Special Effects!
Kupfer: Grelles Sonnenlicht wird an Kupferdächern reflektiert. Valve integriert für Half-Life 2 erste HDR-Effekte für DirectX9-Karten.
Lesen Sie einen kleinen Auszug aus unserem großen Special-Effects-Artikel der aktuellen Ausgabe schon heute online...
Bis zu 100 Millionen Transistoren werkeln an einem Spezialeffekt. PC Games Hardware zeigt, wie moderne 3D-Technik für neue Grafikeffekte in Spielen genutzt werden kann.
Multitexturing war gestern. Bei Computerspielen hat das Zeitalter der "Shader" begonnen. Die Berechnungsleistung von über 100 Millionen Transistoren erlaubt es, Grafikeffekte nicht mehr nur einmal pro Dreieck, sondern individuell für jedes Bildschirmpixel durchzuführen. Kombiniert mit höherer Berechnungspräzision, werden damit überzeugendere Spezialeffekte möglich. Selbst physikalisch korrekte Abbildungen der Realität rücken in greifbare Nähe.
Was sind Shader?
Unreal-2-Analyse: Die Engine in Unreal 2 arbeitet mit vorberechneten Lichteffekten in einem begrenzten Farbraum. Überbelichtungseffekte oder eine dynamische Selbstschattierung der Charaktere gibt es nicht.
Shader sind Computerprogramme, die einzig und allein für die Berechnung von 3D-Grafik zuständig sind. Da wären einerseits die "Vertex Shader". Diese Programme steuern die Positionsverschiebungen eines Dreieckseckpunkts im Raum (Transformation) und führen erste Beleuchtungsberechnungen ("Lighting") durch. Nach den Vertex Shadern übernehmen "Pixel Shader"-Programme die Kontrolle. Sie sind für die individuelle Farbwert-Berechnung innerhalb der Dreiecksfläche zuständig. Texturen kommen zwar auch künftig zum Einsatz. Welche Werte der Textur für ein bestimmtes Pixel zum Einsatz kommen sollen, bestimmt aber ebenfalls ein "Shader". Bei Grafikkarten der DirectX-9-Generation können diese Programme bereits über 100 Berechnungsanweisungen beinhalten. Neben einfachen mathematischen Berechnungen (Mal, Plus, Modulo) gehören mittlerweile auch komplexe trigonometrische Anweisungen (Sinus, Kosinus) zum Repertoire.
Blick in die Zukunft
Caustics: Fokuseffekte bei Glasobjekten sind in Spielen selten anzutreffen. Wenige Spiele simulieren den Effekt am Grund von Wasserbecken.
Es erscheinen immer mehr 3D-Engines, die das neue Shader-Konzept konsequent anwenden. Engines aktueller Spiele wie Aquanox 2, Tron 2.0 oder Rallysport Challenge nutzen bereits die rudimentären Shader-Funktionen der DirectX-8-Grafikkartengeneration. Kommende Optik-Spektakel wie Half-Life 2, Doom 3, Far Cry, Kreed, Breed oder STALKER setzen noch einen drauf. Anhand einiger herausgegriffener Beispiele heutiger Spielegrafik erläutern wir, welche realitätssteigernden Effekte noch Mangelware sind und wie sich diese Effekte mit Hardware der DirectX-9.0-Klasse realisieren ließen
