"Ich wähle keine Spielekiller": Breites Medienecho, CSU zeigt sich uneinsichtig
Erst gestern berichtete PCGH über die Aktion "Ich wähle keine Spielekiller", und schon heute zeichnet sich ein gigantisches Medienecho ab. Die CSU scheint auch die ersten Faxe bekommen zu haben - das lässt zumindest der Kommentar von Georg Schmid, Vorsitzender der CSU-Fraktion im Landtag, erahnen.
Die Aktion "Ich wähle keine Spielekiller" schlägt große Wellen im Internet. Viele Webseiten, vor allem solche mit Spieleausrichtung, haben das Thema aufgegriffen und entsprechend kommentiert. Die Ausrichtung ist dabei klar: Mündige PC-Spieler wollen sich nicht durch billigen Wahlpopulismus bevormunden lassen.
Quelle: Computec Media GmbH
Das Formular zu: "Ich wähle keine Spielekiller"
Hier nur eine kleine Auswahl der Webseiten, die neben den Unterzeichnern der Aktion über das Thema berichten:
• Golem.de
• TweakPC.de
• Gamecaptain
• Allvatar
• Amazon (Forum)
• Shooter-szene.de
Bei der CSU scheinen auch die ersten Faxe angekommen zu sein. Wie zwd.info berichtet, unterstützt der CSU-Fraktionsvorsitzende Schmid die Vorschläge seines Parteikollegen Herrmann. "Menschenverachtende Killerspiele, bei denen Menschen bei lebendigem Leibe verbrannt werden oder aus purer Mordslust gemeuchelt werden sollen, gehören nicht auf Computer und Spielekonsolen. Es ist mir völlig unverständlich, wie man solche Spiele verteidigen kann", wird Schmid zitiert. Er weist weiterhin die Kritik zurück, dass die Computerspiele-Industrie durch das Vorgehen pauschal verurteilt werde. Man bemühe sich, den Deutschen Computerspielpreis nach München zu holen. Die Bayerische Staatsregierung als "Spiele-Killer" zu diffamieren, sei "völlig abwegig", so zwd.info.
Rückenwind bekommt die Aktion "Ich wähle keine Spielekiller" dagegen durch die FDP. Zwd.info bietet eine Stellungnahme des medienpolitischen Sprechers der FDP, Christoph Waitz. Er spricht von "populistischen Verbotsforderungen" und von Aktionismus im Vorfeld der Landtagswahl. Die "unsinnige" Verbotsinitiative Bayerns im letzten Jahr sei zu Recht gestoppt worden. Waitz spricht außerdem an, dass das eigentliche Problem darin liege, dass Spiele sich im Internet ohne Alterskontrolle illegal herunterladen lassen.
Alle Infos zur Aktion "Ich wähle keine Spielekiller" finden Sie im passenden PCGH-Artikel zum Thema.
