DDR4-Standard soll noch 2012 verabschiedet werden

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Mit DDR4 wird die JEDEC nach Plan noch 2012 den nächsten wichtigen Speicherstandard für Personal Computer verabschieden. Der Schritt von DDR3 auf DDR4 ist dabei wohl überschaubar. Auf dem Papier stehen Senkung der Spannung und Erhöhung der Taktraten.

Der DDR3-Standard ist schon seit einiger Zeit im Einsatz und Erwartungsgemäß folgt dessen Ablösung mittelfristig im Zuge der technischen Weiterentwicklung. Die für die Speicher-Standards zuständige JEDEC soll nach einem Bericht der EETimes auf gutem Wege sein und eine Verabschiedung sei schon 2012 denkbar.

Wie DDR4 suggeriert, ist es eine Weiterentwicklung der DDR-Technologie. Das bedeutet, dass man höhere Taktfrequenzen und gesunkene Spannung für Arbeitsspeicher erwarten kann. Große Neuerungen sind eher nicht zu erwarten. Genannt wird unter anderem eine Standardspannung von 1,2 Volt. Damit soll sich nach Plan DDR4-2133/DDR4-2667 realisieren lassen. Es soll sogar ab 2013 Module geben, die nur mit 1,0 Volt laufen.

EETimes nennt konkret die folgenden Punkte:

• New JEDEC POD12 interface standard for DDR4 (1.2V).
• Three data width offerings: x4, x8 and x16.
• Differential signaling for the clock and strobes.
• New termination scheme versus prior DDR versions: In DDR4, the DQ bus shifts termination to VDDQ, which should remain stable even if the VDD voltage is reduced over time.
• Nominal and dynamic ODT: Improvements to the ODT protocol and a new Park Mode allow for a nominal termination and dynamic write termination without having to drive the ODT pin .
• Burst length of 8 and burst chop of 4.
• Data masking.
• DBI: to help reduce power consumption and improve data signal integrity, this feature informs the DRAM as to whether the true or inverted data should be stored.
• New CRC for data bus: Enabling error detection capability for data transfers – especially beneficial during write operations and in non-ECC memory applications.
• New CA parity for command/address bus: Providing a low-cost method of verifying the integrity of command and address transfers over a link, for all operations.
• DLL off mode supported.

Wann die Prozessorhersteller auf DDR4 umsteigen, ist hingegen noch offen. Der nächste große Wurf von Intel und AMD dürften jedoch den neuen Standard anwenden.

Quelle: EETimes

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    • Kommentare (40)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Neues ist und war immer wesentlich teurer. Bei Speicher dauert es meist 1-2 Jahre, bis Gleichstand erreicht ist.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Neues ist und war immer wesentlich teurer. Bei Speicher dauert es meist 1-2 Jahre, bis Gleichstand erreicht ist.
      • Von Sturmtank Freizeitschrauber(in)
        Bin ja gespannt was die Module dann kosten werden.

        Wie war es damals beim Release von DDR3, waren die wesentlich teuerer als DDR2, bin da nicht so informiert.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Superwip
        Über die Latenzen von XDR(2) weiß ich nichts- aber wenn du recht hast und sie (noch) schlechter sind ist das natürlich ein großer Nachteil

        Das er teurer sein müsste denke ich nicht; das XDR aktuell so teuer ist liegt an den geringen Stückzahlen (vor allem im Vergleich zu DDR2/3) und die hohen RAMBUS Preise zu P4 Zeiten waren einem Speicherkartell zu verdanken
        RAMBUS ist einfach aufwendiger. Das bringt höhere Kosten für die Chips mit sich, die man beim Board nicht wirklich wieder reinbekommt und es bringt höhere Latenzen mit sich. DRAM bleibt nunmal DRAM und wenn man die Speicherzellen mit weniger Leitungen anbinden und trotzdem eine höhere Bandbreite erzielen will, dann macht sich das bemerkbar.

        Zitat
        Ursprüngliche Ideen scheinen ja gewesen zu sein, dass ein Speichercontroller immer jedes Modul einzeln ansprechen kann, sprich: quad oder hexachannel auf Desktopplattformen, auf Servern vielleicht auch mehr, eben so viel, wie in der Praxis für die jeweilige Plattform in Frage kommt

        Aber genau diese Idee ist (außer mit RAMBUS ) praktisch nicht realisierbar, weil du viel zu viele Leitungen brauchst. Und es macht auch nicht wirklich Sinn, sie zu realisieren, weil die CPUs diese gigantische Bandbreite gar nicht gebrauchen können.
      • Von Superwip Lötkolbengott/-göttin
        Zitat
        RAMBUS verschlimmert den entscheidenden Problempunkt (Latenz), kostet mehr und der einzige Vorteil liegt in einem Bereich (Bandbreite), in dem kein Bedarf besteht.

        Über die Latenzen von XDR(2) weiß ich nichts- aber wenn du recht hast und sie (noch) schlechter sind ist das natürlich ein großer Nachteil

        Das er teurer sein müsste denke ich nicht; das XDR aktuell so teuer ist liegt an den geringen Stückzahlen (vor allem im Vergleich zu DDR2/3) und die hohen RAMBUS Preise zu P4 Zeiten waren einem Speicherkartell zu verdanken

        Zitat
        Bezüglich Modul/Kanal:
        Du kannst an einem Speicherkanal nur einen Speicherkanal nutzen. Die Möglichkeit zur Nutzung mehrerer Module pro Kanal abzuschaffen, wäre einfach nur ein riesen Rückschritt in Sachen Speicherausbau.

        Ursprüngliche Ideen scheinen ja gewesen zu sein, dass ein Speichercontroller immer jedes Modul einzeln ansprechen kann, sprich: quad oder hexachannel auf Desktopplattformen, auf Servern vielleicht auch mehr, eben so viel, wie in der Praxis für die jeweilige Plattform in Frage kommt
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        RAMBUS verschlimmert den entscheidenden Problempunkt (Latenz), kostet mehr und der einzige Vorteil liegt in einem Bereich (Bandbreite), in dem kein Bedarf besteht.

        Bezüglich Modul/Kanal:
        Du kannst an einem Speicherkanal nur einen Speicherkanal nutzen. Die Möglichkeit zur Nutzung mehrerer Module pro Kanal abzuschaffen, wäre einfach nur ein riesen Rückschritt in Sachen Speicherausbau.
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