Pioneers of Pagonia: Benchmarks
Auf dieser Seite widmen wir uns der Frage, wie Pioneers of Pagonia auf verschiedener Hardware läuft - inklusive GPU- und CPU-Benchmarks.
Inhaltsverzeichnis
Wie üblich haben wir uns im Vorfeld ausgiebig mit dem Titel beschäftigt, um einen fundierten Eindruck von Gameplay und technischen Anforderungen zu gewinnen. Pioneers of Pagonia setzt nicht auf die Unreal Engine 5, sondern auf eine hauseigene Engine von Envision Entertainment. Diese Lösung ist exakt auf die Bedürfnisse des Spiels zugeschnitten, was sich im laufenden Betrieb deutlich zeigt. Die Anforderungen bleiben moderat, der Wuselfaktor ist jederzeit präsent und die Performance wirkt stabil. Optische Höchstleistungen dürfen Sie nicht erwarten. Pagonia setzt keine modernen Effekte wie Raytracing ein und verfolgt auch keinen Versuch, grafische Maßstäbe zu setzen. Das passt jedoch zum Anspruch des Spiels, denn klassische Siedler-Titel waren selten technische Vorreiter. Der Spielspaß litt darunter früher nicht und er tut es auch hier nicht. Durch die geringen Anforderungen kommen auch ältere Spiele-PCs in den Genuss von Pagonia. Wir haben das auch als Anlass genommen, deutlich betagte Hardware auf Tauglichkeit zu testen - Sie dürfen gespannt sein. Envision Entertainment nennt dabei folgende Anforderungen:
| Mindestens | Empfohlen | |
|---|---|---|
| 64-Bit-Prozessor und -Betriebssystem | 64-Bit-Prozessor und -Betriebssystem | |
| Betriebssystem | Windows 10 | Windows 10 |
| Prozessor | Quad Core | Hexa Core |
| Arbeitsspeicher | 8 GiB RAM | 16 GiB RAM |
| Grafik | Nvidia GTX 1050 Mobile / AMD Radeon RX 470 | Nvidia Geforce RTX 2060 Super / AMD Radeon RX 6650 XT |
| DirectX | Version 12 | Version 12 |
Nicht nur Sie fühlen sich beim Anblick dieser Anforderungen in die Vergangenheit zurückversetzt. Eine Radeon RX 470? Diese war vor fast zehn Jahren im Test bei PCGH, so alt ist diese Grafikkarte schon. Auch die Nennung keines bestimmten Modells bei den Prozessoren zeugt davon, dass man keinen Ryzen 7 9800X3D benötigt, um Pioneers of Pagonia flüssig zu spielen. Wir haben zahlreiche Benchmarks durchgeführt, um die Performance-Anforderungen von Pagonia besser einzuordnen.
Pioneers of Pagonia: Grafikkarten-Benchmarks
Fallen wir direkt mit der Tür ins Haus: Pioneers of Pagonia lässt sich mit sehr alten, sehr langsamen Grafikkarten spielen - auf den meisten sogar flüssig. Da die Anforderungen überschaubar sind, testen wir mit maximalen Details und der weitesten Kamera-Entfernung. Grafikkarten, die der Sache nicht gewachsen sind, lassen sich problemlos durch etwas Detail-Tuning flottmachen. Wie niedrig die Anforderungen für flüssiges Siedeln tatsächlich ausfallen, zeigt unser Benchmark mit diversen älteren Grafikkarten. Dabei handelt es sich nur um eine kleine Stichprobe, um die Minimalanforderungen zu skizzieren:
Sie besitzen eine Grafikkarte? Herzlichen Glückwunsch, denn dann läuft auch Pioneers of Pagonia! Problematisch sind lediglich Intel-GPUs, sowohl bei den dedizierten Arc-Grafikkarten als auch integrierten Chips gibt Pioneers of Pagonia eine Warnung aus. Die Entwickler sind auf ein Treiberproblen gestoßen, das Grafikfehler verursacht. Welches das ist und wann mit einem Fix zu rechnen ist, konnte man uns leider nicht sagen. Da Spiel und Genre optimal sind, um auch mobil zu siedeln, haben wir Testläufe auf einem Lunar-Lake-Notebook gewagt und stießen dabei auf weitere Limitierungen: Unser Asus Zenbook S14 Ultra 9 (UX5406SA 288V) stellt das Spiel flüssig dar - allerdings untersagt das Spiel auf integrierten Grafikeinheiten maximale Details, diverse Optionen lassen sich nicht heraufsetzen. Wir behalten die Sache im Auge und aktualisieren diesen Artikel, sobald wir Neuigkeiten erhalten.
Pioneers of Pagonia: Prozessor-Benchmarks
Aufbauspiele legen traditionell mehr Wert auf CPU- denn GPU-Leistung, da unzählige Dinge simuliert und berechnet werden müssen. Analog zu den Grafikkarten haben wir uns auch bei den Prozessoren besonders auf ältere Modelle, zum Vergleich jedoch auch neuere CPUs getestet. Kommen wir direkt zu den Werten, welche anhand derselben Testszene entstanden sind:
Die älteste CPU im Testfeld, ein Core i5-2400 (Sandy Bridge), erreicht bereits mehr als 60 Fps. Stabile 60 P1-Fps für fühlbar flüssiges Gameplay gibt es ab dem Core i7-4790K. Alles, was halbwegs neu und modern ist, reicht vollkommen für Pagonia aus. Auffällig ist jedoch eines: Die Performance von Intel-Prozessoren bis zur 12. Core-Generation ist im Vergleich zu eigentlich unterlegenen Ryzen-Prozessoren deutlich zu niedrig. Es gelingt etwa einem Ryzen 5 3600 normalerweise zu keiner Zeit, einen Core i9-11900K um über 20 Prozent zu schlagen, da dieser eher auf i7-8700K-Niveau agiert, und den Ryzen 7 3700X sieht man auch eher selten an der Seite eines Core i5-12400F. Wir haben den Entwickler über die Werte in Kenntnis gesetzt und arbeiten gemeinsam an einer Lösung zur Optimierung der "Intel-Bremse". Zumindest sind die Fps-Bereiche jeweils so hoch, dass kaum ein Spieler einen Unterschied bemerken dürfte. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sie sich aus Sicht der Prozessor-Anforderungen keine Gedanken machen müssen. Pagonia läuft sogar auf ältesten Quadcores noch flüssig. Wir empfehlen einen Hexacore, um auch bei größeren Städten gerüstet zu sein.
Pioneers of Pagonia: PCGH-Fazit
Dieser Test zeigt nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Gesamtbild. Die weitverzweigten Warenketten, die großen Inseln und das Zusammenspiel aller spielrelevanten Bereiche inklusive des Militärsystems ergeben ein rundes Erlebnis, das schlicht Freude bereitet und zuverlässig funktioniert. Wie in den frühen Siedler-Teilen beginnen Sie mit einfachen Aufgaben wie dem Sammeln von Holz und Steinen. Nach einigen Stunden verwalten Sie jedoch bereits tausende Pagonier, die in einem komplexen Geflecht aus Produktion, Transport und Versorgung über den Bildschirm wuseln und eine lebendige Siedlung formen, wie man sie aus den Klassikern kennt.
Die Version 1.0 hinterlässt einen reifen Eindruck. Neue Elemente ergänzen bewährte Mechaniken sinnvoll und sorgen dafür, dass sich das Gameplay vertraut und zugleich weiterentwickelt anfühlt. Das Ergebnis ist ein einladender Spielfluss, der sowohl Veteranen als auch Neueinsteiger einfängt. Und wem das bisher nicht reicht, der baut sich im umfangreichen Map-Editor die Insel seiner Träume.
Pioneers of Pagonia: Impressionen
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Das was ich anspreche ist auch mehr allgemeiner Natur. Das Spiel hier ist nur mal wieder ein paradebeispiel, weil das häufig vorkommt. Die Anforderungen steigen und steigen durch die Bank und dann kommts eben immer wieder vor, dass Spiele mit eigentlich sehr simpler grafik zwar relativ zu den aktuellen Aufwändigen Spielen geringe Anforderungen stellen, aber trotzdem sehr viel höhere Anforderungen bei gleichzeitg sehr viel schlechterer Grafik stellen, als ältere AAA Spiele.
Hardware die vor Jahren noch grafisch opulente spiele rendern konnte wird nun praktisch wertlos, weil selbst einfachste Spiele exorbitant höhere Anforderungen stellen und dabei deutlich schlechter aussehen.
Und dabei ist es ja noch nichtmal so, dass die RTX2060 ein veraltetes Featureset hat. Nein, das ist ne Turing Karte, die DX12 Ultimate unterstützt und daher bei keinem Grafikfeature überproportional performance einbüßen müsste.
Es scheint wirklich so, als würden Entwickler sich einfach nur ne RTX5090, vielleicht noch ne 3080 zum testen besorgen und dann so sagen. "Ah ja, 3080 ist ja schon alt, also muss 1440p 60 reichen. Und die 5090 läuft ja mit 150 FPS in 4K" Also passt auch.
Ob das auch nur ansatzweise in irgend nem gerechtfertigten Verhältnis steht. Ob sich irgend jemand mal ansieht, was so eine Unglaublich starke GPU wie eine 5090 da alles berechnet, um dann trotzdem "nur" 150 FPS zu erreichen... Ne, es juckt einfach keine Sau. Es wird einfach davon ausgegangen, dass man ne aktuelle GPU hat und wenn dann eine nagelneue GPU für 300€ nur FullHD in 60 FPS in irgend nem Mobile-Ranz game schafft, dann ist das Okay, weil das ja die "low end" Karte ist.
Ist jetzt übertrieben formuliert, aber so in etwa läufts doch ab. Performance wird immer relativ zu topaktueller Hardware bewertet. Ob man vor 5 oder 10 Jahren mit nem Bruchteil der Rechenleistung bereits 10x so gute Grafik hatte scheint einfach keinen zu interessieren. Hauptsache "läuft irgendwie auf aktueller Hardware".
Zu viele Devs fahren diesen Ansatz und mir gehts wirklich auf den Senkel dass sowas von Hardwareredaktionen immer schön geredet und relativiert wird. Das grenzt an Gaslighting, wenn jemand mit einer betagten GPU auf der mal grafisch sehr schöne Spiele liefen plötzlich nichtmal mehr so ein Game flüssig zum laufen bekommt oder man bei der eh schon einfachen Grafik die Settings noch weiter runter drehen soll.
Und kommt mir jetzt bitte nicht mit "früher hat man auch bei neidrigeren FPS gespielt". Ja hat man. Aber meistens weil die Anforderungen aufgrund sehr fortschrittlicher Grafik gestiegen sind. Nicht weil man Grafisch extrem Rückständige Spiele gespielt hat und die Anforderungen trotzdem durch die Decke gehen.
Selbst Dying Light The Beast ist so ein Beispiel. Das ist ein Rasterized Game mit RT GI, RT Reflexionen und RT Schatten on Top. Die RT-Last also eigentlich relativ moderat und rein optisch bewegen sich die RT Features auf einem Cyberpunk oder Metro Exodus Niveau. Spiele die also vor Jahren mit vergleichbaren RT Features bereits deutlich performanter liefen. Tatsächlich sind die Anforderungen bei Dying Light The Beast aber vergleichbar mit Spielen die Pathtracing nutzen. Dabei hat sich mit Pathtracing die Frametime meist im Vergleich zu Raytracing verdoppelt, also die FPS nochmal halbiert. Heißt, Dying Light The Beast braucht für vergleichbare RT Grafik in etwa doppelt so viel Frametime wie Spiele mit vergleichbaren Grafischen Features.
Man könnte ja noch über schwankungen von 30, meinetwegen 50% diskutieren. Je nachdem wie gut das Studio optimieren kann. Aber einfach mal um 100% das marktübliche Niveau verfehlen und sich auf einem Frametime Niveau mit Pathtracing zu bewegen ist schon wirklich übel. Das muss man erstmal schaffen.
Auch hier wieder sehe ich es schon kommen, wie meine 4080 gestern noch Pathtracing berechnet hat und ich morgen Raytracing komplett ausschalten muss, weil es die GPU nicht mehr packt (Bei DL the Beast fehlt da eigentlich nicht mehr viel, um mich dazu zu bringen) oder nur noch Matschtexturen sehe, weil ich mit 16 GB VRAM die Texturen auf Low und somit auf Gamecube Niveau runterschrauben muss.
Bei DIESER Grafik?
Das hätte ich eher in 4K erwartet. Und selbst dann wären die Anforderungen sehr hoch.
Pagonia ist aus der Not heraus entstanden und hat sich dann daraus entwickelt. Ohne den Siedler-Flop von Ubisoft gäbe es gar kein Pagonia. Kann man jetzt sehen, wie man will, aber ich freue mich über diese Entwicklung und sehe dann über grafische Schwachstellen hinweg.
Bei DIESER Grafik?
Das hätte ich eher in 4K erwartet. Und selbst dann wären die Anforderungen sehr hoch.
Und dann schreibt ihr auch noch, dass die Anforderungen gering sind? Kapier ich nicht... Die Anforderungen sind um mindestens eine Größenordnung zu hoch. Die Grafik ist auf League of Legends Niveau.
Ich verstehe es nicht, warum die meisten Benchmarker da irgendwie den Bezug zur Realität verlieren. Ist jetzt nicht böse gemeint, aber wir hatten schon mit GPUs, die halb so stark wie eine RTX2060 waren fantastisch aussehende Triple-A Games mit vielfach höherem Polycount und vielfach aufwändigerer Beleuchtung und Weitsicht.
Man hat das Gefühl, dass manche sich nur an die Spiele der letzten 2 Jahre erinnern und ne RTX2060 in dem Kontext eben "alt" ist und dass auf "alter" Hardware auch einfachste indie Games nur mäßig performen dürfen, egal wie simpel sie aussehen, scheint man dann als OK hinzunehmen.
Ich kann schon sehen, wie PCGH und co künftig Pixel Art Games benchen und es dann völlig okay finden, wenn diese auf ner RTX2060 dann mit 10 FPS laufen. Weil hey, was soll man machen, das ding ist alt... Das "muss" ja langsam laufen. Völlig egal, ob darauf schonmal ein Crysis 3 oder Cyberpunk lief.
Mir erschließt sich die Logik nicht so ganz...
Ich sehs schon kommen, wie ich in 10 Jahren auf meiner RTX4080 nichtmal mehr ein 2D Metroidvania flüssig spielen kann, obwohl damit aktuell noch Pathtracing geht. Da würde ich mir dann anhören dürfen "solange sie eine Grafikkarte besitzen läuft das Spiel" während ich auf meiner 4080 dann auf FHD runterschalten muss um in irgend nem popel Indie Game mit mobile Grafik halbwegs spielbare Frameraten zu erreichen.
Das Ding hat vorgefertigte Kategorien, die du auswählen kannst. Oder du lässt die Siedler einfach frei entscheiden, was sie da reintun wollen. Kann dann aber ineffizient sein, je nachdem, wo du das Teil gebaut hast. Deshalb baue ich das immer ins Zentrum, und drumherum die kleinen Lager, damit die Minen, Holzfäller etc. ihre Lager leer bekommen und weiter buckeln können.
Man kann die Kategorien nicht einfach wechseln, muss erst alles raus sein vorher.
Jo, ich lass jetzt 20 Soldaten an den Grenzübergängen patroullieren - DDR-Style.
Bislang ist nichts mehr rübergekommen.
Geologe hat Diamanten gefunden, yuhu