DRAM und NAND: Sinkende Preise für das Q4/2020 erwartet
Bei Trendforce rechnet man im vierten Quartal insbesondere mit sinkenden Speicherpreisen bei SSDs, was am Ende aber auch nur eine Bestätigung von Vorhersagen aus dem Spätsommer ist, wo man selbst bis 2021 hinein sinkende Preise für NAND und DRAM vorhersagte.
Schon im Sommer wurde vorausgesagt, dass die Preise für DRAM und NAND im vierten Quartal 2020 noch einmal sinken werden und für SSDs wird dies nun noch einmal bekräftigt. Die Marktanalysten von Trendforce sagen voraus, dass durch die Überversorgung 10 Prozent Preisnachlass zu erwarten sind. 2021 soll der Trend sogar zunächst anhalten und noch einmal für 10 bis 15 Prozent gut sein. Dann soll der Tiefstand der bisherigen Aufzeichnungen für SSD-Preise erreicht werden - zumindest im Endkundenmarkt. Der Überschuss soll unter anderem aus den von Huawei stornierten Aufträgen stammen, das Opfer des Handelskrieges zwischen den USA und der Volksrepublik China ist.
Schon im Verlauf des Jahres hatten verschiedene Stellen vermeldet, dass die Preise für DDRAM und NAND sinken werden. Offen bleibt derweil, ob Hersteller wie Samsung und Micron ihre Produktion herunterfahren, damit sich die Preise wieder stabilisieren. Spätestens 2021 sollte man zumindest damit rechnen, dass die Anbieter zu Gegenmaßnahmen greifen.
Auch das Corona-Virus wird die Nachfrage noch einmal beeinflussen, wenn die Zahlen weiter steigen. Dieses mal aber dürften die meisten bereits auf Maßnahmen wie Heimarbeit vorbereitet sein, was die Nachfrage noch einmal ankurbeln hätte können. Im Zuge der wirtschaftlich schwierigeren Lage für viele Menschen dürfte auch der Verkauf von Mobilgeräten wie Smartphones unter ursprünglichen Planungen liegen. Die beeinflussten bis 2019 die Preise auf dem Speichermarkt maßgeblich, doch die Branche sieht sich einem gedämpften Kaufverhalten gegenüber.
Quelle: Trendforce

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