diesem Segment der Gewinne einfährt und Qimonda steht da noch ganz gut da im Gegensatz zur fernöstlichen Konkurrenz. Wir leben in Deutschland aber in einem komplett anderem System und deswegen kann und wird es keine Unterstützungen in diesem Maße von der Regierung geben. Die einzige Chance die Qimonda jetzt noch hat ist dass die neue Chipgeneration ein Erfolg wird, aber das bleibt abzuwarten.
Und das Argument mit der Produktion in Billiglohnländern hinkt auch ein wenig, wenn man die Lohnkosten den Maschinenparkkosten gegenüberstellt ... die Maschinen sind unfassbar teuer und meistens nach wenigen Jahren veraltet.
Also heißt es abwarten und Tee trinken!
Was mir als erstes durch den Kopf ging:
BRD-Regierung: CDU, an deren Spitze unsere [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Frau Merkel.
Deren liebste Worte / Floskeln im Umgang mit der Presse:
Arbeitslosigkeit runter, Konjunktur / Volkswirtschaft rauf, Aufschwung, etc. pepe. Ich denke es ist bekannt wodrauf ich hinaus möchte.
Das Land Sachsen wird ebenfalls von der CDU regiert, zwar zu teilen mit der SPD, die roten halten aber die Mehrheit im Landtag.
Beisst sich ja nicht gerade wer selbst ins Knie?
Ich fänds aber echt blöd, wenn Deutschland forschungstechnisch noch weniger zu sagen hätte. SO viele geniale Erfindungen hat dieses Land schon hervor gebracht....
Deutschland sollte ein führendes Land der Forschung bleiben, Sachsen sollte auf jeden Fall einstimmen!!! Sonst hat Deutschland bald garnichts mehr zu bieten