PCGH-Chronik: Magazin-Cover des Jahres 2007 plus Nostalgie-Rückblick
Wir haben alle Titelseiten der PC Games Hardware des Jahres 2007 zusammengestellt und garnieren dies mit einer kleinen Rückschau auf das Jahr 2007.
Quelle: PCGH
Titelseite der PCGH 02/2007
Das Jahr 2007 stand am Anfang ganz im Zeichen des damals neuen Betriebssystems Windows Vista. Ein Highlight von Vista war die Direct-X-10-Untertstützung. Doch zunächst fehlte es an passenden Spielen. Allerdings zögerten viele Anwender und bemängelten vor allem Software- und Treiberprobleme sowie die insgesamt nur mäßige Performance.
Mehrkern-Prozessoren
Im Februar 2007 hatte Intel genau einen, AMD gar keinen Vierkern-Prozessor im Programm. Dafür probierte Intel schon einmal, wie sich ein Chip mit 80 Kernen schlägt; "Polaris" erreicht die Leistung von einem Teraflop, wird aber niemals zu einem kommerziellen Produkt werden - die Recheneinheiten sind simpel gestrickt, Caches gibt es nicht.
Enttäuschende Cebit
Kaum ein Hersteller wartete noch mit der Präsentation seiner Produkte bis zur Cebit 2007, nur Intel stellt die Santa-Rosa-Plattform für Notebooks vor. Erstmals kam dabei ein Flashspeichermodul zum Einsatz, das als Cachespeicher von Windows Vista genutzt werden sollte - heute wissen wir: Es wird ein Flop.
Vierkern-Prozessoren
Im April 2007 gibt AMD erste Details zu den kommenden Vierkern-Prozessoren bekannt und startet damit einen beispiellosen "Salami-Launch", der noch Monate anhalten wird. Alle paar Wochen lässt der Chiphersteller ein paar weitere Informationen heraus, doch bis die Prozessoren tatsächlich auf den Markt kommen, wird es noch bis zum September dauern. Intel unterdessen umreißt beim Entwicklerforum IDF die Core-Nachfolgearchitekturen "Penryn" und "Nehalem". Erste Benchmarks eines Penryn-Chips, von Intel allerdings vorgegeben, versprechen einen deutlichen Leistungsschub. Der AMD-Vierkerner wird sich nicht wie geplant mit Core-, sondern mit Penryn-Prozessoren messen müssen.
Quelle: PCGH
Titelseite der PCGH 06/2007
R600 startet
Anfang Mai 2007 ist der erste Direct-X-10-Chip aus dem Hause AMD fertig. Doch der R600 enttäuscht: Bei den Benchmarks reihen sich die Karten der HD-2900-Serie meist zwischen Geforce 8800 GTS und GTX ein. Auch die Treiber wirken unfertig. Punkten kann die HD-Serie dagegen bei der Multimedia-Ausstattung, bei den meisten Spielern fällt der Chip aber vorerst durch.
Intel-Offensive
Das Angebot an Vierkern-Prozessoren wächst: Nachdem Intel zu Beginn des Jahres den Core 2 Quad Q6600 vorgestellt hat, folgen im Spätsommer eine ganze Reihe neuer Modelle mit schnellerem Frontside-Bus, begleitet von massiven Preissenkungen. Ein Core 2 Quad Q6600 ist nun schon für knapp 230 Euro zu haben. AMD kann noch keinen Vierkern-Chip ausliefern. Im August sehen wir bei der Games Convention hinter verschlossenen Türen einen AMD-Vierkerner, dessen offizieller Name "Phenom" in der Zwischenzeit enthüllt worden ist. Der Chip im Test-Rechner wird mit knapp drei Gigahertz getaktet, Stranglehold (dt.) nutzt alle vier Kerne und läuft flüssig; das macht Lust auf mehr und weckt die Hoffnung, dass AMD bis Jahresende zu Intel aufschließen kann. Erstmals ist PC Games Hardware am Computec-Stand vor Ort und zeigt live, wie sich ein Serien-PC übertakten lässt.
Quelle: PCGH
Titelseite der PCGH 11/2007
Heißer Herbst
Im September 2007 erscheint "Barcelona", die Server-Variante des AMD Vierkern-Prozessors. Die Leistungstests sind gut, allerdings ist der schnellste Opteron mit nur zwei Gigahertz getaktet. Erst zwei Monate später, am 19. November stellt AMD die Desktop-Version Phenom vor, die Teil der Spider-Plattform ist. Der erste Eindruck ist durchwachsen: Die Taktfrequenzen sind niedrig, die Modelle im Vergleich zu Penryn-Chips chancenlos und ein Fehler im Prozessor kann zu deutlichem Leistungsverlust führen. Positiv schneiden dagegen die neuen Grafikkarten der überarbeiteten HD-Serie ab: "Zu der HD38x0-Mittelklasse kann man AMD gratulieren", befindet Fachredakteur Carsten Spille.
Ein Fest für Spieler
Nvidia hat allerdings einige Wochen zuvor den 8800-GT-Chip präsentiert, der ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet und schnell zum Kleinod vieler Spieler wird. Spiele-Kracher gibt es genügend, die allesamt im Oktober und November erscheinen: Crysis ist endlich da, Call of Duty 4, Hellgate, NfS: Pro Street, Unreal Tournament 3 und viele weitere. Das Ende des Jahres wird etwas ruhiger. Großer Beliebtheit erfreut sich der Eee-PC von Asus, ein 300-Euro-Notebook mit Linux-OS, das im Dezember auch in Deutschland erscheint. Das Gerät ist klein, leicht und preiswert - die Händler haben Lieferengpässe.
