RTS Planetary Annihilation angespielt: Großes Update - Die neuen Features im Test mit Video
Ein Kickstarter-Schwergewicht wagt sich an die Öffentlichkeit und offenbart den Zugang zur ersten Alpha-Version des Spiels. "Early Backer" mit entsprechendem Paket können nun selbst erfahren, welches Spiel sie für ihr Geld bekommen werden. Alternativ kann das Spiel immer noch für einen mittlerweile reduzierten Betrag bei Steam für 65 Euro erwerben - dank diverser neuer Features, kann man das auch durchaus in Erwägung ziehen.
Auf dieser Seite
- 1 Planetary Annihilation: Neue Features seit dem letzten Test
- 2 Planetary Annihilation: Der Shitstorm zum Start der Alpha
- 3 Planetary Annihilation: Das Gameplay - Erste Fortschritte sind zu erkennen
- 4 Planetary Annihilation: Die Technik
- 5 Planetary Annihilation: Fazit der Alpha-Version - Langsam wird es was
Anmerkung: Wir haben den Originalartikel vom 25.06.2013 deutlich überarbeitet, nachdem die Entwickler von Uber Entertainment einige Updates zur ursprünglichen Alpha veröffentlicht haben.
"Planetary Annihilation" gilt als inoffizieller Nachfolge des beliebten RTS-Spiels "Total Annihilation" und gehört zu den größten Projekten, die bisher mittels Schwarmfinanzierung auf Kickstarter auf den Weg gebracht wurden. Mittlerweile läuft die Alpha-Phase, sodass "Backer" mit entsprechendem Paket schon Spielbares zu sehen bekommen haben. Wie versprochen wird das Build seit dem Start regelmäßig mithilfe des Community-Feedbacks verbessert. Mittlerweile sind zwei Drittel der Alpha-Phase vorbei, sodass auch der Preis für Alpha, Beta und Hauptspiel im Steam-Store von 83 auf 65 Euro reduziert wurde. Grund genug für uns, um noc hmal nachzuschauen, wie viel RTS-Spaß Sie nun für Ihr Geld bekommen.
Das Besondere dürften die geplanten Ausmaße sein. Die Karte ist im Prinzip nicht kleiner, die gesamte Galaxie und auch die Zahl der kommandierten Einheiten ist im Vergleich zu Spielen wie Starcraft oder C&C enorm groß. Dazu kann man "On-the-Fly" mit Mausrad aus der Galaxiekarte bis auf die einzelne Einheit zoomen. Nachdem unser erster Test der Alpha-Version eher ernüchternd ausgefallen ist, können wir nun erfreut feststellen, dass die Entwickler große Fortschritte gemacht haben. Gleich eine ganze Reihe neuer Features lassen mittlerweile erahnen, wie sich das Gesamtkonzept für das Spiel entwickeln wird.
Planetary Annihilation: Neue Features seit dem letzten Test
Nach den Windows-PC-Spielern können nun auch die Besitzer von MAC und Linux die Alpha herunterladen und spielen. Außerdem hat sich auch im Spiel mithilfe des User-Feedbacks einiges getan: Die KI gehört zwar noch nicht zu den intelligentesten, kann aber nun bauen und auch die Einheiten selbst sind etwas cleverer. Insgesamt 10 Spieler können schon auf einer Karte spielen, wobei nach wie vor nur ein Planet als Schlachtfeld zur Verfügung steht. Planet vs. Planet soll aber zeitnah folgen. Der Planeteneditor ist schon implementiert, den sie dann als Custom-Karte laden und spielen können. Außerdem gibt es einen zweiten Commander zur Auswahl - insgesamt genug neue Features, um Ihnen das Spiel nun auch im Video zu zeigen.
Planetary Annihilation: Der Shitstorm zum Start der Alpha
Der Start verlief nicht gerade nach Plan, dabei hat man eigentlich gar nichts falsch gemacht. Wenn man die Funding-Phase für das Spiel verpasst hat, bekommt man jetzt für 83 Euro die Möglichkeit, dennoch an der Alpha teilzunehmen. Für diesen Preis bekommen Sie, neben dem Alpha-Zugang, natürlich auch noch den Beta-Key und das finale Spiel. Aber die Online-Gemeinde steht auf den Barrikaden und fühlt sich bei 83 Euro für ein Indie-Spiel über den Tisch gezogen. Schließlich sind selbst fertige Triple-A-Titel wesentlich günstiger.
Die Ursache liegt schlicht beim Kickstarter-System. Um Zugang zur Alpha-Phase zu bekommen, musste man bei Kickstarter das High-Level-Tier für knapp 90 US-Dollar kaufen. Kleinere Pakete boten nur das Spiel oder den zusätzlichen Beta-Zugang. Es wäre also unfair, wenn das Spiel jetzt über Steam-Early-Access günstiger rausgehauen werden würde.
Da mittlerweile aber zwei Drittel der Alpha-Phase vorbei sind, wurde der Preis für das Gesamtpaket von Alpha, Beta und finalem Spiel auf 65 Euro gesenkt - sicher noch kein Schnäppchen, aber in diesem Umfang für RTS-Fans schon eine Überlegung wert.
Planetary Annihilation: Das Gameplay - Erste Fortschritte sind zu erkennen
Die geplanten Ausmaße für das Spiel sind enorm: Bis zu 40 Spieler gleichzeitig, kein Unit-Cap, Gefechte in Sonnensystemen oder gleich der ganzen Galaxie, Kolonien, Asteroiden als Massenvernichtungswaffen und unzählige einmalige Planeten. Das aktuelle Spiel lässt diese Pläne allerdings nur erahnen. An den schon im letzten Artikel bemängelten Schwächen hat sich bisher nur wenig getan. Es gibt keine konkreten Anzeigen, wie die Einheiten gebalanced sind oder wo ihre Stärken liegen - "Learning by Building" ist das Motto. Auch bessere Techstufen vermitteln nur bedingt eine Überlegenheit auf dem Schlachtfeld.
Etwas ärgerlich bis frustrierend sind aktuell auch diverse Details aus dem Gameplay. Warnmeldungen über Angriffe an der eigenen Basis kommen, wenn überhaupt, enorm verspätet, sodass praktisch keine Chance zum Reagieren bleibt. Das Einheitenblancing ist praktisch noch nicht vorhanden, sodass im Moment nur Lufteinheiten spielbar sind und alle anderen Techs einfach ignoriert werden - ärgerlich, da das Pathfinding eher an die nervigen Anfangstage des Genres erinnert
Das sogenannte Micromanagment spielt in "Planetary Annihilation" bestenfalls eine untergeordnete Rolle. Darunter versteht man, Einheiten gekonnt zu steuern und so eventuell zahlenmäßige Unterlegenheit durch spielerisches Können zu negieren. Hier läuft das nach dem klassischen "Stein, Schere oder Papier"-Prinzip. Baut der Gegner Flugzeuge, sollten Sie Anti-Air-Einheiten parat haben. Bei Schiffen eben die entsprechenden Schiffskiller in passender Zahl. Dann den Gegner finden und mit der besseren Einheitenzusammenstellung besiegen.
Bildergalerie
Das Rohstoffsystem ist simpel. Es gibt keine wichtigen Bauplätze oder Rohstoffe, die ausgehen könnten. Es gibt Erz und Energie, deren Produktionsgebäude überall gebaut werden können. Beim Bau von Gebäuden oder Fahrzeugen verlieren Sie die Rohstoffe nicht alle auf einen Schlag, sondern laufend über den Zeitraum der Produktion, was zum Faktor "aktueller Verbrauch" führt. Ist ihr aktueller Verbrauch größer als das von Ihnen generierte Einkommen, leeren sich Ihre Lager. Ist das Lager auf Null, verlangsamt sich die Produktion, da das verbleibende Einkommen zwischen den verbrauchenden Einrichtungen aufgeteilt werden muss. Sobald ihr Produktion wieder überwiegt, füllen sich die Lager wieder bis zu einem bestimmten Maximum.
In einigen Bereichen geht das Spiel seinen ganz eigenen Weg im RTS-Genre: Es gibt keine Minimap, um die Übersicht zu behalten - hierfür gibt es die vielen unterschiedlichen Zoomstufen. Auch die Fahrzeugklassen unterscheiden sich untereinander deutlich mehr als es bei anderen RTS-Spielen der Fall ist - mutig, aber dafür nicht immer ganz intuitiv. Es Bedarf einiger Zeit, um sich in das Konzept einfinden zu können. Grade da die Geschwindigkeiten der Einheiten teils extrem variieren, so dass Antir-Air-Fahrzeuge gerne weit voraus fahren, während schwere Panzer weiter hinten von Flugzeugen abgeschossen werden. Besonders hier machen sich die fehlenden Warnmeldungen negativ bemerkbar. Der Faktor Zeit ist auch ein wichtiger Punkt. Schon bei aktuell nur einem Planeten und vier Spielern kann es knapp 20 Minuten dauern, bevor man den ersten Widersacher bekämpft und bis drei ausgeschaltet sind, kann schnell eine Stunde oder mehr vergehen. Schwer vorzustellen, wie das mit bis zu 40 Spielern laufen soll. Andere RTS-Spiele setzen im Schnitt auf 30 Minuten pro Partie.
Planetary Annihilation: Die Technik
Das Spiel ist und wird wohl auch kein großer Augenschmaus. Das ist aber auch nicht gefordert und da wird ein Spiel wie "Star Citizen" sicher deutlich größer in der Bringschuld sein. Das Gesehene entspricht praktisch 1:1 dem, was man schon in den ersten Videos erkennen konnte. Ein leichter Comic-Stil ohne aufwändige Texturen oder besonderes hochwertige Modelle. In der größtmöglichen Vergrößerung bestehen die Einheiten aus einfachen Farbflächen ohne weitere Struktur. Auch die Landschaften sind groß und weit, können aber nicht durch eindrucksvolle Details punkten. Optisch hat das Spiel seinen ganz eigenen Stil, unterscheidet sich qualitativ jedoch deutlich von Starcraft oder dem nächsten C&C mit Frostbite-Motor. Das könnte dem enormen Maßstab geschuldet sein. Wenn man ohne Ladezeiten in einer ganzen Galaxie spielen will, müssen die optischen Details im kleinen Maßstab heruntergefahren werden.
Aber selbst die finale Version kann sich enorm von dem Spielerlebnis unterscheiden, das Sie spielen möchten: Es soll vollen Mod-Support geben und so ist es durchaus möglich, dass individuelle Spielkonzepte ähnlich populär wie das Hauptspiel werden.
Planetary Annihilation: Fazit der Alpha-Version - Langsam wird es was
Der erste Eindruck zum Start der Alpha fiel eher ernüchternd aus. Sicher war es schön, erstmals etwas Spielbares für das Geld zu bekommen, nach knapp 30 Minuten war der Spaßfaktor jedoch dahin - der damalige Projektstatus war noch eine enorm frühe Version des Spiels. Nach mehreren Patches macht "Planetay Annhilation" immerhin schon den Eindruck eines soliden RTS-Titels, der einige Stunden Spielspaß verspricht. KI und allgemeines Gameplay wirken runder und mit dem Planeten-Editor hat das Spiel schon sein erstes wichtiges Alleinstellungsmerkmal. Bis zum fertigen Spiel, das auf Augenhöhe mit den Größen des Genres agieren kann, ist es aber zweifellos noch ein weiter Weg - das sollte man von einer Alpha-Version aber auch nicht anders erwarten.
Die Wartezeit können Sie sich aber auch mit dem inoffiziellen Vorgänger vertreiben. Diesen bekommen Sie beispielsweise bei gog.com für knapp sechs US-Dollar.


Hat sich erledigt,auf der Homepage ging es.
Das TA meherfolg hatte als SupremeC2 liegt wohl auch an der Zeit wann TA raus kam.
Es muß das Jahr 97 gewesen sein.Da gab es nur ein Handvoll RTS Games wie CuC.Und es war etwas neues.
Wir haben es fast jede Woche auf ner Lan gespielt.Und fast jede Woche brachte einer neue Einheiten mit.
Was mich wirklich störte war diese dicke Berter.
Als SupCommander 2 kam war der Markt bereits gesättigt.Viele schlechte CuC Spiele so das nur noch echte Fans sowas spielen wollten.
Ich habe erst gestern Sup2 richtig angespielt obwohl ich es schon sein erscheinen auf meiner Platte habe.
Ich echt begeistert.
Habe gestern 12 Stunden am Stück gespielt
Gas Powered Games hat mit Planetary Annihilation überhaupt nichts zu tun. Uber Entertainment entwickelt dieses Spiel. Vertuschen will man da sicher nichts. Tatsache ist, dass bei Uber Ent. einige Entwickler von TA und SupCom arbeiten. TA hatte allerdings mehr Fans als SupCom und es war bei Entwicklungsbeginn unwahrscheinlicher, dass hierzu noch ein offizieller Nachfolger erscheint, als bei SupCom. Sowohl GPG als auch die Rechte an TA wurden nun allerdings von WarGaming.net gekauft.
2.) Ist Supreme Commander jetzt etwa schlecht weil sie eigentlich nur TA neu aufgelegt haben und es Supreme Commander genannt haben(Wegen Namensrechten, so wie jetzt bei PA)?
Ich habe nicht bezweifelt, dass Totally Annihilation von Cavedog entwickelt wurde, nicht einmal genannt wer es war.
Ich sagte dass Supreme Commander einen für das Spiel schlechten Erfolg erzielte,erst gar nicht wirklich bekannt wurde und in Rahmen dessen es mir so scheint, dass Gaspowered Games mit Planetary Annihilation eher Supreme Commander "neu auflegen" oder besser gesagt, einen neuen, verbesserten, Launch erreichen wollen. Dass man das Game dafür verändern und völlig vom eigentlichen distanzieren muss/will, ist klar.
Lies dir bite noch einmal meinen Beitrag durch, wir reden aneinander vorbei.