Powerbank-Kaufberatung: Damit einem nie die Energie ausgeht

Mit einer Powerbank lassen sich Handy, Tablet und Co. unterwegs flott wieder aufladen. Aber welche Powerbank benötige ich für meine Bedürfnisse? Wir erklären, worauf es ankommt und stellen empfehlenswerte Modelle vor.

2
Special Veronika Maucher Christopher Barnes Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Powerbank-Kaufberatung: Damit einem nie die Energie ausgeht
Quelle: Quelle: Anker/Jiga/Iniu

Nachfolgend finden Sie einen Hands-on-Praxistest unserer Redakteure Veronika und Chris. Um persönliche Erfahrungen und Einschätzungen mit den Produkten wiedergeben zu können, ist der Testbericht in der Ich-Form verfasst.

Wer kennt es nicht: Man ist mit dem Smartphone unterwegs, fotografiert, filmt, spielt oder surft und plötzlich ist der Akku am Limit und keine Steckdose in Sichtweite. Oder man plant ein mehrtägiges Outdoor-Abenteuer und möchte unter anderem aus Sicherheitsgründen das Smartphone dabei und geladen haben. Je nach Handy variiert die Laufzeit des Akkus, iPhone-Besitzer wissen, dass in der Regel nach einem Tag Schluss ist. Damit man auch unterwegs schnell wieder Saft hat, greifen viele Handy-Nutzer auf eine Powerbank zurück. Wir erklären, worauf es bei den "Stromspeichern-To-Go" ankommt.

Aktuelle Powerbank-Kurztests

Von uns neu getestet: Baseus Enercore CR11

Wer unterwegs arbeiten will, aber mal wieder in einem Zug ohne Steckdose landet, dürfte sich für die Baseus Enercore CR11 interessieren. Die versorgt angeschlossene Geräte mit bis zu 67 Watt, was sich auch für Laptops oder Tablets eignet, und verhindert dank einfahrbarem, 67,5-cm-langem USB-C-Kabel lästigen Kabelsalat. Außerdem fasst sie 20.000 mAh, womit ich meinen Arbeitslaptop, ein ThinkPad T14s Gen 4, im laufenden Betrieb um etwa 2/3 aufladen konnte. Ausgeschaltet oder mit diversen Stromsparoptionen ließe sich der Ladevorgang natürlich effizienter gestalten. Und Smartphones oder Kopfhörer können entsprechend noch öfter geladen werden.

Die Kehrseite des einfahrbaren Kabels ist natürlich, dass es bei Kabelbruch nicht einfach ersetzt werden kann. Zwar ist auch Laden über den USB-C-Eingang möglich, mit dem eigentlich die Powerbank selbst geladen wird. Trotzdem wäre die Enercore CR11 in diesem Fall dann nur noch zur Hälfte funktionstüchtig. Solange aber sorgsam damit umgegangen wird und alles einwandfrei funktioniert, bekommt man hier einen handlichen (14,5 × 7 × 2,7 cm, 386 g) Helfer mit geringer Hitzeentwicklung, digitaler Akkuanzeige und solider Leistung.

Patona Protect Powerbank Extreme 100

Die Patona Protect Powerbank Extreme 100 ist keine Powerbank für die Handtasche. Mit 805 g bringt der tragbare Stromspeicher relativ viel Gewicht, aber auch extrem viel Leistung mit. Mit einer Kapazität von 27.000 mAh sind hier einige Ladungen für Smartphone, Tablet und Co. drin. Die Kapazität hält auch, was sie verspricht. Nachdem ich mein iPhone 14 dreimal und mein iPad einmal geladen habe (jeweils von 20 auf 100 %), hatte die Patona Protect Powerbank Extreme 100 immer noch zwei von vier Strichen Saft.

Diese Powerbank ist auf Outdoor-Nutzung zugeschnitten. Deswegen ist sie mit Schock-Absorbern versehen, IP66-wasserfest und die Lade-Anschlüsse stecken hinter einer dichten Verschlussklappe. Dazu kommt dann auch noch eine LED-Taschenlampe. Die Powerbank kann Wireless Charging (auf der Rückseite, 15 W) und bringt zwei USB-A-, einen USB-C- (65 W) und einen DC-5525-Anschluss mit.

2GO All In One

Der große Vorteil der 2GO All In One sind die fest verbauten Kabel. Praktisch auf der Rückseite verstaut finden sich USB-A, USB-C, Micro-USB und Lightning mit einem kurzen Kabel. So hat man eigentlich für alle aktuell noch verwendeten Anschlüsse den passenden dabei. Natürlich kann man auch das eigene Kabel verwenden. Dazu verfügt die 2GO-Powerbank über entsprechende Buchsen an der Oberseite. Dort befinden sich auch zwei LEDs, die als Taschenlampe fungieren können.

Die 10.000 mAh halten, was sie versprechen, tatsächlich konnten wir unser iPhone 14 (benötigt jedes Mal ca. 3.000 mAh) knapp viermal laden. Die Solarpanels sind aber nicht dafür geeignet, wirklich groß für Ladung zu sorgen. Bauartbedingt können nur 300 mAh damit aufgeladen werden. Damit sind die Solarpanels ausschließlich für Notfälle geeignet. Wenn man also in der Wildnis festsitzt, der Handy-Akku und die Powerbank leer sind, dann kann man das Smartphone so weit bringen, dass man einen Notfall-Anruf absetzen kann.

Patona Powerbank Clear 3.0

Die Patona Powerbank Clear 3.0 kann mit drei Dingen punkten: Zum einen ist die Optik mit der durchsichtigen Oberseite schon ziemlich fancy. Das ist einfach ein echter Hingucker. Zum anderen ist sie klein und kompakt und passt so in jede Handtasche/jeden Rucksack. Der dritte Punkt ist die Tatsache, dass sie als Magsafe genutzt werden kann. Man kann sie also an Wireless-Charging-fähige Geräte per Magnet anheften und diese weiterhin handlich verwenden, während sie geladen werden.

Das alles macht die Patona Clear 3.0 ganz explizit zu einem alltäglichen Begleiter für Stilbewusste. Natürlich kann man sie auch über den USB-Anschluss, der sowohl als In- als auch Output funktioniert, nutzen. Uns sind im Test aber auch zwei Nachteile aufgefallen. Die Powerbank Clear 3.0 wird während des Ladens ziemlich heiß. Damit hat man einen heißen Magsafe am Handy hängen - das tut dem Akku auf Dauer nicht gut und in der Hand ist es auch unangenehm. Der andere Punkt ist, dass die 10.000 mAh nicht ganz halten, was sie sollten. Wir konnten unser iPhone 14 2x mit 3.000 mAh beladen, dann war Schluss.

Patona Clear 2.0

Auch die Patona Clear 2.0 verfügt über die praktischen, fest verbauten Kabel. Auf der Rückseite sind USB-A, USB-C, Lightning und sogar Micro-USB zu finden. So muss man sich keine Gedanken machen, ob man das korrekte Kabel dabei hat. Mit einer Kapazität von 20.000 mAh und diesen integrierten Kabeln ist die Patona Clear 2.0 damit ein hervorragender Begleiter für den Tag am See mit Freunden. Da kann wirklich jeder sein Smartphone mal schnell aufladen und niemand hat das Problem, dass er kein Kabel dabei hat.

Die durchsichtige Optik und das Display, auf welchem der Ladestand der Powerbank in Prozent zu sehen ist, sorgen dafür, dass die Clear 2.0 nicht einfach ein Klotz ist. Praktisch für unterwegs sind die Trageschlaufe und die LEDs, die als Taschenlampe fungieren bzw. SOS senden können. Allerdings wird sie bei all der Energie auch gerne mal etwas warm.

2
  1. Seite 1 Einleitung & Kurztests
  2. Seite 2 Anwendungsbereiche & Arten
  3. Seite 3 Auswahlkriterien & Fazit
    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Inras Software-Overclocker(in)
        Danke für die Eindrücke und den Test. Allerdings muss ich Bedenken zu den Geräten mit fest verbauten Kabeln einwerfen: Ich finde, dass sowas eine Sollbruchstelle ist. Man packt so eine Powerbank gerne in Rücksäcke, Taschen, usw. und die sind auch gerne mal voll. Somit knickt man zwangsläufig immer mal wieder die Kabel um. Früher oder später bekommt man sicher Kabelbrüche. Lieber Geräte mit Buchsen benutzten.
      • Von Inras Software-Overclocker(in)
        Danke für die Eindrücke und den Test. Allerdings muss ich Bedenken zu den Geräten mit fest verbauten Kabeln einwerfen: Ich finde, dass sowas eine Sollbruchstelle ist. Man packt so eine Powerbank gerne in Rücksäcke, Taschen, usw. und die sind auch gerne mal voll. Somit knickt man zwangsläufig immer mal wieder die Kabel um. Früher oder später bekommt man sicher Kabelbrüche. Lieber Geräte mit Buchsen benutzten.
      • Von MAiKAeFeRLiKoER
        Wollt ihr mal einen Blick auf die Ifory 100W Power Bank werfen?
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 08/2026 play5 08/2026 N-Zone 08/2026 Linux Magazin 08/2026 LinuxUser 08/2026 Raspberry Pi Geek 09/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk