Elpida für knapp 3 Milliarden Euro an Micron verkauft
Im DRAM-Geschäft gibt es eine größere Übernahme zu vermelden. Micron hat den Konkurrenten Elpida für knapp 3 Milliarden Euro übernommen. Elpida litt unter dem Preisverfall und -kampf und musste letztendlich Insolvenz anmelden. Scheinbar gab es noch andere Interessenten am Spezialisten für Speicher-ICs.
Das DRAM-Geschäft hat einen großen Anbieter weniger: Micron, eng mit Intel verbunden, hat für umgerechnet knapp 3 Milliarden Euro den Konkurrenten Elpida gekauft. Elpida litt in den vergangenen Jahren zunehmend unter dem Preisverfall und –kampf im Speichergeschäft und musste Insolvenz anmelden. Neben Micron soll es weitere Interessenten gegeben haben, darunter Hynix und Toshiba. Medienberichten zufolge wurde die Entscheidung am 6. Mai getroffen.
Die New York Times indes berichtet, dass Micron sich lediglich das Recht gesichert habe, als einziger auf die Masse von Elpida zu bieten. Das dürfte am Ende aber kaum einen Unterschied machen, wenn es zur Übernahme kommt. Elpida hatte am 27. Februar 2012 Gläubigerschutz in Tokyo beantragt. Im Februar sollen über vier Milliarden Euro Schulden aufgelaufen sein. Am 23. März bekam Elpida die Freigabe zur Restrukturierung des Unternehmens. Die Übernahme muss entsprechend von den Gläubigern und dem Insolvenzgericht abgesegnet werden.
Elpida entstand 1999 aus der Fusion der DRAM-Sparten von NEC und Hitachi. Schon damals hatten es die Hersteller für Speicher nicht leicht, denn Unternehmen wie Fujitsu stiegen im gleichen Jahr aus dem Geschäft aus. Toshiba folgte zwei Jahre später. Nach aktuellem Stand beherrscht Samsung den Weltmarkt mit einem Anteil von 45 Prozent, gefolgt von Hynix mit 22 Prozent und der insolventen Elpida mit 12 Prozent. Micron würde bei einer gelungenen Übernahme im Ranking aufrücken. Ob Elpida eigenständig bleibt oder in Micron integriert wird, ist zum aktuellen Zeitpunkt unklar.
Wie gesagt ich gehe kurzfristig nicht von einer deutlichen Preissteigerung aus, da nach wievor enorme Überkapazitäten vorhanden sind. Wesshalb viele Hersteller auch auf die Fertig von Flash Chips für SSD's und andere Geräte gewechselt sind. Es kommt ja noch erschwerent hinzu das mit den weiteren Fortschritten bei den Fertigungsprozessen und der weiteren Verkleinerung immer mehr Chips auf einen Wafer passen und damit die Kapazitäten noch weiter steigen, auch wenn damit eine Senkung der Kosten einhergeht. Einen gewissen Preisanstieg müssen wir aber einfach hinnehmen, da sonst bald die halbe Speicherindustrie Pleite geht und nur noch Konzerne wie Samsung übrig bleiben, welche die Verluste im Speichergeschäft anderweitig ausgleichen können. Wenn die dann aber irgendwann eine Monopolstellung haben ist es mit billigem RAM vorbei.
Ich habe die schlechte Weltkonjunktur vergessen, diese drückt die Preise ebenfalls.
Mal sehen, ob sich die RAM-Preise auch verdoppeln werden, wie bei den Festplatten.
Daher vermute ich das Micron mehr an Fertigungstechniken, Patenten, Lizenzen und sonstigem Know How und hochqualifiziertem Personal interessiert ist, als an den zusätzlichen Produktionskapazitäten.
Da hört sich die Story gleich viel spannender an, wenn es so erzählt wird
Dieser Markt bedarf definitiv einer gewissen Bereinigung, auch wenn diese eher Nachteilig für uns Verbraucher ausfallen wird, da damit der Wettbewerb etwas zurück geht. Aber Taiwan hatte ja während der Kriese von 2009 auch seine Speicherhersteller mit Mrd$ Subventionen am Leben gehalten, während man in Deutschland Qimonda hat Pleite gehen lassen, da in diesem Marktumfeld bei den Überkapazitäten keine rentable Produktion mehr möglich war.
Daher vermute ich das Micron mehr an Fertigungstechniken, Patenten, Lizenzen und sonstigem Know How und hochqualifiziertem Personal interessiert ist, als an den zusätzlichen Produktionskapazitäten.
vermutlich falsch rum gerechnet und es sind knapp 2mrd