Gaming oder Anime? Auf der Polaris 2025 antworten 50.000 Besucher mit ja - PCGH war vor Ort
Zum vierten Mal öffnete die Polaris vom 10. bis 12. Oktober die Tore in Hamburg, sowohl für Gaming-Fans als auch für Anime-Anhänger. Innerhalb von mittlerweile fünf Messehallen gab es ein großes Angebot.
Die Polaris Convention fühlt sich wie eine Messe der besonderen Art an - ein Mix aus Gamescom und Dokomi, nur entspannter. Statt ohrenbetäubendem Lärm und überfüllten Hallen erwartet Besucher hier eine Community-Convention, die Gaming- und Anime-Fankultur harmonisch vereint. Schnell wird klar: Die Grenzen zwischen den Szenen verschwimmen. Interessen überschneiden sich, statt sich auszuschließen - das macht Polaris zu einem Ort, an dem Fandoms zusammenfinden, statt nebeneinanderherzulaufen. Rund 50.000 Besucher strömten 2025 in die Hamburger Messehallen - ein deutlicher Sprung gegenüber den 10.000 Gästen im Debütjahr 2022. Schon vor der Öffnung bildeten sich lange Schlangen, und die Ausstellungsfläche wuchs mit: Inzwischen bespielt die Polaris fünf Messehallen, gefüllt mit Spielen, Cosplay, Merch, Künstlern und vor allem: Community-Flair.
Quelle: PCGH
Besonders für Spieler interessant war die Halle B7. In der Indie-Area konnten Hersteller ihre Projekte vorstellen, die Retro-Area ließ Nostalgiker-Herzen höher schlagen.
Spielerisch vernetzt: Die Polaris-App
Ein Highlight war die eigens entwickelte Polaris-App, die perfekt den nerdigen Ton der Convention traf. Sie lieferte News, Hallenpläne und Herausforderungen - und gamifizierte den Messebesuch: Zu Beginn erstellt man einen eigenen Charakter, der sich über QR-Code-Missionen und Freundschafts-Interaktionen leveln lässt. Wer fleißig sammelte, konnte coole Preise abräumen - vom exklusiven Merch bis zu Gaming-Hardware. Die App verband Information, Gamification und Community auf clevere Weise. Und das im schicken Look der Polaris - die bunten, poppigen Illustrationen fand man nicht nur in der App, sondern auch dekorativ als Fotomotiv in allen Hallen.
Quelle: PCGH
Die Illustrationen, die die Polaris offiziell ausschmückten, waren sehr modern und ansprechend gestaltet.
Farbenfrohe Vielfalt und kurze Wege
Kaum eine Convention vereint so viele Eindrücke auf engem Raum wie die Polaris 2025. Überall auf dem Gelände begegneten einem Cosplayer in farbenprächtigen Kostümen, die das Messebild prägten - besonders Hornet aus Hollow Knight: Silksong war der unangefochtene Publikumsliebling.
Nur wenige Gehminuten entfernt nutzten viele Fotografen und Cosplayer den benachbarten Stadtpark "Planten un Blomen" mit seinem japanischen Garten als stimmungsvolle Kulisse. Bei goldenem Herbstwetter entstanden dort unzählige beeindruckende Aufnahmen - ein inoffizielles, aber festes Highlight der Polaris-Tage.
Kompakt, aber nicht gedrängt
Die Convention erstreckte sich über fünf Messehallen der Hamburg Messe, blieb dabei aber erstaunlich übersichtlich. Kurze Wege und offene Übergänge machten den Besuch angenehm stressfrei - ein deutlicher Kontrast zu den riesigen Hallenlabyrinthen anderer Großmessen.
Quelle: PCGH
Wie sieht eigentlich Hornet unter der Maske aus? piixie._.png hat das wunderbar in ihrem Cosplay interpretiert!
Hallen voller Erlebnisse
In Halle B1 konnten Cosplayer und Interessierte in Workshops neue Techniken ausprobieren, an Fotoständen professionelle Bilder machen oder im Tabletop-Bereich gemeinsam spielen. Nahtlos führte der Weg weiter durch B2 bis B4, vorbei an der Footprint Gaming Stage, wo live gezockt wurde, bis hin zur Artist Alley - einem wahren Schatzkästchen für handgemachte Kunst, Prints und Fanartikel. Hier war spürbar, wie viel Herzblut in jedem Werk steckte.
Neo Taki und Munchi Markt
In Halle B5 ging es kulinarisch und popkulturell weiter: Auf dem Munchi Markt gab es japanische Süßspeisen wie Taiyaki, direkt daneben im Bereich Neo Taki offiziellen Merch - von Figuren über Kleidung bis zu Sammlerstücken aus der asiatischen Popkultur.
Quelle: PCGH
Wie essen Sie Ihre gefüllte Taiyaki-Waffel in Fischform am liebsten? Je nachdem, wo Sie ihn beginnen aufzuessen, sagt das etwas über Ihre Persönlichkeit aus.
Gaming, Retro und Creator
Halle B7 war das Herzstück der Gaming-Kultur. Hier trafen sich Indie-Studios, Retro-Fans und Content-Creator unter einem Dach. Zwischen dem Sandbox-Bereich mit Retro-Flohmarkt, einer kleinen Ausstellung nostalgischer Klassiker und der Indie-Area mit frischen Projekten kleiner Studios fand sich für fast jeden Geschmack etwas. Zentrum des Geschehens war die Plitch Main Stage - Schauplatz des großen Cosplay-Wettbewerbs, verschiedener Live-Shows mit Creatoren wie DoktorFroid sowie Panels mit Synchronsprechern aus der Anime-Szene. Im angrenzenden Cyberdome warteten die Content Creation Stage und der offizielle Polaris-Merch-Shop auf Besucher.
Quelle: PCGH
In der Retro-Area konnte man sich alten Klassikern an alten Konsolen und PCs widmen.
Trotz der lebendigen Atmosphäre blieb der Gaming-Bereich insgesamt eher überschaubar. Nintendo war mit einigen neuen Switch-2-Titeln vertreten, allerdings sorgte die begrenzte Zahl an Spielstationen für Wartezeiten. Auch die Indie-Area überzeugte mit Qualität, dürfte im kommenden Jahr aber gern noch größer werden.
Das zeigt: Die Polaris besitzt spürbares Wachstumspotenzial - ohne dabei ihre größte Stärke zu verlieren - den familiären, nahbaren Charakter, den viele Besucher besonders schätzen. Wir freuen uns also auf das nächste Jahr, wenn die Polaris 2026 dann ruft!
Gesamteindrücke Polaris
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Ist auch ein Besuch wert 👍
Und was ist denn mit FrankenMexx gemeint.Darum auch er geschrieben.