PCGH-Interview: Intel über die Penryn-Verfügbarkeit, X48 und die Prozessorzukunft

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PC Games Hardware spricht mit Intels Martin Strobel über die Wolfdale-Verzögerung, Nehalem, Larrabee und Spiele-PCs 2009.

Martin Strobel, Pressereferent für die Fachpresse bei Intel Martin Strobel, Pressereferent für die Fachpresse bei Intel Genau wie bei unserem Interview mit AMD, konnten Sie im Extreme-Forum Fragen an Intel stellen. Beantwortet wurden Sie von Martin Strobel dem Pressereferenten für die Fachpresse bei Intel. Das komplette Interview finden Sie bereits jetzt auf PCGH-Online, in der kommenden Print-Ausgabe 03/2008 (EVT: 06. Februar 2008) testen wir zudem alle neuen Wolfdale- und Yorkfield-Prozessoren.

PCGH: Ursprünglich sollten Yorkfield- und Wolfdale-CPUs bereits Mitte Januar verfügbar sein. Bisher sind aber gerade die Wolfdale-Modelle selten. Was ist der Grund für die Verzögerung?

Martin Strobel: Anfang Januar haben wir auf der CES in Las Vegas 16 45-nm-Prozessoren angekündigt. Dazu gehören die Desktop-Dualcore-Varianten, die in den nächsten Wochen in Komplettsystemen zu kaufen sein sollten. Weitere Desktop-Quadcore-Varianten wird es im Laufe des ersten Quartals zu kaufen geben. Dazu gehört auch der QX9770.

PCGH: Der Q6600 wurde bereits abgekündigt - wie lange laufen 45- und 65-Nanometer-CPUs parallel?

Martin Strobel: Solange wir für die 65-nm-Prozessoren eine Nachfrage sehen, werden wir
diese herstellen.

PCGH: Sind Ultra-Low-Voltage-Varianten der aktuellen 45-Nanometer-CPUs geplant?

Martin Strobel: Es gibt definitiv einen Bedarf für diese Prozessoren und dem werden wir auch mit entsprechenden Produkten nachkommen.

PCGH: Wann können wir mit Intels X48-Mainboard rechnen?

Martin Strobel: Der X48-Chipsatz ist für einen FSB von bis zu 400 MHz ausgelegt. Die passende CPU hierfür ist der QX9770. Die Markteinführung der beiden Produkte ist noch für das erste Quartal 2008 geplant.

PCGH: Welche CPUs wird es außer Yorkfield und Wolfdale mit 45-Nanometer-Fertigung geben?

Martin Strobel: Das ist eine ganze Menge. Es kommen auf jeden Fall noch die Penryn-CPUs, also die Notebook-Varianten, von denen wir schon fünf Modelle angekündigt haben. Wir stecken aber auch gerade in der Entwicklung von Larrabee, einem Multicore-Prozessor für hoch parallelisierbare Aufgaben. Und dann kommt dieses Jahr noch Nehalem.

PCGH: Deine Einschätzung: Wie viele Kerne arbeiten Anfang 2009 in einem typischen Spiele-PC?

Martin Strobel: Einfache Antwort: vier Kerne. Die Vierkern-Technik ist bis dahin etwas älter als zwei Jahre und hat sich dann vom High-End-System bis hin zum normalen Spiele-PC etabliert. Der Grund hierfür wird sein, dass immer mehr Spiele mehrere Kerne unterstützen und die CPU-Preise bereits heute so attraktiv sind, dass man Leistung und Spielvergnügen verschenkt, wenn man nicht auf Quadcore-Prozessoren setzt.

PCGH: Wird es dann noch deutliche Taktsteigerungen geben oder skalieren kommende CPUs eher über Kerne und Architektur?

Martin Strobel: Taktsteigerungen sind stets die einfachste Möglichkeit, mehr Leistung aus einer Anwendung zu holen, aber zu welchem Preis? Eine 20 Prozent schnellere Taktfrequenz führt zu etwa 13 Prozent mehr Leistung, treibt aber den Stromverbrauch um ungefähr 70 Prozent in die Höhe.

Die Multicore-Technik verspricht, effizienter zu sein. Aber auch hier ist es falsch zu behaupten, dass acht Kerne doppelt so schnell sind wie vier. Am Ende entscheidet bei den x86-Mikroprozessoren mehr als nur Taktfrequenz und zusätzliche Kerne über deren Leistung. Wir glauben, dass man für zukünftige, noch schnellere Prozessoren neue Befehlssätze und Verbesserungen am Cache benötigt und dass man das Hardware-Thread-Scheduling weiter optimieren muss.

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