Wunderkiste P800
Kommunikationsfragen
Das Smartphone von Sony Ericsson ist sehr handlich. Die einzelnen Menüpunkte lassen sich einfach ansteuern.
Natürlich muss man die Daten zuerst auf das Handy bekommen, damit man später auch die Musik genießen kann. Hierzu liefert Sony Ericsson das P800 mit einer USB-1.1-Dockingstation aus. Das Handy wird in der Station aufgeladen, außerdem steht es damit unter Windows zur Synchronisation bereit. Mit Lotus und Outlook kann die Software problemlos Daten austauschen. Zudem ist sowohl der 12 MByte große Festspeicher als auch der Memory Stick Duo über den Explorer direkt beschreibbar - beispielsweise für Filme. Dies geschieht jedoch relativ gemächlich, denn die USB-Dockingstation wird von der Ericsson-Software zu einer seriellen Schnittstelle umgewandelt - entsprechend langsam fließen die Daten zwischen dem Handy und dem Computer.
Wer es schneller und schicker haben möchte, der entscheidet sich daher für eine Bluetooth-Verbindung. Das P800 verfügt über vielerlei Kommunikationswege, so auch über Bluetooth. Mit einem passenden USB-Stick kann man so ohne Probleme eine drahtlose Verbindung zwischen dem Desktop und dem Smartphone etablieren - die Software ist bereits darauf vorbereitet. Für die Anhänger der Infrarot-Kommunikation ist auch eine IR-Schnittstelle am Handy vorhanden.
Die tägliche PDA-Arbeit
Das P800 verfügt über einen Aufgabenplaner.
Besonders interessant ist ein Smartphone für Leute, die mittels eines PDAs Termine planen, denen es aber auf Dauer zu lästig ist, zwei Geräte mit sich herumzuschleppen. Ein 140-Gramm-Gerät mit Touchscreen ist da eine gute Ersatzlösung. Die Schrifterkennung des P800 ist hervorragend, so dass eine schnelle Eingabe möglich ist. Zudem existiert eine virtuelle Tastatur, wenn man lieber tippen möchte. Das P800 verfügt über weitreichende PIM-Funktionen, also über einen gut ausgebauten Kalender, eine Adressverwaltung, einen Aufgabenplaner und ein Notizblock für Text- und Malnotizen. Zudem steht ein Diktiergerät zur Verfügung, das dank des Wechselspeichers kaum eine Aufnahmebegrenzung kennt. Wer für seine Arbeit zusätzliche Daten aus dem Internet benötigt, der kann auf den kostenlosen Opera-Browser zurückgreifen, der sogar Javascripte und Frames beherrscht. Ein Dokument-Viewer erlaubt das Lesen von Office-Dateien, die man am PC erstellt hat. Damit ist das P800 auf gleichem Niveau wie die meisten ausgewachsenen PDAs und somit gut für den mobilen Büroeinsatz gerüstet. Allerdings zeigte sich im Test, dass einige kostenpflichtige Erweiterungen durchaus empfehlenswert sind, beispielsweise die Anwendung "Handy Day". Diese zeigt auf einen Blick die heute anstehenden Aufgaben und Termine an, wie man es von einem Pocket-PC-PDA kennt. Interessant ist auch die Anwendung "Handy Dates" zur besseren Verwaltung von Geburts- und anderen Jahrestagen. Wer sein Büro immer dabeihaben möchte, kann für das P800 auf dem freien Markt spezielle Office-Tools erwerben. Von der Textverarbeitung bis zur Tabellenkalkulation gibt es kaum eine Programmart, die es noch nicht für das P800 gibt. Selbst Grafikprogramme und eBook/eNews-Reader stehen für das kleine Gerät zur Verfügung.
Spielen geht auch!
Außerdem können Sie mit dem integrierten Browser surfen.
Doch was macht man mit einem Handy, wenn man in Bus oder Bahn unterwegs ist? Die meisten Leute starten dann die kläglichen Java-Spiele moderner Handys. Mit einem Power-Gerät wie dem P800 sind natürlich ganz andere Spiele möglich - von 3D-Weltraumspielen bis zu alten PC-Spielen. So kann man die Men in Black als 3D-Spiel mit echten Polygonen gegen Aliens antreten oder feindliche 3D-Flieger bei Interstellar Flames explodieren lassen. Selbst Strategiespiele und Sportspiele sind für das P800 verfügbar. Daneben gibt es den tollen Emulator EScummVM für das P800 kostenlos im Netz. Das Programm kann sämtliche Spiele mit Scumm-Engine von Lucas Arts auf dem P800 abspielen. Und es macht richtig Laune, wenn man Monkey Island 2 in sehr guter Qualität nach Jahren wieder spielen kann.
Fazit:
Dank integrierter Digicam lassen sich Bilder für die Ewigkeit festhalten.
Auch wenn das P800 nicht überall perfekt ist, so stellt es doch das bislang kompletteste und beste Smartphone dar - egal ob man das Gerät als PDA oder als Game-Boy-Ersatz nutzen möchte. Das P800 kostet ohne Vertrag etwa 700 Euro.
