Palworld-Klage: Nintendo scheitert vorerst mit neuem Patent
Nintendo wollte sich offenbar ein weiteres Monsterfang-Patent sichern. Doch das japanische Patentamt sieht laut Bericht bislang keinen ausreichenden erfinderischen Schritt.
Nintendo und The Pokémon Company gehen seit 2024 juristisch gegen Pocketpair vor. Der Vorwurf: Palworld soll mehrere Patente verletzt haben, die Mechaniken rund um das Fangen und Einsetzen von Kreaturen betreffen. Nun gibt es eine weitere Entwicklung in dem Fall, die allerdings für Nintendo zumindest kurzfristig ungünstig ausfällt. Wie Games Fray berichtet, hat das japanische Patentamt eine neue Patentanmeldung von Nintendo vorerst zurückgewiesen.
Konkret geht es um die japanische Patentanmeldung 2026-019762. Diese stammt laut Bericht aus derselben Patentfamilie wie zwei der drei Patente, die Nintendo bereits gegen die PC- und Konsolenversionen von Palworld anführt. Die neue Anmeldung könnte deshalb vor allem mit Blick auf das kommende Palworld Mobile interessant sein.
Allerdings liegt genau an dieser Stelle der Haken, denn das japanische Patentamt sieht in der aktuellen Fassung des dritten Patents offenbar keinen ausreichenden erfinderischen Schritt. Nach Darstellung von Games Fray wurde die Anmeldung beanstandet, weil sich die beanspruchte Kombination aus bereits bekannten Techniken als naheliegend ergibt. Dazu zählen unter anderem das Verwenden eines Fangobjekts während eines Kampfes sowie die Entscheidung, ob ein Fangversuch gelingt oder fehlschlägt.
Für Nintendo ist das zwar ein kleiner Rückschritt, allerdings keine endgültige Niederlage. Das Unternehmen kann die Patentansprüche theoretisch noch einmal ändern, weitere Argumente vorlegen oder gegen eine Entscheidung vorgehen. Laut Bericht hatte Nintendo die Ansprüche sogar bereits im Februar angepasst. Die neue Einschätzung des Patentamts deutet jedoch darauf hin, dass Nintendo ein breit gefasstes Touchscreen-Patent auf diese Mechanik nicht ohne weitere Hürden erhalten dürfte.
Und auch für Pocketpair bedeutet die neue Entwicklung bei den Patenten keinen Abschluss des Verfahrens. Aber immerhin könnte die Zurückweisung für die Verteidigung von Bedeutung sein, wenn ähnliche Grundideen innerhalb derselben Patentfamilie als naheliegend bewertet werden. Nintendo dürfte nun versuchen, die Anmeldung enger zu fassen oder den Prüfer von einer anderen Bewertung zu überzeugen. Bis dahin bleibt offen, ob aus der Touchscreen-Anmeldung überhaupt ein durchsetzbares Patent wird.
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Quelle: Games Frey

Sorry.
Japan ist aber sowieso unten durch mit Patenten bezüglich Software und Copyright. Bis da mal richtig Geld durch freien Mod-Content verdient werden kann, oder irgend ein anderes Wunder, was die Megafirmen in Japan zum Umdenken bewegt, wird sich absolut nichts ändern.
Ich hasse solches Lawfare. Selbst wenn das selbst entwickelt wurde, sollte sowas als Patent-Trollerei gewertet und verboten werden. Spielmechaniken... Meine Güte...
Das ist natürlich Quark.
Die hätten das wie Valve machen sollen. Da kam auf Twitter n Video (1min, vertical) mit dem VR-Headset, Steam Frame. War ein Dev-Kit welches bei einem Reviewer gelandet ist (kA wie, aber kein NDA etc. vorhanden). Valve hat den Reviewer einfach gebeten, den Content zu entfernen - was auch passiert ist. Keine weiteren Ausschreitungen.
Deswegen hat Valve auch den Ruf von einer guten, kundenfreundlichen Firma. Und Nintendo gesellt sich zu Ubisoft, EA und anderen wo man sich 3x überlegt was man kauft