Raumklang am Ohr

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Raumklang am Ohr Haben Sie gewusst, dass Sie mit einem ganz normalen Kopfhörer Dolby Digital 5.1 genießen können? Die Dolby-Headphone-Software macht es jetzt möglich.
Wenn man das erste Mal über den Begriff "Dolby Headphone" stolpert, könnte man vielleicht glauben, dass es sich um einen Kopfhörer handelt. Doch Dolby Headphone ist keine Hardware, sondern eine Softwareentwicklung von Dolby. Es handelt sich dabei um einen Algorithmus (also um eine mathematische Berechnungsgrundlage), der es ermöglicht, mit einem handelsüblichen Kopfhörer Filme oder Musik in Dolby-Digital-5.1-Qualität zu hören. Mit der Dolby-Headphone-Software können insgesamt drei verschiedene Räumlichkeiten simuliert werden. Folgende Modelle von Räumen stehen zur Auswahl: DH1 hört sich an wie Filme oder Musik in einem kleinen Zimmer. DH2 simuliert den Klang in einem Wohnzimmer und DH3 sorgt für die Atmosphäre eines Kinos oder Konzertsaals. Aber wie können Sie nun das neue Klangerlebnis konsumieren? Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten: Beispielsweise können Sie sich unter www.dolby.com ein Plug-in für den Audio-Player Musicmatch Jukebox herunterladen. Das Plug-in kann 30 Tage lang kostenlos genutzt werden, ein uneingeschränktes Nutzungsrecht kostet DM 28,08 (¤ 14,36). Die aktuellen Versionen der Software-DVD-Player PowerDVD, WinDVD und SoftDVD Max beinhalten schon die Dolby-Headphone-Technologie.
Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, mithilfe von PowerDVD XP 4.0 die Dolby-Headphone-Technik zu testen. Die Dolby-Headphone-Software simulierte auf unserem Sony-MDR-CD280-Kopfhörer eine 5.1-Soundanlage nahezu perfekt. Beim Abspielen der DVD von Matrix hatte man das Gefühl, die Kugeln fliegen einem direkt am Ohr vorbei. Auch bei Musik-CDs oder MP3-Dateien überzeugten die Klangtests. Man hatte regelrecht das Gefühl, mitten im Konzertsaal zu sitzen. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es jedoch: Jeder Mensch hat ein anderes Hörempfinden und der verwendete Algorithmus wurde aus Durchschnittsdaten ermittelt. Sprich: Nicht jeder hat das gleiche Hörempfinden für die erzeugte räumliche Simulation.
Hinter der Technologie "Dolby Headphone" liegen jahrelange Studien der menschlichen Hörfähigkeit. Diese Studien haben offenbart, dass der Kopf und die Schultern den Klang aus bestimmten Richtungen verändern. Die Töne zum Beispiel, die von links kommen, werden im rechten Ohr etwas später wahrgenommen als im linken und sind minimal leiser. Auch durch die akustische Beschaffenheit des Kopfes entsteht ein Filtereffekt. Das Gehirn ermittelt demnach aus unterschiedlichen Ankunftszeiten, Lautstärken und Unterschieden des Frequenzganges eines Tons seinen Ursprung. All diese Erkenntnisse flossen in die Entwicklung des Dolby-Headphone-Algorithmus ein. Die Berechnung solcher mathematischer Systeme ist recht aufwendig und benötigt mindestens eine CPU mit 400 MHz Taktfrequenz.

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